Weiblicher Techniknachwuchs

Noch Löcher in der Pipeline

Strategien, Netzwerke und Projekte für weiblichen Techniknachwuchs
Prozentualer Frauenanteil im WS 2007/08 an der UDE. (Quelle: UDE)
Zurückgegangene Zahlen der Studienanfängerinnen und -anfänger in den Ingenieurwissenschaften zeigen, dass es Zeit ist, den Nachwuchs für die Technik zu begeistern. Ein Workshop hat neue Perspek-tiven eröffnet.

Die Dokumentation des Workshops „Strategien für weiblichen Techniknachwuchs – Wirtschaft und Wissenschaft im Dialog“ gibt einen praxisnahen Überblick über Perspektiven einer geschlechtergerechten Ausgestaltung der Schnittstelle Hochschule-Beruf: Was kann getan werden, um Studentinnen frühzeitig konkrete Arbeitsmarktperspektiven zu vermitteln, ihre hohen Drop-Out Quoten zu verringern und ihre Chancen in der Wirtschaft zu verbessern?

Der Workshop fand am 3. Dezember 2007 im Campus Treff der Technischen Universität Dortmund statt. Veranstalter waren die Technische Universität Dortmund und das Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit Bielefeld im Auftrag des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen. Rund 60 Personalverantwortliche, Gender- und Diversity-Fachleute aus Hochschulen und Wirtschaft, Politik, Beratung und Arbeitsagenturen, Studierende, Absolventinnen und Absolventen diskutierten unter der Moderation von Sabine Asgodom.

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In der Dokumentation werden erfolgreiche Beispiele zur Verwirklichung einer geschlechtergerechten Hochschule im Bereich Frauen und Technik an den einzelnen Hochschulen im Ruhrgebiet und in einigen Wirtschaftsunternehmen vorgestellt. Schwerpunkte bilden die Handlungsfelder Mentoring, Berufs- und Karriereplanung sowie Schlüsselkompetenzen. Es werden Ansätze aufgezeigt, wie Hochschulen und Unternehmen den weiblichen Nachwuchs auf dem Weg in eine Wirtschaftskarriere unterstützen und wie Karrieren in der Wirtschaft stärker in das Blickfeld der Absolventinnen technischer Studiengänge gerückt werden können. Ein besonderer Fokus liegt darauf, welche Werte und Sichtweisen die Einstellungsverfahren und Karriereverläufe in Unternehmen prägen und wie hier stärker zielgruppensensibel agiert werden kann.

Unter dem Motto „Löcher in der Talent-Pipeline schließen – Innovative Strategien, Netzwerke und Projekte für den weiblichen Techniknachwuchs“ werden Möglichkeiten neuer Strategien und Kooperationen im Bereich der Wirtschaft ausgelotet sowie Anknüpfungspunkte für gemeinsame Aktivitäten sondiert und gefunden. Die Ideen und Handlungsvorschläge im Einzelnen werden entsprechend den Handlungsfeldern „Zielgruppensensibel für Frauen agieren“, „Wissen austauschen“ und „Netzwerke verdichten“ zusammengefasst.

Der Workshop baute auf der vom nordrhein-westfälischen Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration in Auftrag gegebenen Studie „Zeit, dass sich was dreht – Technik ist auch weiblich!“ auf, die vom Kompetenzzentrum durchgeführt wurde. Die Studie identifiziert erfolgreiche Projekte in NRW, die zeigen, wie das Image von technischen Ausbildungen und Berufen wirksam verändert werden kann. Schwerpunkt der Untersuchung liegt auf dem Ruhrgebiet. Die Dokumentation „Strategien für weiblichen Techniknachwuchs – Wirtschaft und Wissenschaft im Dialog“ ist abrufbar unter http://www.kompetenzz.de/dokumentation-dortmund. Die Studie „Zeit, dass sich was dreht – Technik ist auch weiblich!“ finden Interessierte unter http://www.kompetenzz.de/studie-zeit. PR/pb

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