Maschinenbau rechnet mit Belebung

Im Osten wird's hell

Maschinenbau rechnet mit Belebung. Nach verhaltenem Jahresbeginn seien sonnige Aussichten im ostdeutschen Maschinenbau zu erwarten, sagt der VDMA Ost. 82 Prozent der Unternehmen gehen von gleichbleibenden oder besseren Geschäften im zweiten Quartal 2013 aus.

Auf dem Weg in die Hauptstadt, hoch über den Wolken in Mitteldeutschland: Sonnenaufgang im Osten. (Foto: Born)

Der ostdeutsche Maschinen- und Anlagenbau startete verhalten in das Jahr 2013. So war das erste Quartal geprägt von einer soliden Kapazitätsauslastung, aber auch von zunehmenden Auftragsschwankungen. Ihre kurzfristigen Geschäftsaussichten schätzen die meisten Unternehmen jedoch als gut ein. Das ergab eine Konjunkturumfrage unter den 350 Mitgliedern des VDMA-Landesverbandes Ost in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Die Unternehmen konnten zum Jahresbeginn ihre vorhandenen Kapazitäten im Durchschnitt zu 87 Prozent auslasten. Dieser Wert lag leicht unter dem des vierten Quartals 2012, jedoch nach wie vor über dem langjährigen Mittel von zirka 86 Prozent. Auch die Auftragsreichweite entsprach mit 4,5 Monaten in etwa der des Vorquartals.

Flexibilität in der Produktion gefragt

"Der ostdeutsche Maschinenbau befindet sich derzeit im Vergleich zum guten Vorjahresniveau in einer Seitwärtsbewegung. Allerdings stellen die teils erheblichen Auftragsschwankungen eine große Herausforderung dar", erklärt Reinhard Pätz, Geschäftsführer des VDMA Ost. So müssten die Betriebe bei gleichbleibender Qualität und Produktivität flexibel auf wechselnde Kapazitätsanforderungen reagieren können. Hervorgerufen werden diese durch die schleppende Auftragsvergabe bei gleichzeitig kurzen Lieferzeitforderungen der Kunden.

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Die Unentschlossenheit bei Neuinvestitionen, reduzierte Auftragsvolumen und Verzögerungen bei bereits vereinbarten Projekten spiegeln sich in der Umsatzrendite wider, dem prozentualen Anteil des Gewinns am Umsatz eines Unternehmens. So erreichten 79 Prozent der Firmen eine positive Rendite – im Vorquartal agierten 85 Prozent in der Gewinnzone. „Die angespannte Wettbewerbssituation zeigt, dass die Unternehmen künftig vermehrt neue Märkte erschließen müssen, um mittel- und langfristig zu wachsen“, betont Pätz. Kleinere Unternehmen könnten die hierfür fehlenden finanziellen und personellen Ressourcen durch überregionale und internationale Kooperationen ausgleichen.

Zuversichtlicher Blick in die Zukunft

Neben der fehlenden Investitionsbereitschaft sehen sich die Unternehmen vor allem mit dem nachhaltigen Preisdruck, steigenden Umfeldkosten, langen Lieferzeiten und Schwierigkeiten beim Einstellen von Fachpersonal und Auszubildenden konfrontiert. Dennoch ist die Stimmung gut. So gehen 82 von 100 Unternehmen von gleichbleibenden oder besseren Geschäften im zweiten Quartal 2013 aus. Dabei ist wiederholt der Anteil der Firmen gestiegen, die mit einer positiven Entwicklung rechnen. Gleichzeitig ging die Zahl der Skeptiker zurück. "Wir dürfen nicht vergessen, dass mit 2012 ein sehr gutes Jahr hinter der Branche liegt", sagt Pätz. Die aktuelle Seitwärtsbewegung sei daher durchaus akzeptabel. Die Stimmungslage lasse zudem auf eine baldige neue Belebung hoffen.

pb

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