Handling regional Sachsen/Thüringen

Im Glanz der Leuchttürme

Der Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Dresden
Als Mikroelektronikstandort von europäischer Dimension boomt die Dresdner Wirtschaft. Von 1990 bis März 2005 wuchs der Unternehmensbestand von 12.000 auf über 41.100 Gewerbebetriebe.

Der Wirtschaftsraum Dresden ist traditionell durch eine große Branchenvielfalt im verarbeitenden Gewerbe gekennzeichnet, mit besonderen Schwerpunkten in den Hochtechnologie orientierten Bereichen. Als Cluster – also Bereiche, in denen zahlreiche Unternehmen mit Forschungseinrichtungen und weiteren Dienstleistern (Bildungseinrichtungen, Finanziers, lokale Verwaltungen) gut vernetzt sind – wurden folgende Industriezweige identifiziert: die Mikroelektronik, Informations- und Kommunikationstechnologie (20.000 Beschäftigte in mehr als 760 Firmen), der Maschinen- und Anlagenbau sowie die Fahrzeug-, Luft- und Raumfahrtindustrie, ferner die Biotechnologie und Neue Werkstoffe (einschließlich Oberflächenbearbeitung und Nanotechnologie).

Warum Dresden für Hochtechnologieunternehmen so interessant ist, hat Jerry Sanders, Alt-Chef von Advanced Micro Devices (AMD), auf einen Punkt gebracht: „It´s all about people!“. Laut Statistik haben 27 Prozent der Dresdner das Abitur in der Tasche, 30 Prozent verfügen über einen Fach-, Fachhoch- oder Hochschulabschluss. Worauf Sanders jedoch besonders verweist, ist die große Flexibilität der Dresdner, ihre Aufgeschlossenheit gegenüber der Technik und modernen Technologien. Eine aktive Wirtschaftspolitik der Stadt, die Förderpolitik des Freistaates, in Wachstumskerne und somit in „Leuchttürme“ zu investieren, hat sich für Dresden und seine Unternehmen sehr anschaulich bewährt. Auch der Mittelstand profitiert durch vielfältige Verflechtungen und somit Aufträge von dieser Entwicklung.

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In und um Dresden befindet sich die höchste Konzentration von Forschungseinrichtungen in ganz Ostdeutschland. Dazu gehören die TU Dresden (Volluniversität mit 14 Fakultäten), TU Bergakademie Freiberg, Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden, ferner drei Institute der Max-Planck-Gesellschaft mit Grundlagenforschung in der Genetik, Chemie und Physik, zehn (künftig elf) Einrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft (mit Schwerpunkt unter anderem auf dem Gebiet der angewandten Materialforschung) sowie vier Leibniz-Institute.

Mit 2.600 in Forschung und Entwicklung beschäftigten Mitarbeitern in Dresdner Betrieben und neun reinen Forschungs-GmbHs konzentrieren sich 30 Prozent des sächsischen Industrieforschungspotenzials in Dresden. Die Auszeichnung Dresdens als „Stadt der Wissenschaft 2006“ ist Ausdruck dieser Wissenschaftslandschaft und des engen Zusammenwirkens aller Akteure. (gm)

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