Die Wertfabrikplanung eröffnet große Zukunftspotenziale

Von innen nach außen

Unternehmen müssen sich permanent den sich wandelnden Anforderungen des Marktes anpassen. Bei Fabrikplanungen stehen daher maximale Flexibilität, exzellente Wertschöpfungsprozesse und optimale Werthaltigkeit im Fokus.

Exzellente Wertfabrikplanung führt zu exzellenten Fabriken, die ihren Zweck, Geld zu verdienen, erfüllen. (Abb: agiplan).

Fabriken haben keinen Selbstzweck. Ihre Aufgabe ist es, ein Produkt herzustellen - zu wettbewerbsfähigen Kosten, in geforderter Qualität, in angemessener Zeit und zum zugesagten Liefertermin. Sie sind also dazu da, dass Unternehmen mit ihnen Geld verdienen. Produktionsunternehmen, die stark wachsen oder neue Märkte erschließen, stehen oft vor der Herausforderung eine neue Fabrik zu planen. Dabei hilft Rückbesinnung auf die die erwähnte, eigentliche Aufgabe der Fabrik. Die große Chance ist, sich durch die neue Fabrik einen echten Unternehmenswert zu schaffen, oder anders ausgedrückt: mit exzellenter Wertschöpfung ein neues Leistungsniveau zu erreichen - die Wertfabrik.

Zum Tagesgeschäft eines Unternehmens gehört es nicht, neue Fabriken zu erstellen, und daher bestehen auch viele Risiken bei solch einem Vorhaben, die in der Komplexität begründet sind und massive Zeitverzüge, Kostenprobleme oder Wettbewerbsnachteile verursachen können. Essentiell ist daher ein systematisches Vorgehen bei der Fabrikplanung - von der ersten strategischen Vorüberlegung bis hin zum laufenden Betrieb. Das eröffnet Unternehmen aller Größen und Branchen erhebliche Potenziale und hat für sie großen Nutzen, denn eine Wertfabrikplanung schafft für sie Sicherheit und gewährleistet den angestrebten Wert der Fabrik.

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Exzellente Planung - exzellente Fabrik

Planvolles und methodisches Vorgehen in Kombination mit etablierten und innovativen Lösungsbausteinen sind gefragt, um ganzheitlich agieren und nachhaltig erfolgreich zu sein. Ziel ist es, durch flexible und schlanke Prozesse eine optimale Wertschöpfung in einer Spitzenfabrik energie- und ressourceneffizient, also zukunftssicher, zu gestalten. Klar strukturierte Planungsprozesse bringen Sicherheit und machen Projektkomplexität beherrschbar. Gleichzeitig sorgen sie für Kostentransparenz und Stabilität. Damit steht im Kern der neuen Fabrik die Wertschöpfung mit ihren Strukturen und Prozessen der Teilefertigung, Montage und Logistik. Kurzum: Der Wertstrom ist optimal zu planen. Von der Materialbeschaffung bei den Lieferanten bis zur Distribution an die Kunden ist eine hocheffektive Prozesskette zu gestalten, die sich mit einer durchgängigen Logik auch in den baulichen Strukturen vom Wareneingang bis zum Versand spiegelt. Dafür sind neue Konzepte und Lösungen in Materialfluss, Handling, Lagerung, Transport, Disposition, Planung, Steuerung, Monitoring, Produktionsorganisation und -management zu realisieren.

Am Anfang muss ein ganzheitliches Konzept stehen, das alle Prozesse des Wertstroms umfasst und stets das Gesamtoptimum anstrebt, bevor die Einzelkomponenten der Produktions- und Logistikeinrichtungen auf die Anforderungen des Gesamtkonzepts ausgestaltet werden. Im Vordergrund steht also das intelligente Organisieren der Produktion und Logistik. Doch Organisation braucht Raum, was zur Physis der Fabrik führt. Sie bildet sich im Layout der Arbeitsplätze, Produktionsbereiche und Werksstruktur ab. Dort werden logische Planungskonzepte zu realen Transportwegen, U-Shape-Montagezellen, Teamräumen, Kommissionierflächen, Materialbereitstellzonen, Versandtoren oder Verkehrshöfen. Die vom Planer erdachte Logik ist nun durch den Architekten in räumliche und bauliche Gebäudestrukturen umzusetzen. Dabei gilt der Grundsatz "Form follows function", denn Form, Gestalt und Ausführung eines Industriegebäudes haben sich an den inneren Funktionen zu orientieren. Eine Fabrik ist somit von innen nach außen zu planen.

Gefordert ist dabei die konsequente Umsetzung der Anforderungen von Produktion und Logistik durch die Gebäudearchitektur, die ein perfektes Zusammenspiel der Disziplinen sicherstellen muss. Die frühe Einbeziehung der Architektur in die Planung einer neuen Fabrik stellt einen beachtlichen Kundenmehrwert dar. Ein gutes Beispiel dafür ist das Thema Energieeffizienz. Vom technischen Prozess bis zur baulichen Hülle ist eine Fabrik voller Energieverbraucher und ebenso voller Effizienzpotenziale zur Reduzierung von Aufwand, Emission und Verbrauch. Spitzenfabriken haben daher ein Energiemanagementkonzept, das Lösungsbausteine auf Prozessebene bis hin zur Zertifizierung der Gebäude umfasst.

Inzwischen haben sich drei erfolgskritische Schlüsseldisziplinen für die Planung der Fabrik vereint: Produktionsplanung, Logistikplanung und Industriearchitektur. Unabdingbar für eine Wertfabrikplanung ist jedoch auch das Projektmanagement, denn dies ist von der ersten Idee bis zur Inbetriebnahme der Fabrik sowohl Orientierungsrahmen für alle Planungsschritte und -beteiligten als auch Antriebsfeder und "Überwacher" aller Arbeiten. Professionelles Projektmanagement schützt vor den vielen Fallstricken und ist quasi die "Planungszentrale". Hier laufen die Fäden der Planung von Produktion und Logistik, aber auch jene weiterer Experten etwa der Arbeitsvorbereitung und IT sowie anderer Funktionsbereiche zusammen. So ist der Blick etwa für Themen des Baus, der technischen Gebäudeausstattung sowie Anforderungen von Anlagenlieferanten, externen Gutachtern und Behörden gesichert, denn dem Geflecht an Beteiligten und Beziehungen wird eine klare Struktur gegeben. Das Projektmanagement bildet den roten Faden durch die Aufgabenfülle und verleiht dem Bauherrn auch dank eines guten Monitorings Sicherheit auf dem Weg zur neuen Fabrik.

Das Optimum im Fokus

Mit den Schlüsseldisziplinen Produktion, Logistik, Industriearchitektur und Projektmanagement steuern praxiserfahrene Berater die erfolgskritischen Faktoren für die Planung einer neuen Fabrik bei. So werden Unternehmen in die Lage versetzt, ganzheitliche Wertfabrikplanungen schnell und effizient umzusetzen und große Optimierungspotenziale für die Zukunft zu aktivieren.   Dr. Jürgen Bischoff/bw

Kernelemente einer Wertfabrik

  • exzellente Wertschöpfungsprozesse
  • Beherrschung der Produktionstechnik
  • optimales Kosten- und Qualitätsniveau
  • Time to Customer - schnelle und verlässliche Lieferzeiten
  • Time to Market - schneller Produktanlauf
  • wandlungsfähige Strukturen und Prozesse
  • maximale Flexibilität bei Auslastungsschwankungen und damit breiter und robuster Wirtschaftlichkeitskorridor
  • hochmotivierte und unternehmerisch denkende Mitarbeiter
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