Förderbänder, Frästeile, Anlagenbau

Förderbänder, Sondermaschinen und große Frästeile

Auf drei Beinen stehen heißt, sicher und ohne zu kippeln einen soliden Stand zu haben.
Ralf Peter Kroschel, Geschäftsführer der IWB Industrietechnik in Gotha
Nach diesem Motto hat die IWB Industrietechnik in Gotha ihre Geschäftsfelder ausgerichtet.



So werden mit einem modernen Maschinenpark komplexe Frästeile gefertigt. „Da unsere Kunden aus verschiedenen Branchen Teile nach Zeichnung bei uns bestellen, sind wir mit unseren acht Bearbeitungszentren sowohl auf kleine Serienteile als auch auf komplizierte große Einzelteile eingestellt“, sagte Geschäftsführer Ralf-Peter Kroschel.

Im Januar 2008 ist die Firma in eine größere Halle am neuen Standort in Gotha/Thüringen umgezogen. Hauptgrund dafür ist die Anschaffung der CNC-Portalfräsmaschine „Huron“, die eine Fünf-Achsenbearbeitung bis zu Abmessungen von 3000 mal 1500 mal 900 Millimetern ermöglicht, gewesen. Solche großen Teile mit hohen Genauigkeitsforderungen werden von vielen Firmen des Maschinenbaus benötigt. Das Fertigungsspektrum und die Kapazität des Unternehmens werden dadurch vergrößert. Sämtliche Fräsmaschinen sind mit einem CAD/CAM-Platz vernetzt, so dass die CNC-Programme sehr effektiv erstellt und an die Maschinen übertragen werden können. Bei Bereitstellung von 3D-Modellen können die Kunden den Vorteil der kürzeren Durchlaufzeiten auf Grund der schnelleren Programmierung auch finanziell spüren.

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Das zweite Geschäftsfeld der IWB Industrietechnik ist der Anlagenbau. So werden Transferanlagen und Montageautomaten entwickelt und gebaut. Einen großen Umfang hat die Herstellung von „Roboterhänden“ für das Einlegen oder das Entnehmen von Teilen in beziehungsweise aus Spritzgießmaschinen. Hier verfügt das Unternehmen über langjährige Erfahrungen. Außerdem fertigt die IWB automatische Strahlanlagen für Kleinteile. Damit kann unter anderem in der Kunststoffteilefertigung der Grat der Formtrennebene beseitigt werden.

„Als drittes Standbein haben wir ein breites Spektrum an Komponenten für den Maschinenbau“, sagt der Geschäftsführer Ralf-Peter Kroschel. Dazu gehören pneumatische Handhabungsmodule, Lineartechnik und Förderbänder. Dabei haben die Kleinförderbänder Minitrans den größten Anteil.

Neueste Entwicklung ist ein Flachband mit innenliegendem Antrieb, der extrem leise ist. Damit eignet sich das Band besonders für Laboranwendungen oder den Einsatz in ruhigen Umgebungen. Standardmäßig stehen vier Baugrößen von 23 über 33 und 65 Millimeter bis hin zu 100 Millimeter Trommeldurchmesser zur Verfügung. Die Bänder sind modular und sehr kompakt gestaltet. Besonders bedeutsam ist die patentierte rollende Messerkante. Damit können Flachbänder bis zu 1.300 Millimeter Breite mit einem Umlenkradius von vier Millimeter ausgerüstet werden. „Unsere Marktbegleiter können den Gurt nur um eine stehende Welle umlenken, benötigen dazu hohe Antriebskräfte und müssen mit starkem Verschleiß des Gurtes leben“, weiß Marco Jordan aus der Konstruktionsabteilung der IWB. „Bei unserer Messerkante ist die Reibung und damit der Verschleiß wesentlich geringer und die Lebensdauer entsprechend größer“, setzt Jordan hinzu.

Die wirtschaftliche Lage sieht das Unternehmen als sehr gut an. Allein von 2006 zu 2007 hat es eine Umsatzsteigerung im zweistelligen Bereich gegeben, die auch in 2008 angepeilt wird. IWB beschäftigt gegenwärtig 36 Mitarbeiter und vier Auszubildende. bb

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