Zur Sache

Neuer Name für Bewährtes

Interview mit Wolfgang Tondasch, Geschäftsführer der Matsushita Electric Works Deutschland GmbH, ­Holzkirchen.

handling: Herr Tondasch, Sie begleiten die SPS/IPC/Drives schon viele Jahre – nicht nur als Aussteller, sondern auch als Vorsitzender des Ausstellerbeirats. Was erwartet uns auf der diesjährigen Automatisierungs-Fachmesse?

Tondasch: Seit die SPS/IPC/Drives in Nürnberg stattfindet, ist sie kontinuierlich gewachsen. 2004 wird sie erstmalig sieben Hallen belegen. Einen wichtigen Ausstellungs-Schwerpunkt bilden in diesem Jahr Ethernet-Lösungen. Die meisten Aussteller zeigen ein oder zwei Produkte im Bereich Ethernet. Eine immer wichtigere Rolle spielt hierbei die Sicherheit – es geht vor allem darum, Angriffe von Dritten abzuweisen.

handling: Welche regionalen Besuchergruppen spricht die SPS/IPC/Drives vor allem an?

Tondasch: Die SPS/IPC/Drives ist klar auf den deutschen Markt ausgerichtet sowie auf Südost-Europa. Gute Geschäfte machen die Hersteller von Fertigungsanlagen im Auslandsgeschäft: Die deutsche Automatisierungsbranche exportiert zurzeit sehr viel – vor allem in die Europäische Union.

handling: Worin äußert sich die Bedeutung der SPS und welche Wünsche haben Sie für die Zukunft?

Tondasch: Die Bedeutung der SPS/IPC/Drives erschließt sich unter anderem aus der Tatsache, dass sie mittlerweile ein Entwicklungsschwerpunkt geworden ist. Immer öfter hört man: „Wir müssen das Produkt bis zur SPS fertig haben,“ während früher eine andere, viel größere Messe in diesem Zusammenhang genannt wurde.

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Vielleicht sollte man auch einmal über die Anordnung der thematischen Schwerpunkte nachdenken. Die Messebesucher wollen verstärkt Lösungen, nicht nur Komponenten. Folglich hat es ein Komplettanbieter nicht ganz leicht, für sich die geeignetste Ausstellungshalle festzulegen. Daher könnte ich mir durchaus auch ein anderes Ordnungssystem vorstellen. Auf dem Oktoberfest oder dem Cannstatter Wasen stehen schließlich auch nicht alle Würstchenbuden an einer Stelle.

handling: Themenwechsel: Wir haben erfahren, dass Matsushita Electric Works seine Markenstrategie ändern will. Was sind die Hintergründe hierfür?

Tondasch: Die Neudefinition der Markenpolitik ist unmittelbare Folge einer geänderten Struktur im japanischen Mutterkonzern Matsushita. Hier hatte das Schwesterunternehmen Matsushita Electric Industrial (MEI) – bekannt durch die Labels Panasonic, JVC oder Technics – zum 1. April 2004 die Aktienmehrheit an Matsushita Electric Works (MEW) übernommen.

handling: Welche Änderungen ergeben sich konkret bei den Brands?

Tondasch: Der Konzern folgt einer neuen, auf einen Lead-Brand konzentrierten Marketingstrategie. Seit dem 1. Oktober 2004 tragen neu eingeführte Produkte anstelle von NAiS das Panasonic-Logo. (Eine Ausnahme bildet der Produktbereich Sensorik, für den die Marke SUNX weiterhin bestehen bleibt.) Mit diesem Schritt nutzen wir die Vorteile einer einheitlichen Markenidentität auf globalisierten Märkten.

Panasonic steht – mehr noch als NAiS – als Synonym für Kreativität in der Entwicklungsarbeit und Dynamik im Vertrieb. Mittelfristig erwarten wir von dieser strategischen Entscheidung eine deutliche Stärkung unserer Wettbewerbsposition. Unser Unternehmen selbst wird weiterhin unter dem Namen Matsushita Electric Works Deutschland GmbH firmieren. Das Gespräch führte Gunthart Mau

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