Scara-Roboter

„Der Maßstab in der 15-Kilogramm-Klasse“

Im Juni präsentierte Omron seine neue Produktreihe von Scara-Robotern erstmals einem breiten Publikum. Der i4 zeichnet sich durch seine Geschwindigkeit, Präzision und seinen Funktionsumfang aus.

Premiere feierte der Scara-Roboter i4 von Omron auf der diesjährigen Automatica. © Omron

Im Zuge von Industrie 4.0 und der smarten Fabrik erhalten immer mehr individualisierte Lösungen Einzug in die Produktion. Für Hersteller weltweit bedeutet das, immer mehr unterschiedliche Produkte in kleineren Stückzahlen zu produzieren. Gleichzeitig müssen sie sich mit Themen wie Fachkräftemangel beschäftigen, die ihre Flexibilität weiter einschränkt. Auch aus diesem Grund steigt stetig der Automatisierungsgrad. Anbieter von Automatisierungslösungen haben das erkannt und bieten modulare Lösungen an, mit denen Hersteller bei Produktwechsel ihre Fertigungslinien schnell und flexibel anpassen können.

Unter anderem diesen Anforderungen begegnet Omron mit seinem neuen Scara-Generation i4. Dieser kann platzsparend montiert und problemlos in bestehende Fertigungslinien integriert werden. Laut Unternehmen ist der i4 schnell, einfach zu bedienen und kann für zahlreiche Konfigurationen und Anwendungen eingesetzt werden.

Einfache Montage, einfache Integration
Lucian Dold, General Manager Marketing Produkt & Solution bei Omron, ist sich sicher: „Unser neuer Scara-Roboter i4 wird in der 15-Kilogramm-Klasse der Roboter sein, der die Maßstäbe setzt. Das Thema Integration war für uns entscheidend: Der Roboter als solches hat die Steuerung komplett in der Basis integriert. Innerhalb einer halben Stunde ist er einsatzbereit und kann schon Teile picken!“ Zudem hat der i4 ein Ethercat-Modul, das direkt mit dem Controller und dem Arm des Roboters verbunden ist und Benutzern mehr Freiheit beim Konfigurieren des Geräts bietet.

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Lucian Dold: „Der Scara-Roboter i4 wird Maßstäbe setzen!“ © Omron

Das Unternehmen betont, wie einfach der Scara-Roboter in eine bestehende Fertigungslinie zu integrieren ist. Ermöglicht wird die Synchronisierung zwischen den Automatisierungsgeräten und dem i4 über die bereits erwähnte Ethercat-Schnittstelle. So lassen sich Montageprozesse, Einsetz- und Bestückungsverfahren, die hohe Präzision und hohen Durchsatz erfordern, sowie Qualitätskontrolle mit integrierter Bildverarbeitung vereinfachen.

Predictive Maintenance
Der i4 visualisiert zudem Arbeitsdaten und überwacht seinen Status mit den weltweit ersten integrierten Signalen für vorausschauende Wartung. „Der Leuchtring am Roboter zeigt den Status an. Ist alles in Ordnung, leuchtet er grün. Wird eine Wartung notwendig, leuchtet er orange“, erläutert Dold das einfache System. Zusätzlich zu dem Leuchtring hat der Roboter ein integriertes Display, auf dem die Durchführung der richtigen Maßnahmen zur richtigen Zeit angezeigt wird oder im Problemfall bei der Fehlersuche unterstützt. Der i4 kommuniziert mit Benutzern, um ungeplante Ausfallzeiten zu reduzieren.

Mehr Flexibilität in der Produktion
Im Frühjahr 2019 wird Omron die ersten Modelle des Scara-Roboters auf den Markt bringen: den i4-650, den i4-750 und den i4-850, die dann entsprechend über eine Armlänge von 650 Millimeter, 750 Millimeter beziehungsweise 850 Millimeter verfügen werden. Die Nutzlast beträgt bis zu 15 Kilogramm – das ist dreimal mehr als zuvor. Anwender haben außerdem die Wahl zwischen zwei verschiedenen Z-Achsen-Hüben (210 Millimeter oder 410 Millimeter) für jeden Roboter.

Die Sondermodelle erfüllen verschiedene Schutzklassen und Zertifizierungen, darunter Schutzart IP65, Reinraum ISO 4 (Klasse 10), ESD und Modelle mit H1-Fett, sodass für verschiedensten Branchen die richtige Lösung verfügbar ist. Der i4 wird außerdem als invertiertes Modell mit der gleichen hochklassigen Konstruktion erhältlich sein. ag

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