Handhabungstechnik

Mehr als nur Spektakel

Wettbewerb für autonome, mobile Roboter
Roboter sammeln Holzscheiben im Format eines Teelichts; Qualität geht hier vor Geschwindigkeit.
Zum vierten Mal wurde im März 2007 zum Wettbewerb für autonome, mobile Roboter „RobotChallenge“ nach Wien eingeladen. Das anerkennenswerte Ziel der Veranstalter ist, den Forschergedanken möglichst früh in die Köpfe der Jugend zu pflanzen und Interesse an Künstlicher Intelligenz und Robotik zu wecken. Unser Autor Dr.-Ing. habil. Stefan Hesse ist Dozent an der FH Technikum Wien und war für uns vor Ort.

Im Siemens-Forum Wien waren 80 Roboter aus fünf Nationen zur RobotChallenge angetreten. Was dazu für die Wettbewerbe Parallelslalom, Slalom Enhanced, Hindernislauf, Mini-Sumo und Puck Collect an den Start gebracht wurde, sah zwar oft bunt, drahtverworren und zappelig aus, aber darauf kam es nicht an. Die Funktion musste in der jeweiligen Wettbewerbsklasse unter Beweis gestellt werden. Zugelassen sind nur „Eigengewächse“, bei denen zwar fertige Komponenten verbaut werden dürfen, zumindest muss aber die Software-Entwicklung als Eigenleistung erkennbar sein.

Alle Roboter müssen sich in den Wettbewerben mit ihrer Bordintelligenz zurechtfinden und sind vom geliebten Notebook abgenabelt. Für Roboter, die sich keiner Wettbewerbssparte zuordnen lassen, hat man eigens eine Freestyle-Klasse eingerichtet, in der man in höchstens drei Minuten das überwiegend jugendliche Publikum begeistern konnte.

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Beim Hindernislauf, an dessen Parcour-Ende ein Infrarot-Leuchtturm gewissermaßen Lotsenfunktion hatte, strandeten dann einige Mobil-Gefährte mangels ausreichender Intelligenz. Es gab also mehr unvorhergesehene Situationen, als die Silizium-Neuronen schon bewältigen konnten. Beim Mini-Sumo treten zwei Roboter zum Kräftemessen, sozusagen „Kopf an Kopf“, gegeneinander an. Wer den anderen aus dem Ring schiebt, zählt als Sieger.

Beim Einsammeln kleiner roter und blauer Scheiben, verteilt über eine Suchfläche, spielte die Farbsensorik hier und da so manchen Streich. Ziel dieses Wettbewerbs ist, möglichst schnell alle Pucks der eigenen Farbe zu bergen und geschwind in der Homebasis abzuliefern. Wer nach der falschen Farbe greift, hat sich ein „Eigentor“ geleistet. Die „Rote Karte“ erhält, dessen Roboter einen Puck in die fremde Homebasis transportiert hat und dort überflüssigerweise auch noch ablegt.
Alle Wettbewerbe konnten vom reichlich anwesenden und interessierten Publikum an einer Bildwand verfolgt werden. Bereits am Abend gab es im Wiener „Puls-TV“ eine televisionäre Rückblende zu einem mit viel Begeisterung aufgenommenen und gelungenem Wettstreit mobiler, autonomer und oft auch abenteuerlich aussehender Roboter.

Stefan Hesse

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