Sonderteil Sachsen-Thüringen

Klein und hochpräzise

Messtechnik im Mikrometerbereich
Numerik Jena entwickelt und produziert Messsysteme zur Positionsrückmeldung in der Automatisierungstechnik. Das als Ausgründung von Carl Zeiss Jena 1998 entstandene Unternehmen wächst seit seiner Neugründung kontinuierlich: Nach dem Start mit 27 Beschäftigten ist die Mitarbeiterzahl Ende 2005 auf rund 70 angestiegen. Dabei kann das Unternehmen nicht nur auf über 35 Jahre Erfahrungen in Entwicklung, Fertigung und Vertrieb von Messsystemen zurückblicken. Heute ist Numerik Jena weltweit mit 15 Vertretungen in Europa, Amerika und Asien vertreten.

Zu den Kernprodukten des Unternehmens gehören extrem kleine Messsysteme, die Längen und Winkel exakt in hoher Auflösung erfassen. Möglich wird das durch die Kombination von modernster Mikroelektronik mit Sensortechnik. In Verbindung mit Direktantrieben wie Linearantrieben oder Torquemotoren lassen sich so hochdynamische Mess- und Positionieraufgaben realisieren. Eine innovative Technologie, die durch verschiedene Patente gesichert wird.

Verwendung finden die Produkte von Numerik Jena in unterschiedlichsten Branchen: Beispielsweise in Messeinrichtungen der Halbleiterindustrie, Leiterplatten-Bestückungsautomaten und Lineareinheiten/Linearantriebe. Auch Koordinatentische und -messgeräte, Messmikroskope sowie Präzisionsbearbeitungsmaschinen oder Positionier- und Messeinrichtungen der Medizintechnik sind Anwendungsfelder. Zu den wichtigsten Produkten von Numerik Jena zählen Linearmesssysteme mit Auflösungen bis 0,05 Mikrometer, die bis auf einen Mikrometer maßstabgenau auch für kleine Einbauräume geeignet sind. Wahlweise sind auch integrierte Endlagensensoren erhältlich. Extrem flache, rotative Messsysteme mit hoher Auflösung für Rundachsen und Torquemotoren runden das Angebot ab.

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Dabei ist das Unternehmen stets auf der Suche nach neuen Lösungen: Dank einer Interpolationselektronik, die im Messkopf oder im 15-poligen D-SUB-Stecker integriert ist, können jetzt Auflösungen bis zu 0,05 Mikrometer ohne Zusatzelektronik erreicht werden. Die zulässige Verfahrgeschwindigkeit konnte auf zehn Meter pro Sekunde bei Sinus- beziehungsweise auf 1,6 Meter pro Sekunde bei Rechteck-Signalausgang mit 0,1 Mikrometer Auflösung gesteigert werden. Auch die kurzperiodischen Positionsabweichungen wurden durch eine elektronische Kompensation von Amplituden- und Offsetschwankungen der Rohsignale signifikant reduziert. Nicht zuletzt erleichtert eine helle LED den mechanischen Anbau, indem sie über den Justierzustand des Messkopfes informiert.

All diese Neuerungen sind sowohl in der neuen Baureihe LIA mit den Abmessungen und Anbaubedingungen der Standard-Meßsysteme LIE 5 und LIE 12, als auch in den extrem kleinen Messköpfen der Kompaktbaureihe LIK und in den rotativen Messsystemen RIK integriert. Die bekannten Features wie Doppelfeldabtastung, integrierte Schaltsensoren und die Möglichkeit des elektronischen Signalabgleiches bleiben parallel erhalten. Als Maßstäbe dienen die vom LIE bekannten selbstklebenden Singleflex- und Doubleflex-Maßbänder mit thermisch definiertem Verhalten in Genauigkeitsklassen bis zu plus/minus einem Mikrometer.(gb)

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