Dachmarke Zimmer Group - The Know-how Factory

"Prozesse und Strukturen schärfen"

Bei Zimmer in Rheinau stehen die Weichen auf Zukunft - auch auf ferne Zukunft. Hier werden künftig alle bislang eigenständigen Einzelunternehmen unter der gemeinsamen Dachmarke Zimmer Group - The Know-how Factory gebündelt. Mit Günther Zimmer, einem der beiden geschäftsführenden Gesellschafter der Zimmer-Group, sprach handling-Chefredakteurin Petra Born.

Günther Zimmer, einer der beiden geschäftsführenden Gesellschafter der Zimmer-Group. (Foto: Born)

handling: Herr Zimmer, warum war die Umfirmierung und Neuaufstellung der Marke Zimmer Group nötig geworden?

Die Zimmer-Gruppe ist in den vergangenen Jahren sehr dynamisch und diversifiziert gewachsen. Mit diesem Wachstum sind unsere Strukturen nicht mitgewachsen. Wir sehen sowohl Notwendigkeiten als auch hohe Potenziale, indem wir unsere Prozesse und Strukturen schärfen und teilweise auch neu ausrichten. Dies ist sicherlich der Hauptimpulsgeber. Mit der Dachmarke Zimmer Group wollen wir unser Erscheinungsbild international deutlich stärken, ohne die starken Produktmarken Sommer-automatic, Zimmer und Benz zu vernachlässigen. Wir freuen uns aber auch, dass bereits die zweite Generation der Gründer Einzug im Unternehmen nehmen. Bei der Neuausrichtung wollen wir sie mitnehmen und gleichzeitig auf ihre Aufgaben vorbereiten. Dies sind alles Maßnahmen, um langfristig profitabel und gesund zu wachsen und den Geist des Familienunternehmens zu bewahren.

handling: Planen Sie weitere Einkäufe unter das Dach der Zimmer Group?

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Wir sind ein Familienunternehmen und wollen dies auch bleiben. Wir wollen für unsere Kunden und unsere Mitarbeiter verlässliche Partner sein. Effizienz, Verlässlichkeit und Bodenständigkeit sind für uns wichtige Tugenden. Wir sind durch eigene Kraft solide gewachsen und nicht durch Firmenzukäufe. Wir glauben an unsere innere Stärke. Vorrangig wollen wir auch durch diese wachsen. Trotzdem werden wir uns auch der Verantwortung stellen, unseren global agierenden Kunden in neue Märkte zu folgen, was für uns einen Ausbau unserer Gruppe in neuen Märkten und Regionen beinhaltet, ohne unsere Wurzeln zu vergessen oder zu vernachlässigen.

handling: Zu den bisher sechs Technologiebereichen Handhabungs-, Dämpfungs-, Linear-, Verfahrens-, Werkzeugund Maschinentechnik soll noch ein weiterer hinzukommen - wollen Sie uns den verraten?

Noch nicht, dafür ist es noch zu früh. Aber es gibt konkrete Überlegungen. Wir stehen für Wachstum und neue Ideen. Wenn sich dabei etwas Gutes ergibt mit Potenzial, sind wir immer offen und dabei. Sehen Sie die "Sieben" mal so: Wir haben noch Potenzial!

handling: Mit den diversen Produkten und Komponenten der Zimmer-Betriebe decken Sie einen sehr breiten Marktbereich ab. In welcher Branche sind Sie am erfolgreichsten?

Unsere Kernbranchen sind der Maschinenbau und die Automationstechnik. Diese Produkte gehen dann natürlich zu sehr unterschiedlichen Zielgruppen wie Werkzeugmaschinen, Holzbearbeitungsmaschinen, Verpackungstechnik, Automobilproduktion und viele mehr.

handling: In Ihrer Zentrale in Rheinau steht nun die "Zimmer Know-how Factory". Wie rekrutieren Sie den Nachwuchs für Forschung und Entwicklung?

Ein wesentlicher Punkt unserer Unternehmensphilosophie sind die Mitarbeiter. Wir haben permanent eine Ausbildungsquote von zehn Prozent. Neben den kaufmännischen und technischen Fachberufen entsteht hier auch Potenzial für weitergehende Berufsausbildungen, zum Beispiel duale Studiengänge, welche wir ebenfalls unterstützen. Unsere Firma liegt auch in einem guten Einzugsgebiet. Universitätsstädte wie Karlsruhe, Offenburg oder Freiburg sind direkt in der Nähe. Zimmer ist dort bekannt durch Projektarbeiten und Forschungsprojekte. Unser Unternehmen hat gerade  durch sein gutes Betriebsklima und seine motivierten und engagierten Mitarbeiter eine überregionale Wirkung, so dass wir darüber glücklich sind, bisher hier keine Probleme zu haben. Aktuell bewerben sich deutlich mehr hochqualifizierte Fachleute, als wir aufnehmen können.

handling: Die Sommer-Greifer sollen ihren Produktnamen behalten, die Dachmarke Zimmer wird aber künftig in den Vordergrund treten. Wie werden Sie das dem Motek-Besucher erläutern?

Mit Überzeugung und viel Kommunikation. Wir werden nun natürlich auch unsere Kunden persönlich anschreiben und informieren. Diese Informationsarbeit wir sicherlich ein großes Stück Arbeit sein. Aber wir haben uns darauf vorbereitet und müssen uns daran messen lassen. Letztendlich muss der Kunde einen Mehrwert haben, wenn alle Firmen und Technologien unter der Dachmarke Zimmer Group - The Know-how Factory auftreten. Das ist unser Ziel auch zur Motek.

handling: Bis wann wollen Sie die Umstrukturierung unter dem Zimmer-Dach abgeschlossen haben?

Wir arbeiten mit Hochdruck an diesem Projekt. Es geht um die Umfirmierung, einen neuen Internetauftritt, ein neues Messedesign, neue Prospekte und die Anpassung interner Strukturen - um nur einige wesentliche zu nennen. Wesentliche Teilprojekte sind bereits umgesetzt, wenn wir zur Motek kommen. Im letzten Quartal dieses Jahres werden wir noch diverse Restarbeiten national erledigen. Spätestens im Jahr 2014 ist die Umstrukturierung erledigt, und wir wollen dann die Effekte wirken lassen.

handling: Herr Zimmer, vielen Dank für das Gespräch. Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Motek!

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