Intralogistische Planung

Performance und Prozesse

Optimierungspotenziale in der Intralogistik
Flexibilität in der Kommissionierung ist grundsätzlich Vorausetzung für die Optimierung logistischer Prozesse im Unternehmen. (Foto: Daimler AG)
Eine umfassende Analyse der intralogistischen Prozesse schafft die Grundlage für eine nachhaltige Optimierung: Zum einen können Abläufe verbessert, Sortimente bereinigt und die Technikeffizienz gesteigert werden. Zum anderen sind Kosteneinsparungen realisierbar und Investitionen vermeidbar.

Die ganzheitliche Betrachtung von Intralogistiksystemen über den ganzen Lebenszyklus hinweg ist ein Muss, damit die Leistungsstärke der Supply Chain ständig gesteigert wird. Prozesse und Materialflüsse auf allen Ebenen der Intralogistik zu simulieren, bildet die Basis für die Navigation durch den Maßnahmendschungel.

Grundsätzlich müssen sämtliche intralogistischen Prozesse in Lagern anpassungs- und integrationsfähig sein. Bei Umplanungen in bestehenden Logistiksystemen ist dies als Kernaufgabe zu berücksichtigen und bei Neuplanungen so früh wie möglich im Rahmen der Auslegung der Gesamtanlage zu antizipieren. Es gilt, zeitnah anpassungsfähige Strukturen und intelligent verknüpfte Prozessschritte kosten- und ablaufoptimal zu gestalten. Dies muss in Wechselwirkung mit den übrigen Prozessschritten entlang der Supply Chain abgestimmt erfolgen. Nur so können optimierte und innovative Versorgungsprozesse entstehen.

Zahlreiche, bereits schnell umsetzbare, organisatorische und mit nur geringen Investitionen verbundene Maßnahmen bewirken nachweislich schon Verbesserungen. Etwaigen Defiziten müssen die Lagerbetreiber durchdacht begegnen. Hierbei ist eine ganzheitliche Vorgehensweise mit Simulationsunterstützung nötig, da eine Simulation stets zur präzisen Beschreibung der Prozesse zwingt. Hierzu hat sich die Vorgehensweise bewährt, mit einem Prozesshandbuch die Basis zu legen. Darin werden die wesentlichen Randbedingungen und Prozesse auf allen Ebenen – von der Vision über die Strategie und Ziele bis hin zu den Prozessen und Verantwortlichkeiten – detailliert beschrieben. Intralogistische Anpassungen haben immer Auswirkungen auf die IT- und Steuerungssysteme, die auf veränderte oder neue Prozesse beziehungsweise Artikelstrukturen auszurichten sind.

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Vorausschauend handeln

Vergleichsweise schon kleine Eingriffe in die Steuerung und Organisation haben somit spürbar positive Resultate, wenn sie „über den Tellerrand“ gedacht sind, also Einzelmaßnahmen nicht singulär, sondern stets im Prozessverbund geplant werden. Die Tools zur Materialfluss- und Prozesssimulation helfen, die Maßnahmen ganzheitlich zu bewerten; sie können über die Planungsphase hinaus in der täglichen Praxis eingesetzt werden.

Die Bedeutung solch flexibel gestalteter und ganzheitlich geplanter Intralogistikprozesse wird weiter zunehmen, und die Optimierung wird zu einem permanenten Prozess. Gerade deshalb sind Prozessänderungen in der Intralogistik – ganz gleich, ob in bestehenden oder neuen Systemen – früh mit entscheidungsrelevanten Informationen wie Leistungskennziffern, Nutzungsgraden, Durchlauf- und Reaktionszeiten sowie Investitionen zu unterlegen. Nur so werden Unternehmen – unterstützt durch das Know-how externer Planer – technisch optimale und wirtschaftlich sinnvolle Lösungen erarbeiten können.

Heiko Barth/ Dr. Udo Riedesel/bw

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