Verbundbeton-Fahrachse

Beton geht in Serie

Beton-Fahrachsen im Serieneinsatz. In der Lackiererei eines Automobilherstellers kommen sieben Verbundbeton-Fahrachsen von IPR erstmals in der Serienproduktion zum Einsatz. Die Achsen sind schwingungsarm und leise, außerdem haben sie 90 Prozent weniger Energieaufwand als ein Fahrachsengrundkörper aus Aluminium.

Der Erstausrüster Eisenmann alpha-tec setzt erstmals die Verbundbeton-Fahrachse bei deutschem Automobilhersteller in der Serienfertigung ein. (Bilder: IPR)

Effizienter, ökonomischer und nachhaltiger sollten die Fahrachsen für die Lackiererei eines großen Automobilherstellers sein. Der beauftragte Erstausrüs-ter Eisenmann alpha-tec automatisiert regelmäßig komplexe bahnorientierte Anwendungen mit Industrierobotern und kennt die neuesten Entwicklungen auf dem Fahrachsenmarkt. Die Wahl fiel auf die Verbundbeton-Fahrachse von IPR - Intelligente Peripherien für Industrieroboter, die viele Vorteile gegenüber den bestehenden Metallvarianten aufweist. Es ist der erste Einsatz dieser Fahrachsentechnologie in der Serienproduktion. Wo Platz knapp und Geräusche und Schwingungen zu verringern sind, ist die neue Fahrachse aus Verbundbeton eine kostengüns-tige Lösung mit einer hervorragenden Ökobilanz. Die vier bisher eingeführten Verbundbeton-Modelle eignen sich für 95 Prozent aller auf dem Markt befindlichen Industrieroboter.

Insgesamt sieben Fahrachsen mit einer Gesamtlänge von 39,5 Metern und neun Laufwagen für ebenso viele Roboter kommen jetzt bei dem deutschen Automobilhersteller in den Bereichen Hohlraumkonservierung und Nahtabdichten zum Einsatz – drei weitere Achsen sind in der Anfrage. Die Herausforderung: Sie müssen automatisiert mit allen Zusatzmodulen störungsfrei laufen.

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Genau an diesem Punkt setzt Eisenmann mit seinem Leis-tungspaket an: Der Systempartner übernimmt die Erstellung des Pflichtenhefts, die Konstruktion der Anlage, ihre Montage bis hin zur Inbetriebnahme von Mechanik, Industrierobotern, Applikations- und Dosiertechnik, Materialversorgung und Fördertechnik. So sorgt der Erstausrüster dafür, dass seine Kunden sich auf das konzentrieren können, was sie am besten können – ihr Kerngeschäft: das Produzieren von Automobilen.

95 Prozent aller Industrieroboter passen auf die vier auf dem Markt verfügbaren Modelle der Verbundbeton-Fahrachse. (Bild: IPR)

Die sieben Fahrachsen mit einem Grundkörper aus Verbundbeton sind zentraler Bestandteil der automatisierten Lösung und absolut serientauglich. Der Verbundbeton ist eine zielgerichtete Entwicklung für den Einsatz in verschiedensten Industrien. Er besitzt ein Eigenschaftsprofil, das für die Fertigung und Handhabung maßgeschneidert ist – so ist er etwa schwingungsarm und leise. Außerdem ist die gesamte Produkt- reihe silikonfrei und kann so auch problemlos in Spezialbereichen wie dieser Lackiererei eingesetzt werden.

Die erfolgreichen Tests beim unabhängigen Materialprüfamt in Kaiserslautern bestätigen die Serientauglichkeit: Die Verbundbeton-Fahrachse wurde dort einem Dauerbelastungstest mit 2,5 Millionen Zyklen unterzogen – das entspricht einer Betriebszeit von etwa zehn Jahren. Die konstruktiven Berechnungen von IPR haben sich im Dauertest bestätigt und zeigen eine Zuverlässigkeit wie bei den Modellen aus Aluminium oder Stahl.

Großen Wert haben die Entwickler von IPR auf die Nachhaltigkeit des Materials gelegt. Auch hier sprechen die Zahlen für die Innovation: etwa 75 Prozent CO2-Einsparung und 90 Prozent weniger Energieaufwand im Vergleich zu einem Fahrachsengrundkörper aus Aluminium.

„Wir haben bereits im Rahmen anderer gemeinsamer Projekte vertrauensvoll und erfolgreich mit IPR zusammengearbeitet. Wir schätzen die Expertise unseres Partners und die Zuverlässigkeit, auch bezüglich Einhaltung der Zeitplanung und der problemlosen Umsetzung von individuellen Kundenwünschen“, so Stephanie Lücking, Projektleiterin bei Eisenmann. 2006 hat IPR die erste Fahrachse gebaut und ist entwicklungsstarker Experte auf diesem Gebiet. Decken-, Wand-, Vertikal-, Lafetten- und Bodenfahrachsen aus Verbundbeton, Aluminium und Stahl sorgen für Bewegung in der Montage- und Handhabungstechnik, bei Be- und Entladungseinheiten sowie Lackieranwendungen. Die modular aufgebauten Systeme von klein bis groß haben eine Traglast bis zu zwölf Tonnen und sind flexibel erweiterbar. Bei der Länge sind praktisch keine Grenzen gesetzt. Mehr als 1.500 Fahrachsen hat IPR bis heute weltweit verkauft. as

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