Automatica-Nachlese

Raumflug in der Messehalle

Entertainment-Anwendungen mit Robotern
Den Besuchern der Automatica wurde nicht nur viel Information, sondern auch rasante Unterhaltung geboten. Beispielsweise mit einer Fahrt auf dem „Robocoaster“ von Kuka – dem weltweit ersten und bislang einzigen Roboter mit der Lizenz zum Personentransport. Ein weiteres Highlight war ein gemeinsam mit dem DLR entwickelter Roboter-Flugsimulator, der einen virtuellen Flug über den Mars ermöglicht.

Vor zwei Jahren präsentierte die Kuka Robot Group erstmals einen Roboter, an dessen Spitze eine Gondel für zwei Personen montiert war. Der „Robocoaster“ war geboren. Dieser erste Passagier-Roboter der Welt war damals noch mit einem festen Programm ausgestattet. In diesem Jahr stellte die Augsburger Roboterschmiede auf der Automatica die kommerzielle Weiterentwicklung vor. Die neue Generation bietet dem Fahrgast frei programmierbare Kombinationsmöglichkeiten, die rasante Fahrten aus wilden Drehungen, gewagten Loopings oder spektakulären Schwenkbewegungen um­fasst. Diesen Schwerlastroboter findet man in den Legoland-Parks in Dänemark und Deutschland. Weltweit wurden bisher mehr als 40 Einheiten verkauft.

Auf seinem Sitz finden zwei Personen Platz, die ihr Programm aus zahlreichen Bewegungsprofilen und Geschwindigkeiten wählen. Ein bisschen Mut ist dabei gefragt; egal, ob man es lieber sanft oder extrem mag. Besucher, die sich als „ganze Kerle“ outen, werden von dem Roboter nach oben, unten und quer durch den Raum gewirbelt. Dabei treten erhebliche Gravitationskräfte auf, die vom doppelten Körpergewicht bis zum Gefühl von Schwerelosigkeit reichen.

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Die Sicherheit steht für Kuka dabei immer an oberster Stelle. Die „Robocoaster“ wurden vom TÜV München entsprechend den relevanten Sicherheitsnormen zertifiziert. Dahinter steckt eine zuverlässige Konstruktion und Fertigungstechnik, die sich in über 60.000 Robotern weltweit bewährt hat.

Marserkundung per Roboter

Gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zeigte Kuka noch eine weitere Attraktion, die gleich zwei Premieren beinhaltete: Erstmals wurde ein Flug über den Mars mit Hilfe eines Roboters simuliert und zum ersten Mal basiert eine Flugsimulation auf den Daten der Marsoberfläche, die der europäische Orbiter „Mars Express“ aufnahm.

Das Herzstück ist der „Robocoaster“. An seiner sechsten Achse war ein Sitz montiert, davor ein riesiger Bildschirm installiert. Im Simulator konnte man sich wie ein Raumfahrer fühlen – so realistisch waren die dreidimensionalen Darstellungen der Berge, Krater und Schluchten. Sie wurden mit einer hoch auflösenden Stereokamera während der Mission „Mars Express“ der europäischen Weltraumagentur ESA aufgenommen, die am 2. Juni 2003 im Kosmodrome Baikonur (Russland) startete. Aus den Bildern errechnete man ein digitales Geländemodell.

Während der Schwerlastroboter synchron zur Flugbahn verfährt, erzeugt der Simulator die Illusion, dass man sich auf längeren Strecken vorwärts, nach oben oder unten bewegt und so durch die ­Canyons und über die Berge auf der Mars­oberfläche gleitet. Untermalt wird der Flug von extra dafür konzipierten Tönen und Musik. Der Flug über die Marslandschaft einschließlich des im Zeitraffer durchgeführten An- und Abflugs dauert etwa 120 Sekunden.

Diese „kosmische“ Anwendung deutet bereits den Trend zu multisensoriellen Robotern als Assistenten in der Produktion und im Service an – Applikationsbeispiele für den künftigen Einsatz der Marskamera auf der Erde. Gunthart Mau

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