Special Wirtschaftsregion Mitteldeutschland

„Wir schauen optimistisch nach vorne“

Maschinenbauer und Zulieferer treffen sich in Leipzig
Dr. Deliane Träber im Gespräch mit Dr. Bernd Bräuer: Mit dem Messedoppel 2011 an den Erfolg von 2009 anknüpfen. (Foto: Messe Leipzig)
Vom einzelnen Bauteil bis hin zur fertigen Werkzeug- und Sondermaschine reicht das Portfolio der Maschinenbaumesse Intec und der Zuliefermesse Z, die erneut als Messedoppel vom 01. bis 04. März 2011 in Leipzig veranstaltet werden wird.

Dr. Bernd Bräuer sprach mit Dr. Deliane Träber, Geschäftsbereichsleiterin Industriemessen und Prokuristin der Leipziger Messe, über Erfolg und Vorbereitung.


handling: Frau Dr. Träber, Sie sind Geschäftsbereichsleiterin der Leipziger Messe. Welche Aufgaben stehen im Mittelpunkt Ihrer Arbeit?
Dr. Träber: Meine Aufgaben als Geschäftsbereichsleiterin sind vielfältig. Drei miteinander verbundene Schwerpunkte möchte ich Ihnen nennen: Da ist zunächst die strategische Entwicklung, Optimierung und die effiziente Umsetzung der bestehenden Fachmessen, aber auch das Herausarbeiten neuer Messethemen. Zweitens akquiriere ich für die Messen im In- und Ausland und, davon nicht zu trennen, nehmen drittens die Kommunikation und Verhandlungen mit Vertretern von Verbänden, Clustern und Netzwerken etc. breiten Raum ein.

In meinem Verantwortungsbereich liegen 14 Fachmessen – dazu gehören unter anderem die Maschinenbaumesse Intec und die Zuliefermesse Z…


handling: …die als Messe-Doppel veranstaltet werden und im Jahr 2009 sehr erfolgreich gewesen sind.
Dr. Träber: Der bisherige Höhepunkt einer sehr positiven Entwicklung: 2009 kamen 1.320 Aussteller – zirka 14 Prozent mehr als im Jahr 2008 – und 20.200 Besucher – etwa 20 Prozent mehr als im Vorjahr – nach Leipzig. Besonders die Maschinenbaumesse Intec hat einen regelrechten Entwicklungssprung vollzogen. Ihre Ausstellungsfläche hat sich seit ihrem Umzug nach Leipzig im Jahr 2007 verdoppelt.

handling: Wo sehen Sie die Ursachen für diesen bemerkenswerten Erfolg?
Dr. Träber: Im Zusammenspiel vieler Faktoren. So ist es uns gelungen, mit der Kombination von Zuliefermesse und Maschinenbaumesse eine Alleinstellung im Markt herauszuarbeiten. Die Stärke des Messeverbunds liegt in der Präsentation übergreifender Fachthemen entlang der gesamten Prozess- und Abnehmerkette. Damit konnten und können wir führende, weltweit agierende Hersteller aus allen deutschen Industrieregionen, in denen der Maschinenbau eine bedeutsame Rolle spielt, als Aussteller für die Intec gewinnen. Die daraus erwachsenden Synergien, sowohl für Messebesucher als auch für Aussteller gehören ebenfalls zu den Erfolgsgründen des Messe-Duos …

handling: ... und sicher auch, dass der Maschinenbau und die Automobilindustrie sowie die entsprechende Zulieferindustrie in Mitteldeutschland zu den führenden Industriebranchen gehören.
Dr. Träber: Das ist ein ganz entscheidender Punkt: Diese Branchen sind in den letzten Jahren quantitativ und qualitativ enorm gewachsen. Die damit einhergehende Entwicklung des Nachfragemarktes spiegelt sich auch auf der Messe wider und wird nicht zuletzt durch den hohen Anteil von Ausstellern und natürlich auch von Fachbesuchern aus Mitteldeutschland auf diesen Messen augenscheinlich belegt.

handling: Intec und Z sind 2009 in einen Zwei-Jahresrhythmus gewechselt. Das nächste Messe-Doppel wird somit Anfang März 2011 stattfinden?
Dr. Träber: Ja, vom 1. bis 4. März und sozusagen als Auftakt des Branchenjahres. Bereits seit längerem wird seitens der Aussteller der Wunsch an uns herangetragen, wie bei vielen anderen Investitionsgütermessen üblich, auch mit Intec und Z in einen Zwei-Jahres-Rhythmus zu wechseln – unter anderem mit Blick auf Innovationszyklen in der Industrie. Diese Konzentration wird zum nationalen und internationalen Ausbau dieser Messekombination beitragen.

handling: Wo stehen Sie gegenwärtig in der Vorbereitung dieser Messen?
Dr. Träber: Wir sind sicher auf einem guten Weg. Mitteldeutschland als Kerngebiet ist und bleibt im Fokus unserer Aktivitäten. Hier können wir uns auf ein Netzwerk verlässlicher Partner stützen. Darüber hinaus liegt unser Augenmerk natürlich auf den für den Maschinenbau insgesamt wichtigen Regionen Deutschlands und im Ausland. Und: In Europa gibt es nur noch wenige spezialisierte und erfolgreich im Markt agierende Zuliefermessen – es ist uns durch permanente Präsenz gelungen, die Z in dieser Riege dauerhaft zu etablieren und – vor allem in Mittel- und Osteuropa – als feste Größe im Veranstaltungskalender zu platzieren. Inhaltlich werden wir das bewährte Konzept der Messekombination beibehalten; einhergehend mit einer weiteren Profilschärfung für 2011.

handling: Was heißt das konkret?
Dr. Träber: Wir beobachten den Markt genau. Neue Entwicklungen, neue Themen etc. greifen wir auf und integrieren sie. Die Erfordernisse des energie- und ressourceneffizienten Produzierens sind aktueller den je und werden sich in den Exponaten der Aussteller und im Fachprogramm widerspiegeln. Aber auch die im Bereich der Automation, Energie- und Elektrotechnik oder im Einsatz neuer Werkstoffe liegenden Potentiale werden weiter ausgebaut.

handling: Glauben Sie, dass das Messeduo aus Intec und Z auch 2011 weiter wachsen wird?
Dr. Träber: Was die Zukunft dieser beiden Messen angeht, können wir optimistisch nach vorne schauen. Das belegen nicht zuletzt unsere Gespräche, die wir mit Unternehmen im In- und Ausland geführt haben und gegenwärtig führen. Natürlich wissen wir nicht, wie schnell sich Industrie und Wirtschaft erholen werden. Die Erwartung, an das Messeergebnis von 2009 in Ausstellerzahl und vermieteter Fläche auch in 2011 anzuknüpfen, ist aus jetziger Sicht nicht unrealistisch. Besucherseitig werden wir die vorhandenen Potentiale aktivieren und neue Abnehmergruppen ansprechen.

handling: …wozu sicher wieder Fachveranstaltungen beitragen, die das Messedoppel begleiten?
Dr. Träber: In der Tat. Das Programm verspricht eine Reihe fachlicher Höhepunkte, unter anderem die Zukunftskonferenz Maschinenbau, der Kongress Ressourceneffiziente Produktion, der Kongress MicroCar zum Einsatz von Mikro- und Nanotechnologien im Automobil- und Maschinenbau sowie der Wettbewerb um den Intec-Preis.

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