Sachsen/Thüringen

Wirtschaftsbeschleuniger

Innovative Antriebe für Spezialaufgaben
Arbeitsplätze werden nicht von der Politik geschaffen, sondern von Unternehmen. Dass das auch heute mit Erfolg möglich ist, zeigt die Thüringer Firma Jenaer Antriebstechnik. Innerhalb von fünf Jahren konnte sie ihre Mitarbeiterzahl mehr als verdoppeln.

Die Jenaer Antriebstechnik GmbH wurde 1991 am Technologiestandort Jena gegründet. Ziel der Gründer war es, technisch anspruchsvolle Antriebslösungen für Spezialaufgaben zu entwickeln. Einen großen Schritt nach vorn machte das Unternehmen 1998 mit der Entwicklung des Ecostep, eines encoderkommutierten Steppers, der einfache Schrittmotoren in hochpolige Servos umwandelt. Mit diesem Konzept hatte sie ein Serienprodukt geschaffen, das den Grundstein für eines der drei Firmenstandbeine legte.

Das zweite wichtige Standbein schuf sich das thüringer Unternehmen mit der Entwicklung von High-Tech-Komponenten für die Medizintechnik: Jenaer Antriebstechnik liefert die Positionierantriebe für die Patientenliegen in Magnet-Resonanz-Tomografen der Firma Siemens Med. Seit 2002 konzentrieren sich die Jenaer noch auf einen dritten Bereich: Mit dem Aufbau einer Mechatronik-Sparte wollen sie in Zukunft verstärkt mit einbaufertigen, hochpräzisen Mehrachssystemen an den Markt gehen.

Expansion nach West und Ost

Das Konzept der drei Standbeine ist bis heute gut aufgegangen. Waren 1999 noch 19 Mitarbeiter(innen) am Standort Jena beschäftigt, sind es heute 45. Zusätzlich unterhält die Firma mittlerweile zwei Vertriebsbüros in Wülfrath/Düsseldorf und Peißen/München sowie ein internationales Distributorennetz.

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Auch im Hinblick auf die Globalisierung hat das Unternehmen die Zeichen der Zeit erkannt und mit einem Joint Venture im chinesischen Shenzhen den Einstieg in den asiatischen Markt geschafft. Hier legen die Jenaer viel Wert auf ihr Konzept, dass man in China nicht nur billig einkaufen, sondern auch die eigenen Produkte verkaufen möchte. Auch so werden die Arbeitsplätze in Deutschland gesichert.

In Europa hält die Firma eine Beteiligung an einem italienischen Motorenhersteller, um den europäischen – und künftig den amerikanischen – Markt mit leistungsfähigen und qualitativ hochwertigen Servomotoren, auch für explosionsgefährdete Bereiche, bedienen zu können.

Soviel Engagement schlägt sich auch im Umsatz nieder: Seit 1999 hat er sich fast verdreifacht. Um dem zunehmenden Platzbedarf gerecht zu werden, wurde die Produktionsfläche im Jahr 2004 durch einen Neubau verdoppelt. (gm)

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