Leipziger Messe

Die Welt in einer Nuss

Leipziger Messe weiter im Aufwind
Blick auf das Leipziger Messegelände, das mit seiner Logistik und seiner beeindruckenden Glas- und Stahlarchitektur wohl zu den modernsten Ausstellungs- und Kongresszentren in Europa gehört.
Leipzig ist der größte, bekannteste und auch bedeutendste Messestandort in Mitteldeutschland, der zum marktführenden Messeplatz in der entstehenden Euroregion Mitteldeutschland-Polen- Tschechien werden will.

Drei grundlegende Aufgaben weist die Unternehmensstrategie der Leipziger Messe dafür aus: Erstens ist das Messeprogramm weiter zu optimieren, was auch in Anlehnung an die Clusterentwicklung in Mitteldeutschland erfolgen soll. Zweitens, die Wirtschaftlichkeit der Leipziger Messe ist zu verbessern. Drittens wird auf den intensiven Ausbau des Auslandsgeschäftes gesetzt.

Die Leipziger Messe gilt als eine der ältesten Messen der Welt. Sie blickt auf eine bewegte und bewegende 800jährige Geschichte zurück (Goethe: „…eine Messe in Leipzig, das ist die Welt in einer Nuss.“). So galt sie vor dem ersten Weltkrieg als weltweit führende Messe. Zu DDR-Zeiten war der Messestandort der wichtigste Veranstaltungsort im Osten, die Ost-West-Drehscheibe zwischen zwei verschiedenen Wirtschaftssystemen. Durch die Wiedervereinigung Deutschlands 1990 änderte sich auch für die Leipziger Messe die Situation grundlegend: Weg von den Universalmessen zweimal im Jahr und hin zu thematisch vielfältigen Fachmessen hieß die inhaltliche Neuausrichtung. Dazu gehörte auch der 1993 begonnene und 1996 beendete Neubau des 100.000 Quadratmeter großen Messegeländes. Mit seiner Logistik und seiner beeindruckenden Glas- und Stahlarchitektur zählt es wohl zu den modernsten Ausstellungs- und Kongresszentren in Europa.

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Die Leipziger Messe gehört heute wieder zu den zehn marktführenden Messplätzen in Deutschland. Allein 2007 kamen nahezu 13.000 Aussteller zu den thematisch weit gespannten 31 Fach- und Publikumsmessen mit fast 1,3 Millionen Besuchern nach Leipzig. Top-Veranstaltungen sind die Autoschau AMI, die Leipziger Buchmesse sowie die Medizintechnikmesse Orthopädie und Reha-Technik. Zu den florierenden Veranstaltungen zählen auch die Industrie-Fachmessen. Das gilt ganz besonders für die Maschinenbaumesse Intec (mit ihrer Ausrichtung auf Fertigungstechnik, Werkzeug- und Sondermaschinenbau) und die Zuliefermesse Z (mit ihrem Schwerpunkt auf Zulieferungen für die Automobilindustrie und den Maschinen- und Anlagenbau), die in Leipzig als Messe-Duo veranstaltet werden. 2008 kamen zu diesen beiden Veranstaltungen fast 17.000 Besucher, um die Produkte und Dienstleistungen von zirka 1.200 Ausstellern aus 28 Ländern auf 42.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche zu besichtigen. Damit wuchs das Messe-Duo 2008 erneut sowohl hinsichtlich der Ausstellungsfläche, der Besucher und der Aussteller, die nicht nur aus allen deutschen Bundesländern, in denen der Maschinenbau eine wichtige Größe ist, sondern auch aus West- und Osteuropa sowie Asien anreisten. Das seit 1996 anhaltende enorme Wachstum der Maschinenbaumesse Intec korrespondiert mit dem steigenden wirtschaftlichen Erfolg des Werkzeug- und Sondermaschinenbaus in Mitteldeutschland, der in der dafür traditionsreichen Wirtschaftsregion wieder zu den wichtigsten und erfolgreichsten Industriebranchen zählt.
Nicht zuletzt die insgesamt zu erwartende weitere positive Marktentwicklung des Maschinenbaus und der Zulieferindustrie stimmt die Messemacher in Leipzig auch für die zwölfte Intec und zehnte Zuliefermesse Z im Jahr 2009 optimistisch. Der nächste Auftritt des Messeduos findet vom 24. bis 27. Februar 2009 statt.

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