Zwei-Wege-Robot Vlex

Den Dreh raus – auf Schiene und Straße

Mit dem neu entwickelten Zwei-Wege-Robot Vlex bietet Vollert eine Lösung für den leichten Rangierbetrieb bis 300 Tonnen: Kompakt und wendig, batteriebetrieben und abgasfrei eignet sich der kleine Vlex für einen schnellen Gleiswechsel auf engem Raum.

Kompakt, wendig, batteriebetrieben und abgasfrei: Der Zwei-Wege-Robot Vlex bietet auf der Schiene und auf der Straße eine optimale Lösung für den leichten Rangierbetrieb bis 300 Tonnen. (Bild: Vollert)

Rangiervorgänge bei Anschlussgleisen, Verkehrsbetrieben oder Hafen-Terminals sind eine zeitraubende Herausforderung – noch dazu, wenn sich diese bis in geschlossene Lager- oder Produktionsbereiche erstrecken. Rein schienengebundene Lösungen sind oft zu unflexibel. Der neue Zwei-Wege-Robot Vlex von Vollert kann schnell und einfach vom Gleis auf die Straße wechseln – oder direkt an die Steckdose, da er einen batteriebetriebenen Elektroantrieb hat.

Wendig und flexibel durch Knicklenkung

Viele Rangiersysteme sind ungelenk oder arbeiten mit einem hohen Verschleiß. Der Vlex hat eine besondere Knicklenkung. Angetrieben wird der funkferngesteuerte Roboter durch vier einzeln gesteuerte Radnabenmotoren. Die Lenkung erfolgt über die Drehzahlsteuerung der Räder, sodass auf die üblichen Lenkzylinder verzichtet werden konnte. Er ist kompakt und wendig und damit eine wirtschaftliche Alternative zu den bisherigen Rangierlösungen. Die ausgeklügelte Fahrzeuggeometrie ‒ verbunden mit der neuen Lenksteuerung ‒ ermöglicht reifenschonende und verschleißarme Wenderadien von nur 7,2 Metern, es kann auch 360 Grad auf der Stelle gedreht werden.

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Eine Achse des Fahrwerks ist als Pendelachse ausgeführt. So ist sichergestellt, dass bei Schienen- und Straßenfahrt immer alle vier Antriebsräder maximalen Kontakt zum Untergrund haben und ihre ganze Kraft entfalten können. Kleinere Hindernisse meistert deshalb das Fahrzeug ebenso wie Schlaglöcher ohne Stabilitäts- und Traktionsverlust auch auf tragfähigen unbefestigten Untergründen. Zur Schienenfahrt senken sich Spurführungsrollen hydraulisch ab. Die Hydraulik sorgt auch dafür, dass sich die Spurführungseinheiten automatisch nachregeln und untereinander ausgleichen. Für die nötige Stabilität während der Schienenfahrt lässt sich die Lenkung hydraulisch verriegeln. Vollgummireifen sorgen für eine optimale Traktion, zusätzlich unterstützt durch das hohe Eigengewicht von 4,5 Tonnen. Dadurch lassen sich Waggons bis zu 300 Tonnen verziehen.

Fernsteuerung mit Farbsystem

Über farblich gekennzeichnete Taster lässt sich die Joystick-Fernsteuerung intuitiv und einfach bedienen. (Bild: Vollert)

Die Joystick-Fernsteuerung funktioniert mit einem neuartigen Farbsystem. Lenk- und Fahrtrichtung wie auch die Absenkvorrichtung der Spurrollen lassen sich über farblich gekennzeichnete Taster intuitiv und ohne größere Schulungsmaßnahmen bedienen und dank der hohen Reichweite kann der Zwei-Wege-Robot bei allen Betriebsbedingungen sicher gesteuert werden. Die Funkfrequenz ist dabei im Großteil der Europäischen Union nicht anmelde- oder genehmigungspflichtig (433/434 MHz).

„Mit seiner hohen Wendigkeit, der hohen Traktion und der intelligenten Antriebstechnik mit einer Zugkraft von 20 Kilonewton ist der Zwei-Wege-Robot für alle Rangiervorgänge einfach und sicher im Ein-Mann-Betrieb einsetzbar“, so Jürgen Schiemer, Leiter Rangiersysteme bei Vollert. „Ein weiterer wichtiger Punkt: Der Zugang zu allen relevanten Komponenten sowie für den Batterietausch ist jederzeit über große Flügeltüren möglich.“ as

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