Kamerasystem

Kamerasysteme im Automobil- und in der Bauteileproduktion: Flexibel prüfen und fertigen

Sie sind bekannt als Innovationstreiber: die Automobilindustrie nebst Zulieferer. Häufig spielen sie eine Vorreiterrolle, wenn es darum geht, fortschrittliche Bildverarbeitungstechnologien einzusetzen. Denn sie müssen die Produktqualität steigern und zugleich die Fertigungskosten senken. Das gelingt mit neuen Bildverarbeitungssystemen.

Das Kamerasystem positioniert sich selbst sowie die ebenfalls mitgeführte Dome-Beleuchtung dank integrierter SPS. Diese Lösung realisierte Festo bei der Aufgabe, die korrekte Montage der Gummitüllen von Pkw-Innenverkleidungen zu überprüfen. (Foto: Festo)

Autobauer und Zulieferer gehören zu den fünf Hauptbesucherzielgruppen, die die Vision 2012 fokussiert – neben dem Maschinenbau, der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie, der Bildverarbeitungsbranche selbst sowie der Medizintechnik. Laut Besucherbefragung kamen zur Vision 2011 zirka17 Prozent aus dem Umfeld der Automobilindustrie. Der Fachabteilung industrielle Bildverarbeitung im VDMA zufolge rangieren die Automobilproduzenten samt Zulieferer an erster Stelle bei den Abnehmern von Bildverarbeitungstechnologien (BV); ihnen sei ein Viertel aller Umsätze der deutschen BV-Branche in 2010zuzuschreiben.

Die hohen Qualitätsansprüche in der Fahrzeug-Fertigung stellen die BV-Hersteller immer wieder vor neue Herausforderungen. Einige Aussteller der Vision demonstrieren es beispielhaft: Eine Herausforderung für moderne BV-Systeme liegt darin, komplexe Prüfaufgaben auf einzelne intelligente Aufgaben so zu verteilen, dass sie im Produktionsprozess für die Anwender überschaubar und beherrschbar bleiben, fasst es Hansjörg Hutt von Festo zusammen. In der Automobilzulieferindustrie ging es darum, die korrekte Montage von mehreren Gummitüllen an Pkw-Innenverkleidungen zu prüfen. Das Problem lag in der Bauteilgröße der Verkleidung im Verhältnis zur relativ kleinen Gummitülle und der damit einhergehenden erforderlichen Sensorauflösung. Damit Montagefehler sicher erkannt werden konnten, verfolgte Festo den Ansatz, das Sichtfeld der Kamera nur auf eine Tülle abzustimmen – statt auf das gesamte Verkleidungsteil – und die Kamera von Prüfposition zu Prüfposition zu fahren. Der Clou: Das Kamerasystem positioniert sich selbst dank integrierter SPS sowie der mitgeführten Dome-Beleuchtung, ohne dabei mit der übergeordneten SPS zu kommunizieren. Das hat den Vorteil, dass durch den kleinen Bildausschnitt die Auflösung und somit Genauigkeit hoch ist und homogene, stabile Beleuchtungsverhältnisse herrschen. Das reduziert den Kommunikationsaufwand zur übergeordneten Steuerung. pb

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Halle 1, Stand B54

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