Miniatur-Wechsel-Parallel-Greifer MWPG 20

Winziges Multitalent

Miniatur-Wechselgreifer für das Mikrohandling
Ein innovativer Zwerg für das Mikrohandling kommt aus Lauffen am Neckar. (Foto: Schunk)
Der Bedarf an Miniaturisierungskomponenten wächst kontinuierlich. Schunk bietet seinen Kunden für Handhabungsprozesse in Kleinstteilfertigung und -montage die passenden Komponenten an. Der innovative Zwerg MWPG kann die Greiferbackenbewegungen sogar „sehen“.



So klein er auch ist: Der Miniatur-Wechsel-Parallel-Greifer MWPG 20 vom Hersteller Schunk in Lauffen am Neckar ist geradezu vollgestopft mit erstaunlichen Details. Trotz seines Leichtgewichts von nur 26 Gramm bietet er eine Fülle trickreicher Features. Der Greifer mit einem Außendurchmesser von gerade einmal 20 Millimeter besteht aus rostfreiem Stahl und hat am Anschlussflansch die passende Kontur für das Miniaturwechselsystem MWS 20. Daher kann er ohne weitere Adapterplatten direkt an den roboterseitigen Kopf des MWS angeschlossen werden, von dem er über zwei Direktanschlüsse schlauchlos mit Druckluft versorgt wird. Zudem lässt er sich damit auch im zugehörigen Wechselmagazin MWM ablegen, das nicht nur die Magazinierung, sondern auch den schnellen und automatischen Wechsel der Werkzeuge ermöglicht.

Zwei horizontale Kolbenräume sorgen beim MWPG für den Antrieb der Backen in Richtung der Greifkraft, die bis fünf Newton betragen kann. Sie machen damit eine mechanische Umlenkung mit ihren unvermeidlichen Reibungsverlusten überflüssig. Die Backenführung erfolgt über spielarme, leichtgängige Zylinderstifte, der Hub beträgt ein Millimeter pro Greiferfinger, ist aber über Gewindestifte sowohl beim Öffnen als auch beim Schließen einstellbar.

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Die Greiferbacken werden über ein spezielles Ringsystem mechanisch synchronisiert. Auf diese Zwangskopplung kann aber verzichtet werden, so dass ein nicht synchronisierter Betrieb möglich wird, bei dem zum Beispiel einer der beiden Finger feststehen kann. Selbstverständlich hat der Winzling auch eine federgestützte Greifkraftsicherung für das Öffnen oder Schließen des Greifers, die mit einer von außen montierbaren Feder erfolgt.

Zur Erfassung der Greiffingerposition hat der Hersteller eine innovative, stufenlose Abfrage entwickelt. Bei ihr erfasst ein optischer Sensor, der im Wechselkopf statt im Greifer selbst sitzt, die Bewegungen der Greiferbacken und erspart damit die Durchführung des Signals vom Greifer zum Kopf. Der MWPG 20 hat überdies eine zentrale Greiferdurchgangsbohrung mit einem Durchmesser von sieben Millimeter, die zum Beispiel für die Teilezuführung, die Überwachung mit Bildverarbeitungssystemen oder für die Laserbearbeitung genutzt werden kann.

Mit seinen vielfältigen Funktionen und der Wiederholgenauigkeit von plus/minus fünf Mikrometer eignet sich der MWPG für den Einsatz in vielen Anwendungsbereichen, zum Beispiel bei der Mikromontage in der Optik- und Elektronikfertigung oder überall dort, wo Vakuumgreifer bei gewölbten oder unebenen Oberflächen an ihre Grenzen stoßen. pb

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