Messe Intec und Z

„Positive Signale“

Die Messen Intec und Z kommen im nächsten Frühjahr wieder im Doppelpack
Bei der Geschäftsbereichsleiterin der Leipziger Messe Dr. Deliane Träber (li.) und der Projektdirektorin Kersten Bunke-Njengué (re.) laufen die Fäden für die Organisation der Intec und Z zusammen. (Fotos: Leipziger Messe GmbH)
Seit fünf Jahren finden die Messen Intec und Zuliefermesse Z als Duo statt. Mit Erfolg, denn sowohl Aussteller- als auch Besucherzahlen sind seither stark gewachsen. Längst ist die regionale Leistungsschau zum überregional beachteten Ereignis avanciert. Wer seinen Absatzmarkt im Osten Deutschlands und darüber hinaus sucht, kommt nach Leipzig. Zur Messe vom 26. Februar bis 01. März 2013 plant der Veranstalter, die Messe Leipzig, eine Sonderschau zum Thema Bearbeitung neuer Materialien. Mit der Messemanagerin Dr. Deliane Träber sprach handling-Chefredakteurin Petra Born.

handling: Frau Dr. Träber, in etwa einem Dreivierteljahr findet die nächste Intec statt. Wie ist der aktuelle Stand der Vorbereitungen?
Dr. Träber: Die Vorbereitung der Intec läuft sehr gut. Unser Ziel ist es, hier in Leipzig wieder eine erfolgreiche Plattform für insgesamt gut 1.400 Aussteller bei Intec und Z zu schaffen. Wir rechnen mit einem Wachstum von rund fünf Prozent gegenüber der vergangenen Messe vor zwei Jahren – hier waren es allein bei der Intec 872 Aussteller. Noch vor der Sommerpause starten wir die Hallenaufplanung der Intec. Die Anmeldungen zur Z kommen auf Grund eines differenzierteren Marketingverhaltens verstärkt im Herbst.

handling: Die Maschinenbauer treffen hierzulande auf eine gut bestellte Messelandschaft für ihre spezifischen Produkte und Themen. Wie überzeugen Sie die Unternehmen, auch nach Leipzig zu kommen?
Dr. Träber: Wir als Messeveranstalter in Leipzig bieten unseren Ausstellern aus den Bereichen Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinenbau einen kräftig wachsenden Markt hier in Ostdeutschland, der gleichzeitig auch überregional deutlich an Reichweite zulegt. Vor allem in Mitteldeutschland ist der Maschinenbau in den vergangenen Jahren wieder erstarkt. Gleichzeitig hat sich auch eine leistungsfähige Zulieferindustrie entwickelt. Deshalb konnte unsere Messe auch in der geschehenen Weise wachsen und sich etablieren. Wir haben dem Duo Intec/Z als der bedeutendsten Investitionsgütermesse in Ostdeutschland ein attraktiveres Profil gegeben und nicht zuletzt auch mit dem Zweijahresrhythmus auf den Messemarkt reagiert – obwohl die Zulieferfirmen zur Auftragsgenerierung durchaus beim jährlichen Rhythmus geblieben wären. Als Industriemessedoppel sind wir sehr breit aufgestellt und bilden ein weites Themenspektrum ab. Das hat Aussteller und Besucher überzeugt.

handling: Woher kommen die Besucher dieser Messe?
Dr. Träber: Ganz klar: Viele Besucher kommen aus den neuen Bundesländern. Zunehmendes Besucherwachstum verzeichnen wir aus den angrenzenden Bundesländern. Im Fokus stehen auch Messebesucher aus den osteuropäischen Ländern, denn hier liegt ein sehr starker Nachfragemarkt.

handling: Sind auch osteuropäische Aussteller auf der Intec/Z zu finden?
Dr. Träber: Auf der Intec ist der Anteil eher gering. Der hiesige Absatzmarkt ist schwierig. Dennoch stellen bereits einige polnische und tschechische Unternehmen auf der Intec aus. Zur Z kommen mehr als 30 Prozent der Aussteller aus dem Ausland und davon wiederum die Hälfte aus Osteuropa, hauptsächlich aus Tschechien, Polen und Rumänien. In diesen Ländern ist die Z sehr bekannt und anerkannt. Die Z ist sowohl ausstellermäßig als auch hinsichtlich der Besucher von Beginn an sehr international. Man findet hier viele Gemeinschaftsbeteiligungen, weil die Zulieferindustrie von der Außenwirtschaft der Länder, zum Beispiel Tschechien als besonders wichtig eingestuft wird.

handling: Gibt es einen Themenschwerpunkt, den Sie zur nächsten Messe besonders fokussieren werden?
Dr. Träber: Natürlich stehen die Themen Energieeffizienz und optimierte Produktionsabläufe auch bei unseren Ausstellern obenan. Aktuell ist eine Sonderschau zur Problematik der Bearbeitung neuer Materialien in Vorbereitung. Dieses Schlüsselthema hat sich aus Gesprächen mit unseren Ausstellern entwickelt. Wir werden die Sonderschau mit unserem Partner, dem Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik in Dresden ILK, realisieren und im Verlaufe der nächsten Wochen inhaltlich konkretisieren.

handling: Was unternehmen Sie, um junge Menschen aufs Leipziger Messegelände zu bringen und sich für industrielle, technische Themen zu interessieren?
Dr. Träber: Für junge Leute gibt es seit 2008 einen Studententag mit einem umfangreichen Angebot. Am letzten Messetag, am Freitag, veranstalten wir mit unserem Partner, der Verbundinitiative Maschinenbau Sachsen (Vemas) eine Podiumsdiskussion mit anschließender Jobbörse. Hier können die angehenden Fachleute mit Unternehmen, vor allem Ausstellern der Messe, Kontakte knüpfen, Gespräche führen und Praktikumsangebote annehmen. Diese Treffen sind ein direkter Kommunikationsweg zwischen qualifizierten Absolventen der regionalen Universitäten und Hochschulen mit der Wirtschaft.

handling: Welches Messe-Highlight dürfte Besucher und Aussteller besonders interessieren?
Dr. Träber: Neben der schon erwähnten Sonderschau wird auf jeden Fall die Innovationsschau der Z interessieren. Hier zeigt die ausstellende Zulieferindustrie ihre Neuheiten. Vor allem sollte man aber den Intec-Preis nicht verpassen, der im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung vergeben wird: Er geht nach einem vorausgegangenen Wettbewerb für herausragende innovatorische Leistungen an Aussteller der Intec.

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