Flexible Bildschirme

Wettlauf mit der Zeit

Das erste elektronische Papier soll aus Dresden kommen
So wird die Fabrik nach den Entwürfen von Seidel Architekten/Blaurock Landschaftsarchitektur aussehen. (Bild: Claudia Blaurock, Dresden)
Im weltweiten Wettlauf der Standorte hat wieder einmal Europas führender Forschungs- und Mikroelektronikstandort Dresden das Rennen gemacht. Vielen Auswärtigen nur als Kulturstadt an der Elbe bekannt, kann die Landeshauptstadt des Freistaates Sachsen längst eine eindrucksvolle wirtschaftliche Entwicklung vorweisen.

Der jüngste Erfolg: Gerade lässt die britische Firma Plastic Logic zwischen der imposanten Chipfabrik von AMD und dem Flughafen Dresden an der Autobahn A4 ein Werk errichten. Es wird die erste kommerzielle Fabrik, in der flexible Displays hergestellt werden – die entscheidende Komponente für das lang ersehnte „elektronische Papier“, dem weltweit ein Milliardenmarkt prognostiziert wird.

Damit sind die intensiven Bemühungen der Landeshauptstadt Dresden und des Freistaates Sachsen um den künftigen Produktionsstandort von Erfolg gekrönt. Ein wichtiges Argument für den Standort Dresden waren die hier bereits erfolgreich tätigen und den Mikroelektronikstandort Dresden prägenden Unternehmen, wie Advanced Micro Devices (AMD), Infineon sowie Qimonda. „Im weltweiten Standortwettbewerb konnten wir einmal mehr überzeugen. Wir sind stolz auf diese Entscheidung des auf dem Gebiet der Printed Electronics Technologie führenden Entwicklungsunternehmens Plastic Logic“, so Dresdens Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert.

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Wie Project Manager Chris Chilton berichtet, konnte Dresden vor allem mit dem glaubwürdigen Versprechen punkten, den Bau der Fabrik für zunächst 140 Mitarbeiter innerhalb kurzer Zeit möglich zu machen. Dies bedeute einen enormen Vorsprung gegenüber dem Wettbewerb, fügt Chilton hinzu. Denn viel Zeit wird dem Unternehmen nicht bleiben, um den mit der Innovation entstehenden Markt allein bedienen zu können. Damit ist die Eile, die das Unternehmen an den Tag legt, verständlich – ist doch jeder Tag, an dem die Produktion früher aufgenommen werden kann, bares Geld wert. Da ist es auch von entscheidender Bedeutung, dass der Bauherr, die Firma TLG Immobilien, mit ihrem förderfähigen und servicestarken Bau- und Finanzierungsprogramm ImmoLeasing plus eine schnelle Realisierung gewährleisten kann. Das auf die ostdeutschen Bundesländer spezialisierte Unternehmen wird von Ende April bis Anfang August die Produktionshalle fertig stellen, bis Ende des Jahres folgt das Verwaltungsgebäude. Die Gesamtinvestition beträgt circa 96 Millionen Euro.

Mehr als eine Million der flexiblen Bildschirme will Plastic Logic pro Jahr in Dresden herstellen. Zahlreiche, völlig neue Anwendungsbeispiele – wie etwa die elektronische Zeitung, digitale Plakate oder flexible Displays als Accessoires für Textilien – werden mit den leichten, biegsamen und speicherfähigen Bildschirmen entstehen. Ein gigantischer, weltweiter Markt, den es künftig von Dresden aus zu bedienen gilt. Ganz in der Nähe hat TLG Immobilien in ihrem Gewerbepark data.base am Flughafen Dresden weiteres Bauland in bester Nachbarschaft und mit optimaler Verkehrsanbindung – inmitten von Silicon Saxony. bb/pb

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