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Artikel und Hintergründe zum Thema

Backupdaten verwalten

Datenmanagement für die Automatisierung

Ein PC-Ausfall in industriellen Anlagen oder Datenverlust wäre fatal. Die Lösung: regelmäßige Backups. Aber in modernen Automatisierungssystemen kommen so viele PCs zum Einsatz, dass zur Verwaltung der Backupdaten wiederum ein eigenes Automatisierungssystem sinnvoll ist.

In modernen Automatisierungssystemen kommen so viele PCs zum Einsatz, dass zur Verwaltung der Backupdaten ein eigenes Automatisierungssystem sinnvoll ist. © Pete Linforth Pixabay

PCs sind das Herzstück industrieller Anlagen. In großen Produktionsstätten sind tausende davon im Einsatz. Manche sind für eine zuverlässigere Produktion kritischer als andere. Nach entsprechenden Risikobewertungen gilt es daher, die Daten in regelmäßigen Abständen zu sichern oder Images der jeweiligen Rechner zu erstellen. Bei vielen PCs werden allein das Management und die Verwaltung dieser Sicherungen extrem komplex und kosten jede Menge Zeit. Automatisierte Lösungen sind gefragt, die das Anlegen von Jobs zur Image-Erstellung erleichtern, aber auch in der Nutzung stets Überblick über den Stand der aktuellen Datensicherung geben.

Was in der Office-Welt schon lange Standard ist, brauchte in der Automatisierungstechnik seine Zeit bis es sich vollständig durchsetzte: konsequente Datensicherung. Auvesy entdeckte vor Jahren diesen Bereich für sich und entwickelte Datenmanagementlösungen, die Anwender der Automatisierungsbranche dabei unterstützen automatische Backups zu erstellen sowie eine Versionsverwaltung, um Softwarestände von Steuerungsprogrammen sauber zu dokumentieren. Mit den Tools lassen sich Änderungen gezielt aufspüren und eindeutig nachvollziehen. Insgesamt führt das zu höherer Produktionsqualität und geringeren Stillstandszeiten sowie einer lückenlosen Nachvollziehbarkeit der Herstellungsprozesse.

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Automatisierte Imageerstellung als Teil einer Gesamtlösung
Die Weiterentwicklungen der Branche, wie beispielsweise die Forderung nach Gesamtlösungen aus einer Hand, gehen auch am Landauer Software-Unternehmen nicht spurlos vorbei. Dr. Tim Weckerle, CEO von Auvesy erklärt: „In der Vergangenheit haben wir den Fokus auf unsere Versionsverwaltung Versiondog und die einzelnen Tools, die wir Anwendern damit bieten, gelegt. Künftig werden wir den Schwerpunkt weg von den Tools hin zu Gesamtlösungen verschieben. Wir wollen noch stärker Datenmanagement-Spezialisten für die Automatisierung werden, die die Benefits ihrer Anwender ganz bewusst in den Mittelpunkt stellen. Dazu werden wir künftig viel mehr Services direkt integrieren. Das wird bereits in Version 7.0 spürbar. Die Imageerstellung mit dem eigenen Image Service oder Acronis sind dafür sehr gute Beispiele.“

Theoretisch wird die automatische Imageerstellung bereits seit zwei Jahren unterstützt, ging aber für Anwender mit einigem bürokratischen Beschaffungsaufwand einher. Ab Version 7.0 ist die Drive Snapshot Technologie durch den Image Service voll in Versiondog integriert. Alternativ dazu wird auch Acronis unterstützt.

Auvesy Image Service oder Acronis?
Auf den ersten Blick mag es verwirrend erscheinen, dass die Software zwei verschiedene Schnittstellen zur automatisierten Image-Erstellung unterstützt. Aus Anwendersicht ist es aber nur ein logischer Schritt. Drive Snapshot ist eine weit verbreitete Recovery-Software. Sie erstellt per Knopfdruck Images und sichert so das installierte Betriebssystem inklusive aller Programme und Einstellungen. Durch den Auvesy Image Service ist die Technologie voll in Versiondog integriert. Eine zusätzliche Installation auf den Clients ist daher nicht erforderlich.

Image-Erstellung mit dem AuvesyImage Service oder Acronis in versiondog. © Auvesy

Die Lösung ist im Gegensatz zu Acronis ein äußerst schlankes Tool. Das ist gerade deshalb von Vorteil, weil in vielen industriellen Anwendungen alte PCs im Einsatz sind, auf denen der Speicherplatz alles andere als üppig ausfällt. Drive Snapshot wurde zwar ursprünglich für den privaten Bereich entwickelt, bietet aber nahezu alle notwendigen Funktionalitäten für die industriellen Anwendungen. Lediglich die Verwaltung mehrere Images ist nicht vorgesehen, da dies im privaten Bereich kaum relevant ist. Deshalb entsteht hier in Verbindung mit Versiondog und dem Image Service, der exakt diese Verwaltung übernimmt, eine perfekte Gesamtlösung.

