Zur Sache

Messebesuch am Bildschirm

Eine Idee setzt sich durch: Per Mausklick Hersteller und Händler auf der ganzen Welt erreichen
Die übersichtliche Anordnung der Kategorien vereinfacht die Suche nach Produkten und Herstellern.
Die Suchmaschine DirectIndustry ist eine unfangreiche technische Industriemesse. Seit 2001 am Markt ermöglicht sie es Fachleuten, PDF-Kataloge, Produkte, Pressemitteilungen und neuerdings auch Firmenvideos nach Schlüsselwörtern zu suchen und direkt mit den Anbietern in Kontakt zu treten. Mittlerweile sind 8.700 Anbieter und 58.000 Produkte, jeweils mit Bild, zu finden. Die Beschreibungen werden in fünf Sprachen übersetzt. Wir haben DirectIndustry-Chef Corentin Thiercelin gefragt, wie sich die virtuelle Messe entwickelt hat und wohin die Reise geht.


Herr Thiercelin, seit unserem letzten Interview sind gut zweieinhalb Jahre vergangen. Wie hat sich die Plattform http://DirectIndustry.com seitdem entwickelt? Gibt es neue Anwendungsmöglichkeiten für Einkäufer und Anbieter?
Herr Thiercelin: Wir haben in den letzten zwei Jahren unseren Service für Aussteller und Kunden in drei Richtungen vervollständigt: Die Inhalte der Internetseiten wurden verbessert und erweitert, ein System für Firmenvideos implementiert und die Online-Messeseite entwickelt. Auf letzterer können sich die Besucher informieren, wo Hersteller und Produkte auf ganz „realen“ Messen zu finden sind. Wir wollen den Kunden so viele technische Informationen mitteilen wie möglich. Daher sind wir darüber stolz, derzeit über 38.000 PDF Kataloge und mehr als 58.000 Produkte in fünf Sprachen anbieten zu können. Für eine schnellere Navigation haben wir die Produkte themenweise zusammengefasst und in die Kategorien Messetechnik, Sensorik, Logistik, Handhabung, Automatisierung, Mechanik, Maschinen und Produktionsanlagen eingeteilt. Die zehn Ingenieure unseres technischen Teams haben zudem die Subkategorien der diversen Themen verfeinert. Gleichzeitig haben Aussteller die Möglichkeit, ein Firmen- oder Produktvideo online zu stellen. Der Service ist schnell und kostenlos. Das Video kann 30 Sekunden oder bis zu 15 Minuten dauern. Für Messebesucher ist der Service ebenfalls kostenlos.

Welche Resonanz findet Ihr Portal heute, acht Jahre nach seiner Gründung?
Herr Thiercelin: Heute ist die virtuelle Industriemesse ein Muss. Nicht nur für Besucher, die nach Produkten suchen, sondern auch für Aussteller, die mit dem Internet ein neues und erfolgreiches Kommunikationsmittel nutzen wollen. http://DirectIndustry.com entwickelt sich beharrlich. Die Zahlen sprechen für sich: Im Juni 2009 haben wir über 4,6 Millionen Einzelbesucher gezählt, 30 Prozent mehr als im vergangenen Jahr.

Ein Blick in die Zukunft: Welche Veränderungen oder Ergänzungen wird Ihr Portal in den kommenden Monaten erfahren?
Herr Thiercelin: Unser Ziel ist es, das weltweit umfassendste Industrieportal zu werden. Deshalb müssen wir offen bleiben für den Markt, dynamisch sein und ein möglichst vollständiges Angebot darstellen. Ab Oktober bieten wir mit der Möglichkeit, eigene Online-Anzeigen zu schalten, einen neuen und kostenlosen Service für alle Anbieter: Alle Produkte (außer Verbrauchsgüter) können als Anzeige registriert und an 4,6 Millionen monatliche Besucher gesendet werden. Der Service ist vom Anbieter einfach zu nutzen: persönliche Daten eingeben, Produktkategorie auswählen, Beschreibung ausfüllen, bis zu fünf Fotos hochladen und die Region auswählen, in der die Anzeige sichtbar sein soll. Ein Programm übersetzt die Anzeige in fünf Sprachen. In Zukunft können die Besucher auch gebrauchte Industrieprodukte bei uns finden. Last but not least sind wir wieder einmal dabei, die Website allgemein zu überarbeiten. Die neue Version erscheint voraussichtlich Ende 2009. kf

Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Mobile Roboterplattformen

Auf die Planung kommt es an

Autonome Transportsysteme. Mobile Roboterplattformen bieten Potenziale zur Produktionsoptimierung. Das Forschungsverbundprojekt FORobotics betrachtet mobile, ad-hoc kooperierende Roboterteams, Teilprojekt 3 „Aufgabenorientierte Planung“ befasst sich...

mehr...

Digitale Planung

Kollege Roboter kommt per Simulation

Der Erfolg einer MRI-Applikation ist eng mit der Planung und Absicherung des neu gestalteten Arbeitsplatzsystems verknüpft. Der LPS an der Ruhr-Universität Bochum erforscht neue Wege, um MRI-Applikationen durch Simulation zu untersuchen und zu...

mehr...
Anzeige
Anzeige

Flexible Multi-Sensor-Systeme

Ab in die Luft mit System

Intelligente Sensorsysteme sind eine aktuelle Querschnittstechnologie, die aufgrund ihrer besonderen Flexibilität die Durchdringung von Automatisierungslösungen in der Luftfahrtindustrie ermöglichen und dabei den dort üblichen Herausforderungen...

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Digitalisierung

Annäherung an den Digitalen Wandel

Im Forschungsbereich Effiziente Systeme des Lehrstuhls für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik arbeiten wissenschaftliche Mitarbeiter und Studierende gemeinsam an aktuellen Forschungsthemen mit dem Ziel, das Engineering und den...

mehr...

Wandlungsfähige Produktion

Erfolgsfaktor Mitarbeiter

Die digitale Vernetzung von Anlagen ermöglicht Unternehmen, ihre Produkte genauer an Kundenwünsche anzupassen. Neben wandlungsfähigen Systemen sind nicht zuletzt die Mitarbeiter Erfolgsfaktoren. Das zeigt eine Studie des KIT, der LUH und acatech.

mehr...