Sicherer Staplerbetrieb

Seifert testet Linde Safety Guard

Pilotprojekt am Automotive-Standort Leipzig: Seifert Logistics hat in Zusammenarbeit mit Schöler Fördertechnik den Linde Safety Guard getestet. Zum Schutz von Personen, Gabelstaplern und Lagerausstattung warnt das Assistenzsystem vor potenziellen Hindernissen.

Das Seifert Logistikzentrum in Leipzig. © Seifert

In der Logistikbranche liegt die Zahl von Arbeitsunfällen 50 Prozent über dem Durchschnitt. Das geht aus einem Bericht der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und -medizin hervor. Schöler Fördertechnik und Linde Material Handling haben es daher auf ihre Fahne geschrieben, für einen sicheren Staplerbetrieb in Unternehmen zu sorgen. In diesem Zusammenhang beendete Schöler kürzlich ein sechswöchiges Pilotprojekt bei Seifert Logistics, in dem das Unternehmen das Assistenzsystem Linde Safety Guard testete. Seifert ist ein international agierendes Familienunternehmen, das auf Transport- und Logistikdienstleistungen spezialisiert ist. Mit mehr als 575.000 Quadratmetern Lagerfläche ist die Sicherheit von Mitarbeitern, Fahrzeugen und Infrastruktur eines der wichtigsten Anliegen des Unternehmens.

Im Rahmen des Tests wurden mithilfe von Günsel Fördertechnik und Fahrzeugbau zwei Flurförderzeuge und 50 Mitarbeiter mit der Sicherheitstechnik ausgestattet. Am Standort in Leipzig betreibt Seifert ein Logistikzentrum für einen Automotive-Kunden. Mit dem Linde Safety Guard – entwickelt vom durch Linde gekauften Start-up Comnovo – lassen sich auch unübersichtliche Lagerbereiche mittels Funktechnik lückenlos überwachen und so das Risiko von Unfällen reduzieren.

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„Die Lösung bietet Sicherheit bei der Umsetzung von arbeitsrechtlichen Vorschriften und erfüllt alle Anforderungen an den Schutz von Logistikbereichen“, so David Purschke, Leiter Digital Solutions bei Schöler. Das dreiteilige System besteht aus einem Personenwarngerät (Portable Unit), jeweils einem Sender für Gabelstapler (Truck Unit) und zur Wandmontage an Gefahrenpunkten (Keeper Static) sowie einem Spiegel zur Kreuzungsüberwachung. Die Elemente können einzeln oder in Kombination verwendet werden. Außerdem lässt sich die Truck Unit als flexible Lösung auch in Lagerfahrzeugen nachrüsten.

Innovative Funktechnik
Mittels Ultra-Breitband-Technologie vermessen die Warnsysteme ihre Umgebung und können Hindernisse oder Personen auf bis zu zehn Zentimeter genau lokalisieren. Durch die hohe Frequenz des Funksystems von mindestens vier GHz können Logistikbereiche auch durch Rolltore oder Wände hindurch überwacht werden. Zudem gibt es keine toten Winkel. Personen warnen die Portable Unit und die Truck Unit mittels optischer, haptischer und akustischer Signale vor herannahenden Fahrzeugen oder Gefahrenstellen.

Darüber hinaus können Anwender unübersichtliche Stellen, wie Tordurchfahrten oder Kreuzungspunkte, mit dem Keeper Static als Gefahrenbereiche markieren und überwachen. Die Geräte warnen bei Bedarf mit High-Power-LEDs, Vibration oder einer dimmbaren Sirene und drosseln die Geschwindigkeit von Fahrzeugen. Zur Inbetriebnahme des Linde Safety Guard ist lediglich die Installation der Hardware an Fahrzeugen oder Gefahrenpunkten erforderlich.

Seifert war mit dem Pilotprojekt sehr zufrieden und prüft den weiteren Einsatz des Systems. „Der Linde Safety Guard hat unsere Erwartungen erfüllt“, schließt Marc Styrnal, Geschäftsbereichsleiter Automotive/Operativ. „Derzeit befinden sich mehrere Einsatzoptionen in der weiteren Prüfung.“ as

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