Fahrzeugindustrie hat Beratungsbedarf bei Industrie 4.0

IT ist die Seele der Autoindustrie

Trotz steigender IT-Budgets investieren Unternehmen der deutschen Automobilbranche vorwiegend in klassische IT-Themen wie IT-Sicherheit, Optimierung der IT-Infrastrukturen sowie Konsolidierung der bestehenden ERP/MRP-Landschaften. Die Bedeutung von innovativen Themen wie Industrie 4.0 wird erkannt, aber noch unterschätzt, stellt PAC jüngst in einer Studie fest.

Eine aktuelle Studie von Pierre Audoin Consultants (PAC) identifiziert die IT-Themen, bei denen Unternehmen der Automobilindustrie aktuell den größten Handlungsbedarf sehen, und gibt Aufschluss darüber, welche IT-Projekte vorrangig realisiert werden. Für die repräsentative Studie wurden IT-Entscheider aus Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern in Deutschland befragt, darunter Automobilhersteller, Automobilzulieferer sowie Automobilhändler. Die Studie wurde unterstützt von Accenture, CSC, Atos, Dell und msg systems. Kostensenkung und Effizienzsteigerung besitzen gemäß der Studie höchste strategische Priorität bei den Unternehmen der deutschen Automobilindustrie. Daraus ergeben sich gestiegene Anforderungen an die IT, insbesondere aus den Fachbereichen Logistik, Sales und Produktion. Die aktuelle Studie ergab auch, dass für 40 Prozent der Befragten die Weiterentwicklung der Produktion in Richtung "Industrie 4.0" eine zentrale oder teilweise zentrale Rolle spielt, was zeigt, dass das Thema an sich in der Automobilindustrie grundsätzlich von Bedeutung ist. Von mehr als einem Drittel der befragten Automobilzulieferer wird der IT-Bedarf durch "Industrie 4.0" derzeit aus Sicht von PAC jedoch unterschätzt. Entsprechend besteht auch hier noch Beratungsbedarf.

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"Die vierte Revolution der industriellen Wertschöpfung (Industrie 4.0), die durch eine konsequente Digitalisierung jedweder Geschäftsmodelle gerade in der Automobilindustrie geprägt sein wird, treibt die Verbreitung von Materialien und Bauteilen mit Sensoren in der Fertigung massiv voran", sagt Andreas Baier, Geschäftsführer des Bereichs Automobilwirtschaft bei Accenture. "Diese intelligenten Werkstücke liefern Daten, mit denen Hersteller und Zulieferer ihre Produktion nicht nur weiter optimieren und flexibler machen können, sondern völlig neue digitale Geschäftsmodelle um das intelligente Produkt herum eröffnen. Wer als Automobilhersteller die Notwendigkeit und die Chancen der allgegenwärtigen und unaufhörlich fortschreitenden Digitalisierung frühzeitig erkennt und in Innovationen umsetzt, eröffnet sich enorme Wachstumschancen."

Die hohe Nachfrage wirkt sich deutlich auf die IT-Budgets aus: Mehr als die Hälfte der Befragten gab an, dass die IT-Budgets in den letzten beiden Jahren gestiegen sind, besonders für die Umsetzung der Anforderungen aus den Fachbereichen sowie für IT-seitige Innovationen. Unter den IT-Projekten gehören die 'klassischen' und eher horizontalen IT-Projekte, beispielsweise Projekte rund um die IT-Sicherheit und die Optimierung komplexer IT-Infrastrukturen sowie die Konsolidierung der ERP/MRP-Landschaften, nach wie vor zu den Dauerbrennern. Hier wurden zahlreiche Projekte bereits realisiert, aber es befinden sich aktuell auch viele Projekte in der Planung und Umsetzung.

Bei den infrastrukturellen IT-Themen sehen die Befragten den größten Handlungsbedarf im Bereich IT-Sicherheit, in der Optimierung komplexer Infrastrukturen sowie im Management mobiler Endgeräte. Erstaunlich geringe Bedeutung hingegen wird der Nutzung von IT-Infrastrukturen aus der Cloud beigemessen. Diese und weitere Ergebnisse können in der vollständigen Studie "IT-Trends in der Automobilindustrie - IT-Investitionspläne in Deutschland" nachgelesen werden: Sie steht hier auch zum kostenfreien Download bereit.   bw

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DownloadStudie "IT-Trends in der Automobilindustrie – IT-Investitionspläne in Deutschland"

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