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Elektrischer Antrieb DNCMano Gigante

Automatisierungstechnik in der Oper
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Elektrischer Antrieb DNC: Mano Gigante
Festo hat bei der Oper „Tannhäuser“ in der Mailänder Scala seine musikalische Ader bewiesen: Mit Hilfe der Automatisierungstechnik bewegt sich die zwölf Meter lange, linke Hand bei der Wagner-Oper-Aufführung auf spektakuläre Weise.

Der renommierte Bühnenbildner und Roboterkünstler Roland Olbeter hat bei der Erstellung des Bühnenbildes nicht auf die aufsehenerregende Realisierung mittels modernster Automatisierungstechnik verzichtet. Zehn elektrische Antriebe von Festo der Baureihen DNCE animieren die „Mano Gigante“, die über eine angepasste Steuerungstechnik koordiniert werden.

Die im Zentrum der Handlung stehende Hand hat wegen ihrer Funktionalität eine verblüffende Ähnlichkeit zu ihrem menschlichen, aber wesentlich kleineren Vorbild. Die Bewegungen sind so aufeinander abgestimmt, dass die Kooperation von Mensch und Technik Hand in Hand abläuft und somit eine künstlerische Performance darstellt, wie es sie vorher auf der Bühne noch nicht zu sehen gab. Die Bewegung der Hand erfolgt über servoelektrische Antriebe, die über eine übergeordnete Steuerung ihre Positionsdaten erhalten. Diese Daten kommen interaktiv über Schieberegler oder auch programmgesteuert von der übergeordneten Steuerung.

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Aufgrund der überdimensionalen Größe der Hand könnte man meinen, dass die Musik durch die eingesetzten mechatronischen Komponenten mit einem Mix aus mechanischer Tragstruktur zur Bewegungsausführung und elektrischer Aktuatoren sowie Sensoren für eine kontinuierliche Informationsverarbeitung in den Hintergrund verdrängt wird. Dem ist allerdings nicht so, denn der durch Festo realisierte Antrieb des Bühnenelementes, der unter anderem mit diversen Servomotoren, elektrischen Achsen und Motorcontrollern realisiert wird, ist sehr leise und schmälert den Hörgenuss nicht.

Mit der Mano Gigante hat das Esslinger Unternehmen eine optimale Verknüpfung von Automatisierungstechnik mit der Querschnittstechnologie Mechatronik verwirklicht. Die Schwierigkeit, die es für die Projektverantwortlichen zu überwinden gab, war das Spreizen und Abknicken der Finger aufgrund der veränderten Hebelwirkungen. Durch das richtige Einstellen und Parametrieren der Servoregler konnte letztendlich die geschmeidige Bewegung dieses elementaren Bühnenelements umgesetzt werden. pb

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