Werkstücksträgersysteme

Werkstückträgersysteme: Ultra-Präzision

Bei LK Mechanik geht es immer noch kleiner
Auf die Details kommt es an: Bei den Edelstahl-Trägersystemen von LK Mechanik handelt es sich in den meisten Fällen um kundenspezifisch konstruierte und produzierte Lösungen, die ideal abgestimmt sind auf die jeweilige Geometrie der Bauteile und automatisierte Prozesse. (Foto: LK Mechanik)
Wenn es um Werkstück-Trägersysteme und Werkstück-Waschkörbe geht, führt kein Weg an Heuchelheim vorbei: LK Mechanik steht für höchste Genauigkeit und sauberste Ausführung. Zunehmend im Fokus steht die Bearbeitung von Teilen kleinster Abmessungen. In diesen Tagen kommt der zweitausendste Werkstückträgertyp aus der Entwicklung.

Friedhelm Kraft hatte schon immer den Anspruch, der Beste zu sein. „Vorn ist Kraft.“ Unter diesem Leitsatz führt er sein Unternehmen im eher beschaulichen Heuchelheim bei Gießen. Vor 34 Jahren wurde es gegründet und hieß Leib und Kraft – mit dem Namen des damaligen Partners. In Anlehnung daran heißt die Firma heute LK Mechanik, und all die Jahre ist Friedhelm Kraft mit Leib und Seele bei der Sache gewesen – schließlich hatte er ein geradezu geniales Produkt gefunden: den Werkstückträger. Vor rund 20 Jahren stieß er auf diese Nische – bis dahin gab es Werkstückträger beziehungsweise Werkstückträgersysteme noch nicht; in den Produktionsbetrieben benutzte man Kisten, Drahtkörbe oder so genannte Stöppelbretter vom Schreiner, um Werkstücke zu sortieren, aufzubewahren und der Bearbeitung beziehungsweise Montage zuzuführen.

Das Dasein der Werkstückträger begann mit der Verbreitung der Automatisierung in der industriellen Produktion – und ihre Bedeutung wächst. Einige Jahre nach dem Aufkommen der ersten Werkstückträger wurde klar, dass man hierin Werkstücke nicht nur transportieren und zum Handhaben bereitstellen, sondern auch waschen und reinigen kann – also wurden aus den Werkstückträgern automatisch auch Reinigungsträger. Und die wurden im Verlauf der Jahre immer feiner, immer spezifischer, immer kleiner. Denn zugleich wurden die in den Werkstückträgern zu handhabenden Produkte anspruchsvoller – die Toleranzen wurden geringer, die Qualitätsansprüche wuchsen. Friedhelm Kraft hat sich mit seinen Mitarbeitern auf die hochpräzisen Teile konzentriert – und konnte sich mit diesem Schachzug vom Wettbewerb lösen, „denn diese Feinheit und Genauigkeit hat außer uns keiner mehr hinbekommen“, resümiert Kraft.

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Nicht nur fein, sondern sehr fein

Friedhelm Kraft konnte sich nicht nur vom Wettbewerb abheben, sondern ihm auch aus dem Weg gehen. Mit der Anschaffung und Installation einer 3D-Messmaschine hatte er eine Wende eingeläutet: Auch kleinste Werkstücke konnten nun zu hundert Prozent vermessen werden. Die Daten werden in einem Chip abgespeichert und liefern dem Roboter die exakte Greiferposition. Auf einem Träger von beispielweise 50 mal 50 Millimeter finden hundert Teile ihren exakt definierten und präzise bearbeiteten Platz, an dem sie sicher und schonend der weiteren Bearbeitung zugeführt werden. Der Kunde kann sich also darauf verlassen, dass alle Teile „i. O.“ sind – die Messungen und die Daten auf dem Chip dokumentieren es.

Für den Automotive-Bereich liefert LK Mechanik Werkstückträger und Waschträger für den hochpräzisen Bereich – exakte Maßgenauigkeit und vollständige Gratfreiheit der Werkstückträger garantieren dem Kunden eine höchstmögliche Teileausbringung. Seit etwa zehn Jahren kommen auch Systeme für medizintechnische Anwendungen von LK. Im Prinzip sind die Anforderungen gleich: Ob hochgenau bearbeitete Einspritzdüsen gehandelt werden müssen, hochempfindliche Implantate oder feinst gefertigte Knochenschrauben – immer sind Genauigkeiten im Hundertselmillimeterbereich einzuhalten. Kurzum: LK Mechanik muss sauber arbeiten. Sauber im wahrsten Sinne des Wortes, denn in der Medizintechnik kommt hinzu, dass jegliche Ritzen, Ungenauigkeiten oder Kerben unbedingt zu vermeiden sind – etwa bei Schweißnähten – damit sich keine Keime einnisten können. Als drittes Standbein liefert LK Mechanik Werkstückträger für feinmechanische Präzisionsteile für die Elektronik, Forschung, Luft- und Weltraumfahrt.

Perfektes Feinschneiden mit Wasser

„Wir sind immer mit den neuesten Maschinen ausgestattet“, betont der Geschäftsführer. In Heuchelheim sind die modernsten Fertigungsmöglichkeiten eine Selbstverständlichkeit. Ein viertes Standbein – noch ist es das kleinste, aber es weist in Richtung Zukunft – ist die Mikro-Feinbearbeitung: Mit dem Laserfeinscheiden, etwa für dünne Bleche, winzige Rohre und komplexe 3D-Formteile, und dem Wasserstrahl-Microcutting für 2D-Bauteile, die keine Wärmeeinbringung vertragen, realisiert LK Mechanik dünnwandige Klein- und Kleinstteile. Mit der Investition in die beiden neuen Feinschneidanlagen schärft das Unternehmen seine Kompetenz in der Kleinstteilentwicklung – dünnste Stege, kleinste Bohrungen, engste Radien in höchster Präzision. Messebesucher haben auf der Motek die Möglichkeit, derlei Winzigkeiten aus Heuchelheim zu bewundern. Petra Born
Halle 1, Stand 1675

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