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Stopper und VereinzelerStopper nach Maß

Vereinzeler in Fördersystemen als Gemeinschaftslösung
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Stopper und Vereinzeler: Stopper nach Maß
Der Montageerfolg bei automatisierten Fertigungsprozessen steht und fällt mit dem einwandfrei funktionierenden Werkstücktransfer über sämtliche Bearbeitungsstationen. Wörner ist seit zehn Jahren Entwickler und Lieferant innovativer Systemkomponenten wie Stopper und Dämpfer für Flexlink-Fördersysteme.


In Kettenfördersystemen von Flexlink dienen Stopper und Dämpfer dazu, Werkstücke und Werkstückträger an festgelegten Positionen anzuhalten, ohne dass die stetige Bewegung der Transportkette unterbrochen wird. Die Module aus Denkendorf sind für die Transportsysteme des Offenbacher Unternehmens spezifisch angepasst.

Im automatisierten Fertigungsprozess führen Transportsysteme Werkstückträger (Paletten) über viele Stationen zur Bearbeitung und Montage einzelner Bauteile und Baugruppen bis zum Endprodukt, seiner Prüfung und Verpackung. Dabei muss das Fördersystem beziehungsweise der Werkstückträger entsprechend des technischen Ablaufs in allen Teilstrecken und Verzweigungen unterschiedlich in Bewegung gehalten oder gegebenenfalls zum Stillstand gebracht werden. Das Anhalten ist etwa zum Aufbau einer gewünschten Pufferstrecke im Materialfluss, zur lagegenauen Ausrichtung für nachfolgende Bearbeitungen, für Richtungswechsel oder vor Kreuzungspunkten nötig. Wichtig ist, dass beim Anhalten von Werkstückträgern die stetige Bewegung der übrigen Transportkette nicht unterbrochen wird – der Gesamtablauf muss fehlerlos und zeitlich exakt abgestimmt vonstatten gehen. Sowohl für die Taktzeit des Montageprozesses als auch für die Positioniergenauigkeit der Werkstücke sind das exakte Aufstoppen und meist auch die optimale Dämpfung der Werkstückträger entscheidend.

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Wörner Automatisierungstechnik stellt viele unterschiedliche Vereinzeler beziehungsweise Stopper her, die je nach Anwendung für eine optimale Dämpfung sorgen sollen. Das Portfolio umfasst sowohl standardisierte Komponenten als auch firmenspezifische Produkte. Für Flexlink-Kettenfördersysteme vom Typ XT und XT Kompakt stellt Wörner pneumatische Stopper bereit, die in ihrer äußeren Bauform an die Profile und Montagegegebenheiten der XT-Fördersysteme und im Bereich der Anschlagkanten an die Kontur der Werkstückträger angepasst sind. In solchen Fördersystemen werden oft mehrere in ihrer Funktion untereinander abgestimmte Stopper installiert und mit anderen Funktionsmodulen kombiniert, etwa Fixierstationen für lagegenaue Ausrichtung, Hubstationen oder Transferstationen für Querbewegungen.

Das modulare, doppelspurige Fördersystem XT ist besonders für die manuelle und automatische Montage sowie für Testsysteme in der Automobil-, Elektronik- und medizintechnischen Industrie geeignet. Auf Fördersystemen dieses Typs entstehen beispielsweise Getriebe, Computer, Nähmaschinen, Mobiltelefone, Brillen sowie medizinische oder elektronische Instrumente. Durch die modulare Konzeption sind die technische Auslegung und die Bestellung für den Kunden ganz einfach – er kann das System direkt online konfigurieren und vor Ort leicht in Betrieb nehmen, so der Anbieter. Standardmodule sind dabei Förderer, Transfereinheiten, Fixiereinheiten, Hub- und Dreheinheiten sowie Stützen und eben die systemspezifischen Stopper beziehungsweise Vereinzeler von Wörner.

In den Fördersystemen XT und XT Kompakt von Flexlink sind Vereinzeler der Delta-Baureihe von Wörner eingesetzt: Der Delta 0400 FL stoppt einen oder mehrere auflaufende Werkstückträger an definierten Anlageflächen. Seine Betätigung erfolgt pneumatisch. Es ist ein robuster und wirtschaftlicher Vereinzeler ohne Dämpfung, der sich bei Bandgeschwindigkeiten von sechs bis 36 Metern pro Minute einsetzen lässt. Durch einen induktiven Näherungsschalter erkennt der Delta 0400FL die obere und untere Position der Anschlagplatte.

Ein typisches Layout für ein XT-Fördersystem entsteht durch Zusammensetzen mehrerer Module – daraus ergeben sich Arbeitsplätze, Kurven, Highways. Charakteristisch für einen Highway ist der kontinuierliche Umlauf der Paletten, bis zum Beispiel ein Arbeitsplatz die Paletten abruft. Um den Geräuschpegel so niedrig wie möglich zu halten und die Paletten nicht unnötig zu behindern, sind die meisten direkt an den Highway angebrachten Stopper deaktiviert. Sie werden erst dann aktiviert, wenn eine Palette aus dem Highway heraus transportiert werden soll. Eine Ausnahme ist der serielle Arbeitsplatz im Fördersystem. Hier ist der Stopper permanent aktiviert, das heißt, alle Paletten kommen zum Stillstand.

Flexlink und Wörner arbeiten seit 1998 zusammen. Damals entstand beim Offenbacher Hersteller von Materialflusslösungen der Bedarf an Vereinzelern für die seinerzeit neu eingeführten XT-Fördersysteme. Allein im Jahr 2008 hat Wörner mehr als 4.500 Komponenten an Flexlink geliefert, darunter 2.500 Stopper und Dämpfer, die in XT-Fördersystemen verbaut werden – die meisten von ihnen im Werk Poznan. Die endgültigen Förderlinien mit Komponenten aus Denkendorf werden erst in den weltweit verbreiteten Flexlink-Verkaufseinheiten zusammengesetzt und an den Kunden geliefert. pb

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