Robotik + Automation

Automatisierungs-Trend

Die Automatisierungsbranche hat in den vergangenen zwölf Monaten ein Wechselbad der Gefühle durchlebt – mit einem absoluten Rekordjahr 2008, aber auch mit einer beispiellosen Abwärtsspirale im Auftragseingang Anfang 2009, resümierte Dr. Norbert Stein, Vorsitzender des Vorstandes von VDMA Robotik + Automation. Die Hersteller von Robotik und Automation, also von Industrieller Bildverarbeitung, Montage- und Handhabungstechnik sowie Robotik, konnten 2008 mit einem Umsatzwachstum von 13 Prozent auf 9,3 Milliarden Euro im dritten Jahr in Folge deutlich zulegen. Insgesamt blickt Robotik und Automation auf eine Erfolgsgeschichte zurück: Das dritte Wachstumsjahr in Folge – die vergangenen beiden Jahre sogar mit zweistelligen Wachstumsraten – und ein seit der Jahrtausendwende von 5,6 auf jetzt 9,3 Milliarden Euro gestiegener Branchenumsatz. Insbesondere die Robotik hat mit einem Wachstum von 15 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro zu dieser Entwicklung beigetragen. Hintergrund war der fortgesetzte weltweite Trend zur Automatisierung. Auch die Hersteller von Montage- und Handhabungstechnik profitierten davon. Die Industrielle Bildverarbeitung, die über viele Jahre die am dynamischsten wachsende Teilbranche war, legte nochmals um fünf Prozent auf 1,2 Milliarden Euro zu. Im ersten Quartal 2009 indes war der Auftragseingang gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 48 Prozent rückläufig. Nach Einschätzungen des VDMA könnte der Umsatz von Robotik und Automation 2009 gut 20 Prozent auf 7,3 Milliarden Euro und damit auf das Niveau von 2006 zurückgehen. Für den Jahresverlauf rechnen auch die Hersteller von Montage- und Handhabungstechnik mit einem Umsatzrückgang in Höhe von 20 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro. In den vergangenen Monaten hat sich – insbesondere für die Hersteller von Komponenten der Montage- und Handhabungstechnik – der Lagerzyklus negativ ausgewirkt: In der „Überhitzungsphase“ 2007/2008 haben viele Kunden Komponenten eingelagert, um die rasche Verfügbarkeit zu sichern. Insgesamt sind und bleiben die deutschen Hersteller von Montage- und Handhabungstechnik aber gut aufgestellt, so die Einschätzung, da sie mit ihrer Engineering-Kompetenz eine Schlüsselrolle im produzierenden Gewerbe einnehmen. Die Montage als letzte Stufe im Produktionsprozess kann wie kein anderer Bereich die gestiegenen Anforderungen hinsichtlich Variantenmanagement, Time-to-Market und Produktionskosten positiv beeinflussen. Bereits ein Jahr vor Beginn der nächsten Automatica, die vom 8. bis 10. Juni 2010 in München stattfindet, sind mehr als 21.000 Quadratmeter Netto-Ausstellungsfläche gebucht; das sind rund Zweidrittel der gesamten Ausstellungsfläche von 2008. Rund 300 namhafte Aussteller haben ihre Teilnahme an der internationalen Fachmesse für Automation und Mechatronik bereits zugesagt. Mit von der Partie sind schon jetzt alle führenden Hersteller von Industrierobotern – ein klares Bekenntnis der Branchen zu ihrer Leitmesse. pb

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