Schweiß-Baukasten

Schweiß-Kasten

Ganzheitliches Zellenkonzept: Systemisch, modular, integrativ
Alternatives iteratives Vorgehen bei der Anlagenplanung mit deutlich teilweise parallelen Projektphasen und Zeit- sowie Kosteneinsparungen. (Grafik: ABB)
Simulation in der virtuellen Welt und schnittstellenfreier Transfer der Ergebnisse in die Realität sind ein Schlüssel zu technischen und wirtschaftlichen Erfolgen – ob in Maschinenbau, Verfahrenstechnik oder Handling. ABB präsentiert ein ganzheitliches Roboter-Schweißzellenkonzept.

Für praktikable und effiziente Umsetzungen von Simulationsergebnissen in der Robotertechnik sind das Standardisieren von Zellenkonzepten, Abläufen und Schnittstellen erforderlich. Weitere Voraussetzung ist die vollständige Kompatibilität zwischen virtueller und wirklicher Welt. ABB Robotics stellt mit dem neuen modularen Planungskonzept für Roboter-Schweißzellen sowie deren Anwendung hochflexible Lösungsansätze vor. Die wesentlichen Bausteine dafür stehen im „Schweiß-Baukasten“ zur Verfügung. Der Nutzen: Zeit- und Kosteneinsparungen von der Planung bis zur Inbetriebnahme.

Konventionelle Anlagenplanungen bilden die schrittweise Abfolge von der Anfrage über Konzept, Engineering und Realisierung bis hin zur Inbetriebnahme ab. Zwischen den einzelnen Projektphasen liegen zeitkritische Übergänge. Zusammen mit Brüchen infolge wechselnder Kapazitätsvorgaben, undefinierter Fertigungsphilosophien oder Bauteiländerungen setzen sie Ursachen für Zeitverzögerungen und Zusatzkosten im Projekt. Demgegenüber stellt ABB ein prinzipiell ganzheitliches Vorgehen der Projektbearbeitung vor. Zeitlich parallel laufende statt sequenzielle Projektplanungsphasen setzen durchgängige und kompatible Planungswerkzeuge statt „Insel“-Softwarelandschaft sowie modular konzipierte Hard- und Software voraus.

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Für die Anwendung automatisiertes Lichtbogen-Schweißen enthält der Schweiß-Baukasten wesentliche Bausteine. Die zentrale Funktion führt der Industrieroboter IRB 1600 aus. Konzipiert für das Lichtbogen-Schweißen ist er mit einem integrierten Schlauchpaket und dem axial drehbaren Brenner ausgestattet. Je nach Werkstückart, -größe und -gewicht trifft der Nutzer die Wahl zwischen verschiedenen Positionierern, oder er entscheidet sich für einen oder mehrere zusätzliche Roboter zum Schweißen. Zubehör wie Rolltore, Lichtschranken oder Rauchabzüge ergänzt die Hardware.

Die Software RobotStudio ermöglicht das Erstellen von Anlagen-Layouts und Bedienoberflächen, das Programmieren und Simulieren der gesamten Anlagenlogik sowie die Inbetriebnahme und Anlagenüberwachung am PC. Angestrebte Lösungen sind dadurch einfach zu modellieren und gefundene Lösungen problemlos variierbar oder auf veränderte Gegebenheiten anzupassen.
RobotStudio basiert auf einem virtuellen Controller, der analog zur realen Steuerung arbeitet. Damit hat das virtuelle Modell die gleichen Eigenschaften wie die reale Zelle. Die Roboterprogramme aus der virtuellen Welt übernimmt der Anwender 1:1 in die reale Schweißzelle. Deren so gewährleistete sichere Inbetriebnahme bedeutet eine markante Zeitersparnis. Bei der Bauteilprogrammierung entfällt das „Downtime“ der Produktionsanlage. Weiteren Nutzen generiert der Anwender aufgrund des vereinfachten Planens von Vorrichtungen, signifikant kürzerer Taktzeiten und schnell verfügbarer Ergebnisse von Zugänglichkeitsanalysen. Das speziell für das Schweißen entwickelte Software-Paket ArcWeld PowerPack erweitert das Programm RobotStudio. Mit ihm lassen sich bedienerfreundlich Roboterbahnen umsetzen und die Brennerposition variieren. pb

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