Es lebe der Unterschied

Es lebe der Unterschied

Fünf Jahre Victress Initiative – Für mehr Frauen in Führung
Gender Balance – das ist kein Modewort, sondern eine Riesenchance für mehr Erfolg im Beruf. Weil Männer anders sind und Frauen auch, ergänzen sich ihre jeweiligen Potenziale geradezu kongenial. Auch am diesjährigen „Victress Day“ hat die Berliner Initiative interessante Gedanken zu Männer und Frauen in Spitzenpositionen zusammengetragen.

Der Anteil der Frauen in Führungspositionen in der Wirtschaft ist gestiegen. Er lag im Jahr 2006 bei durchschnittlich 31 Prozent, allerdings mit deutlichen Unterschieden nach Betriebsgröße und Führungsebene. Auch im Bereich Maschinenbau führen zunehmend mehr Chefinnen die Feder und bereichern die Technik mit mehr Weiblichkeit.

Es gibt ihn, den Unterschied: Während Männer bei Projekten, Verhandlungen und Entscheidungen rational verdichten, bringen Frauen kreative Erweiterungen ein – eine tolle Symbiose bei der gemeinsamen Entwicklung eines Vorhabens oder einer Entscheidung. Es kann deshalb nur von Vorteil sein, wenn mehr emotionale und intuitive Komponenten, die Frauen kraft ihrer Natur nun einmal mitbringen, in Vorstandsetagen das bisher männlich dominierte Geschäft bereichern. Der Unterschied ist da, und er soll gelebt und genutzt werden als das, was er ist: eine gigantische Chance auf mehr Erfolg. Das müssen viele noch erkennen und begreifen. Weil das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile, ist „CoCreation“ angesagt. Also: Auf die Mischung kommt es an!
„Die Zukunft gehört der Heterogenität und nicht der Homogenität“, postulierte Frau Prof. Dr. Rita Süssmuth, ehemalige Bundestagspräsidentin sowie Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit. Im Rahmen ihres Referats während des Victress Day Mitte September in Berlin gab die erste Frauenministerin auf Bundesebene zu bedenken, dass Frauen nicht nur ihr Wissen und Können in die Erfolgsgeschichte eines Unternehmens mit einbringen, sondern auch ihren „innovativen Geist“. Immerhin bringt erst mehrschichtiges und differenziertes Denken wirkliche Innovationen zustande – dieses Potenzial sollte man nutzen und für eine gestalterische Vielfalt heranziehen.

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Erklärte Vision von Victress ist eine Machtbalance zwischen Mann und Frau in Wirtschaft und Gesellschaft. Denn Frauen bringen emotionale und kognitive Intelligenz zusammen. Und immerhin sind Frauen die tatsächlich treibende Kraft im Wirtschaftsleben, erfuhren die diesjährigen Victress-Day-Teilnehmer: Zu durchschnittlich 83 Prozent entscheiden Frauen alle Käufe. Bei Wohnungseinrichtungen haben sie zu 94 Prozent das Sagen, beim Autokauf sind es immerhin 60 Prozent. Petra Born

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