Special Medizintechnik

Schneller und genauer

Compamed als Spiegel fortschrittlicher Medizintechnik-Zulieferer
Zulieferunternehmen gebührt in Bezug auf die Entwicklung neuartiger medizintechnischer Geräte, Systeme und Verfahren eine wichtige Rolle. Das beweist die Fachmesse Compamed – High tech solutions for medical technology auf dem Messegelände in Düsseldorf.

Als eine führende Marktplattform der Zulieferer befindet sie sich mit einem Themenspektrum, das von neuen Materialien über Komponenten und Systemen bis hin zu Produktions-Outsourcing und Dienstleistungen reicht, weiter auf Wachstumskurs und findet vom 16. bis 18. November in den Hallen 8a und 8b auf dem Düsseldorfer Messegelände statt – parallel zur weltgrößten Medizinmesse Medica (16. bis 19. November 2011).

Bei einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid im Auftrag des Industrieverbandes SPECTARIS gaben rund 80 Prozent der befragten Patienten an, dass sie unter gewissen Umständen bereit wären, höhere Krankenkassenbeiträge für die durchgehende Behandlung mit modernster und innovativer Medizintechnik zu bezahlen.

Nanotechnologie in Form winziger magnetischer Partikel spielt eine Hauptrolle bei einem neuen Verfahren der medizinischen Bildgebung. Das so genannte Magnetic Particle Imaging (MPI) wurde von Philips (Aussteller der Medica 2011) entwickelt und nutzt die magnetischen Eigenschaften von Eisenoxid-Nanopartikeln, auch Tracer genannt. Die winzigen Magnete werden zur Bildgebung in die Blutbahn injiziert. Ein MPI-System erkennt diese räumlich und quantitativ und kann so ein dreidimensionales Bild ihrer lokalen Konzentration auch im Verlauf von physiologischen Prozessen erstellen. Diese Art der Wiedergabe hat sich bereits in vorklinischen Untersuchungen bei der Aufnahme präziser Echtzeit-3D-Bilder von Blutfluss und Herzbewegung bewährt. Nun soll ein Konsortium mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und Gesamtmitteln von 20,3 Millionen Euro die Geräte- und Tracerforschung voranbringen. „Ein wichtiges Ziel besteht darin, die Partikel in Größe und Form zu verbessern, weil die Qualität der Bilder auch davon abhängt. Zudem wollen wir die Ausbeute der guten Teilchen auf 30 bis 60 Prozent erhöhen“, erklärt Dr. Jörn Borgert, der für Philips den Forschungsverbund koordiniert. Vorteile der neuen Methode sind umfassendere und kürzere Untersuchungen mit verbesserter Aussagekraft ebenso wie der Verzicht auf Röntgenstrahlung oder radioaktive Materialien.

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Fokus auf Präzision und Qualitätssicherung

Der Produktmarkt „High-Tech for Medical Devices“ in Halle 8a, der vom IVAM Fachverband für Mikrotechnik organisert wird, ist ein fester Bestandteil der Compamed. In diesem Jahr setzt er mit mehr als 30 Ausstellern vor allem den Fokus auf das Thema Präzision und Qualitätssicherung. So ist die 2E Mechatronic GmbH & Co. KG (Kirchheim unter Teck), die sich bereits seit 1998 mit der MID-Technologie beschäftigt (MID = Molded Interconnect Devices, also Schaltungsträger in Spritzgusstechnik), inzwischen auch in der Medizintechnik engagiert und nimmt 2011 zum ersten Mal an der Messe teil. Das neueste Produkt aus dem Hause 2E ist ein besonders leistungsstarkes MID LED-Leuchtelement, das mittels Laserdirektstrukturierung (LDS) hergestellt wird. 2E ist es mit diesem Produkt erstmals gelungen ist, das LDS-Verfahren in der Medizintechnik zum Einsatz zu bringen. Nur sechs Monate dauerte die Entwicklungszeit bis zur Serienreife für ein kompaktes LDS-MID-basiertes LED-Leuchtelement, welches den Anwendern unter anderem im Bereich der Dentaltechnik wesentliche Vorteile im Vergleich zur bisherigen Lösung (Hochdrucklampe) bietet. Die Leuchtelemente haben eine bis zu sechsfache Lebensdauer bei gleichzeitig enorm gesteigerter Leuchtkraft und geringerem Energieverbrauch. bw

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