Automotive Assembly

Alle 15 Sekunden

läuft ein elektrisches Servolenkgetriebe für den derzeitigen VW Golf vom Band einer Montageanlage, die Arau für den Getriebehersteller ZF Lenksysteme gebaut hat. Auf mehr als 120 Metern Länge bewegen sich im Rahmen eines Transfersystems Werkstückträger von Station zu Station, wo 22 Bauteile vollautomatisch zusammengebaut werden. Trotz der hohen Komplexität erreicht die Anlage eine Verfügbarkeit von 85 Prozent.

Zu den Aufgaben der Stationen gehören das selbsttätige Bestücken der Werkstückträger aus Europaletten heraus, das überwachte Fügen diverser Halter- und Lagerbauteile sowie das Prüfen der verbauten Werkstücke. Für das auf Hundertstel Millimeter genaue Hantieren, Positionieren und Platzieren der Bauteile und Blister bis 15 Kilogramm Gewicht sind dreizehn Industrieroboter zuständig. Das kontrollierte Zusammenfügen der Halteringe, Lagerbuchsen und kompletten Baugruppen übernehmen 23 Elektrospindeln der Schorndorfer. Alle in der Montagelinie ablaufenden Prozesse werden zu jedem Fertigprodukt dokumentiert und für statistische Auswertungen grafisch aufbereitet. Am Ende erhält jedes Servolenkgetriebe einen per Laser aufgebrachten Data-Matrix-Code.

Damit ist es aber noch nicht Richtung Verpackung und Lager entlassen, denn es müssen noch fünf Bauteile des Getriebes dosiert mit drei verschiedenen Fettsorten versorgt werden – wozu die fraglichen Teile auf parallel laufende Werkstückträger umgesetzt werden. Da diese dabei verschmutzt werden könnten, müssen sie eine Waschstation durchlaufen. Anschließend prüft eine weitere Station alle sicherheitsrelevanten Teile auf ein definiertes Dreh- und Auslösemoment ab. Alle Parameter der Kraft-Weg-Montageabläufe koordiniert und prüft ein Leitrechner. Zudem gibt es Kamera-Prüfsysteme, die an acht Stationen die Lage und Plausibilität der zu montierenden Bauteile kontrollieren und gegebenenfalls eine Positionskorrektur anordnen.rm

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