Automotive

Sechs Sekunden schneller

Bei der Radmontage am Fiesta hat Ford eine Taktzeitverkürzung um sechs Sekunden erzielt – mit Hilfe zweier Vierfach-Schraubsysteme aus dem MultiPlus-Baukasten von Desoutter. Das mehrstufige, gesteuerte Anziehverfahren sorgt für ausreichende Klemmkraft in den Verbindungen; Fehlbedienungen sind beinahe ausgeschlossen. Es gibt keine Verspannungen, und alle Schrauben werden mit exakt demselben Drehmoment montiert. Das ist besonders bei der Radmontage wichtig. Denn die Kombination aus Felge und Schrauben muss sich setzen, ausreichende Klemmkräfte sind erst nach dem Nachziehen erreicht – und nur dann bleibt das Rad sicher am Auto, wenn das Antiblockiersystem für „Stress“ sorgt. Einfaches Anziehen, selbst wenn es drehmomentgenau erfolgt, reicht nicht aus. Hier bietet das mehrstufige, synchrone Anziehen – wie es nur mit Mehrfach-Schraubsystemen möglich ist – Vorteile. Verglichen mit der Radmontage von Hand, bei der die Schauben nacheinander mehrmals „über Kreuz“ angezogen werden, arbeitet der Vierfachschrauber schneller: Alle vier Schrauben werden synchron angezogen, was das Arbeiten über Kreuz ersetzt. Die Mehrstufensteuerung zieht in Stufen bis zum Enddrehmoment an, dazwischen lässt sie der Verbindung Zeit zum Setzen – was dem mehrfachen Anziehen entspricht. Doch um all das muss sich der Werker nicht kümmern: Er braucht nur das gut ausbalancierte MultiPlus-System an die Verbindung zu führen, den Rest erledigt die zusammen mit den EM-Spindeln eingesetzte CVI-Steuerung von Desoutter. Weil es sich bei der Radmontage um sicherheitskritische – und damit dokumentationspflichtige – Verschraubungen handelt, profitierte Ford noch von einer weiteren Eigenschaft der Desoutter-Steuerung: Ohne zusätzliche Hard- oder Software speist die CVI alle Schraubdaten in das werkseigene Datennetzwerk, so dass sie direkt gespeichert und jederzeit wieder abgerufen werden können. Fahrzeugspezifische Bearbeitungsprogramme werden der Steuerung vom Produktionssystem mitgeteilt. Die Meldungen lassen sich auch direkt in die Anzeigetafeln über den Köpfen der Werker einkoppeln, die den Status der Produktion zeigen. Gleichzeitig ist dies auf dem Touchscreen am Schrauber zu sehen. Hier kann Ford eine weitere Eigenschaft der Desoutter-Systeme nutzen: Parallel zur Werkervisualisierung nimmt der Touchscreen auch die Bedienereingaben entgegen oder weist darauf hin, dass die Diebstahlschutzmutter zu verbauen ist. Stellt Ford eines Tages den Prozess um, lassen sich die Vierfachschrauber ohne großen Aufwand an neue Prozessabläufe anpassen – ohne dass dazu eine Änderung an der Hardware erforderlich wäre. pb

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