Schleif- und Polieranlagen

Roboter-Flexibilität für glänzende Armaturen

Damit die perfekte Oberfläche von Armaturen in Küche und Bad entstehen kann, ist eine ausgeklügelte Schleif- und Poliertechnik gefragt. Diese bietet der Automatisierungsspezialist SHL. Armaturen-Hersteller weltweit setzen auf die robotergestützten Lösungen aus dem schwäbischen Böttingen.

Robotergestützte Anlage vonSHL zum effizienten Schleifen und Polieren von Armaturen. (Bild: SHL)

Die Auswahl an Armaturen ist riesig und reicht von der klassischen Variante mit Drehventilen bis hin zum stylischen Design-Objekt mit Sensortechnik. In den meisten Fällen werden sie aus bleihaltigem Messing und Edelstahl gefertigt, aufgrund der Umweltauflagen auch in bleifrei. Um die perfekte Oberfläche zu erzielen und damit den Geschmack der Kunden zu treffen, bietet SHL den Herstellern automatisierte Schleif- und Polierzellen in verschiedenen Varianten – je nach technischer Anforderung.

Verschiedene Konzepte machen Anwender flexibel

Die Maschinen- und Anlagenkonzepte von SHL sorgen für eine optimierte Produktionslogistik und hohe Wirtschaftlichkeit. So gibt es beispielsweise eine Basis-Version für einfache Schleif- und Polieraufgaben. Sie ist kostengünstig in der Anschaffung, kompakt ausgeführt und spart dadurch wertvollen Produktionsraum. Als Start in die Automatisierung mit einer etwas höheren Investitionssumme bietet SHL Zellen mit modularem Aufbau. Der Anwender kann das System jederzeit erweitern und bleibt somit flexibel.

Die Wasserarmaturen werden in der SHL-Anlage auf Hochglanz poliert. (Bild: SHL)

Das Flex-Konzept von SHL empfiehlt sich, wenn die Komplexität steigt. Dann stehen häufigere Modellwechsel an und es sind verschiedene Aggregate in einer Zelle notwendig. Dabei übernimmt ein Roboter in einer Aufspannung alle Schleif- und Polieraufgaben. Für den Anwender ergeben sich ein hohes Maß an Flexibilität und Produktivität sowie genaue Toleranzen. Mit dem Portfolio-Konzept lässt sich die Schleif- und Polierzelle auf ein homogenes Teilespektrum ausrichten. SHL konzipiert dabei die geeigneten Aggregate für wiederkehrende Tätigkeiten. Dies sorgt für optimale Wirtschaftlichkeit und Nutzung der Anlagenkapazität. Bei dieser Variante erledigen mehrere Roboter die gestellten Aufgaben und sorgen so für maximalen Output.

Anzeige

SHL kombiniert die eigenentwickelten Maschinen mit Robotern zu kundenspezifischen Lösungen. Ergänzt durch verschiedene Be- und Entladesysteme und entsprechende Greifertechnologie entstehen so auch vollautomatische Fertigungslinien inklusive Lademagazine und Werkzeugwechselsysteme. Spezielle Kompensationssysteme gleichen Werkstücktoleranzen in bestimmten Bereichen aus, so dass der Produktionsprozess bei gleichbleibender Qualität stabil läuft. Für eine geeignete Arbeitsposition bietet SHL Dreh- und Positioniereinheiten für Schleif- und Polieraggregate. Dadurch sind die Werkstücke besser zugänglich und der Fertigstellungsgrad maximal.

Automatische Fertigung

Über ein Transfersystem lassen sich nahezu beliebig viele Warenträger puffern. Anwender können über eine Codierung auch chaotisch produzieren. (bild: SHL)

Auf dem Weg in die automatische Fertigung bietet SHL eine ganze Reihe von Hilfestellungen. So entwickelte das Unternehmen beispielsweise ein Rotations-Karussell-Magazin mit einer Vielzahl von Warenträgern. Dies ermöglicht eine schnelle Be- und Entladung bei hohen Losgrößen. Für eine hauptzeitparallele Materialbereitstellung sorgen pneumatisch verfahrende Schiebetische mit Aufnahmen für kundenspezifische Werkstückträger. Über ein spezielles Transfersystem lassen sich beliebig viele Werkstücke puffern. Die Produktion kann dabei über eine Codierung auch chaotisch erfolgen. Darüber hinaus bietet SHL ein System an, das Teile per Taster, Kamera oder Laser automatisch ausrichtet und für die Bearbeitung bereitstellt.

Großes Augenmerk legt SHL auf das Thema Sicherheit. Roboter und Aggregate arbeiten in geschützten Umhausungen – ein Zugang während des Prozesses ist nicht möglich. Das Unternehmen hat eine Vielzahl von Lösungen entwickelt, die sich den technischen Anforderungen anpassen und modular aufgebaut sind. Oft reicht ein einfacher Schutzzaun aus Gitterelementen aus, um sicher zu produzieren. Für gehobenere Ansprüche stehen Aluminium/Holz- und Blech-Konstruktionen zur Verfügung. Kabinen aus Sandwich-Paneelen sind auch mit erhöhtem Schallschutz verfügbar. Auf Wunsch werden die Umhausungen mit integrierter Absaugverrohrung und Energieführung ausgestattet. Modulare Bodensockel ermöglichen eine minimierte Montage- und Inbetriebnahmezeit, eine Verlagerung der Zelle ist problemlos binnen weniger Stunden realisierbar. as

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Cobots

Kollaboration mit sieben Achsen

Sieben-achsige Cobots. Mit dem Robotik-Ingenieur Kristian Kassow und seinen zwei Partnern steckt hinter dem 2014 in Kopenhagen gegründeten Start-Up Kassow Robots ein erfahrenes Gründerteam.

mehr...
Zur Startseite