plastoSENS T

Messtechnik neu gedacht

Mit Plastosens T präsentiert Jumo ein neues Verfahren zur Herstellung von Temperaturfühlern. Die Sensoren werden dabei nicht wie bisher üblich in einem Metallrohr vergossen, sondern im Spritzgussverfahren mit Kunststoff ummantelt.

JUMO plastoSENS T Temperaturfühler sind in nahezu jeder denkbaren Form möglich wie diese Computermodelle zeigen. (Bild: Jumo)

Das patentierte System bietet eine Reihe von Vorteilen gegenüber herkömmlichen Temperaturfühlern. Das größte Plus bei Sensorik aus Kunststoff ist die völlige Gestaltungsfreiheit. Plastosens-Produkte des Herstellers aus Fulda passen sich an die jeweilige Einbausituation an. So kann zum Beispiel ein Temperatursensor komplett in eine Kunststoff-Rohrleitung integriert werden. Ein weiterer Vorteil neben dem geringen Gewicht ist die hohe Reproduzierbarkeit.

Aktuell sind ein Fühler mit einer Isolationsfestigkeit von fünf Kilovolt für den Einsatz in Transformatoren, ein vibrationsfester Einsteckfühler für das Medium Öl und ein wasser- und dampfdichter Fühler für Sterilisationsanwendungen in der Entwicklung. Diese Temperaturfühler eignen sich für Temperaturbereiche von minus 50 bis plus 200 Grad Celsius. Durch den Einsatz von Spezialkunststoffen kann dabei eine vergleichbare Wärmeleitfähigkeit wie bei Metall erzielt werden. Die Verwendung spezieller Additive ermöglicht die Entwicklung maßgeschneiderter Kunststoffe für eine Vielzahl von Applikationen.

Plastosens-Produkte von Jumo entstehen in enger Zusammenarbeit mit Kunden. Der Prozess startet mit einer Machbarkeitsprüfung und einem Designvorschlag und führt über die Konstruktion und Simulation der Temperaturfühler zum Bau der Spritzguss-Werkzeuge. Nach einer Bemusterungsphase starten die Prüfungen, an deren Ende ein funktionsfähiger Prototyp und die Serienproduktion stehen. Mit Hilfe einer modernen Software können bereits früh im Entwicklungsprozess das Ansprechverhalten und die Wärmeableitfähigkeit des geplanten Sensors simuliert werden. pb

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