Acronis, die Datensicherungs- und Datenwiederherstellungslösung für physische und virtuelle Server, wird in vielen großen Unternehmen bereits unternehmensweit als Standard-Tool zur Imageerstellung genutzt. Dafür spricht unter anderem, dass die Lösung für Audit-Verfahren zertifiziert ist. Eine Schnittstelle zu Versiondog zu schaffen, um diesen Anwendern auch weitere Vorteile der Datenmanagementlösung zur Verfügung zu stellen, ist daher naheliegend. Nachteil beim Einsatz der Acronis-Lösung: Anwender müssen auf dem jeweiligen PC, der gesichert werden soll, ein knappes Gigabyte Speicherplatz verfügbar haben und die Software-Lizenz selbst erwerben und installieren.

Image-Erstellung, aber bitte automatisiert
Die Konfiguration eines Image-Jobs, egal ob mit dem Image Service oder Acronis, lässt sich in Versiondog in der jeweiligen Eingabemaske erledigen und auch gleich testen. Muss man aber für alle PCs einer Produktionsanlage diese Jobs manuell anlegen, ist das eine zeitaufwändige, stupide und damit fehleranfällige Tätigkeit. Braucht ein Mitarbeiter für einen Job auch nur drei Minuten, ist er bei 500 Jobs immerhin gut drei Tage beschäftigt. Gerade für große Anlagen ist eine automatisierte Lösung also unerlässlich. Dazu hat Auvesy die automatische Komponenten- und Jobanlage entwickelt, mit der sich auf Basis einer CSV-Datei die Liste der IP-Adressen der zu sichernden Clients samt weiterer Parameter einfach importieren lassen.

So kann beispielsweise zunächst die Imageerstellung für einen PC optimiert werden und man kann dann diese Parameter für alle weiteren Rechner kopieren. In der CSV-Liste lässt sich das einfach erledigen, übersichtlich eintragen oder mit wenig Aufwand kopieren. Eine durchschnittliche Bearbeitungszeit von zehn Minuten pro 100 Jobs wird damit realistisch und die ursprüngliche Zeit fürs Anlegen von 500 Jobs reduziert sich von drei Manntagen auf knapp eine Stunde.

Image-Job wird über Versiondog angestoßen, das Image am angegebenen Ort gespeichert und das Job-Ergebnis wird an versiondog als Job Log zurückgemeldet. © Auvesy

Von der Image-Erstellung zur vorbeugenden Instandhaltung
Sind die Image-Jobs einmal erstellt, ist eine automatisierte Überwachung im laufenden Betrieb unabdingbar. Damit Images im Fall der Fälle wirklich zur Verfügung stehen, müssen auch im Alltagsbetrieb Fragen geklärt sein wie: Laufen alle Sicherungen wie geplant? Wo gibt es Schwierigkeiten wie zum Beispiel Berechtigungsprobleme? Wo wird der Speicherplatz für die Images knapp? Oder ist gar eine Festplatte defekt? Sind alle Clients erreichbar? So kann der Anwender frühzeitig einschreiten und sicherstellen, dass alle Images erstellt wurden.

Lang ergänzt: „Der Image Service erstellt nicht nur Images. Er liefert auch jede Menge intelligente Daten über den Zustand des jeweiligen PCs. Er ermittelt zum Beispiel die Festplattenkapazität und erkennt defekte Sektoren. Wertet man diese Informationen ebenfalls systematisch aus, kann man sie hervorragend zur vorbeugenden Instandhaltung nutzen. Via Versiondog können wir dann die entsprechenden Warnungen an den Anwender herausgeben. Es gibt schließlich nichts Schlimmeres, als wenn man auf ein Image zugreifen muss und dann erst merkt, dass die Festplatte, auf der das Image automatisiert abgelegt werden sollte, defekt ist.“

Es gibt also durchaus Image-Lösungen, die sich für die Automatisierungsbranche eignen. Auvesy kann nun gemeinsam mit Anbietern dieser Image-Systeme Gesamtlösungen für den jeweiligen Anwendungsfall maßschneidern. Weckerle resümiert: „Letzten Endes ist Image-Erstellung ein Thema, mit dem man sich nicht ewig befassen möchte. Es muss einfach funktionieren. Plug-and-play-fähige Lösungen sind gefragt. Daher wollen wir zukünftig auch noch weitere Services anderer Anbieter in Versiondog integrieren, um Anwendern umfassende Lösungen für ihr Datenmanagement bieten zu können.“ as

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