Robotertechnik

Flexible Spezies

Roboterzellen für Be- und Entladeaufgaben
Nahezu für jede kunden- und maschinenspezifische Anforderung eignen sich die Roboterzellen der Firma Handlingtech. In einem massiven Gehäuse handelt ein Sechsachs-Roboter die Werkstücke, und optimierte Speicherlösungen ermöglichen die Anbindung an die vorhandene Transport- und Speichersituation.

Bereits seit vielen Jahren rationalisieren Roboter die Industrieproduktion. Besonders die Spezies der so genannten Gelenk- oder Knickarmroboter verkörpert Beweglichkeit und Flexibilität schlechthin. Man findet sie in allen Bereichen der Handhabung und Montage sowie praktisch allen Fertigungsverfahren, wo sie in Prozesszellen Bearbeitungsoperationen übernehmen oder Prüfaufgaben ausführen. Auch auf dem Gebiet des Be- und Entladens von Maschinen und Anlagen (insbesondere von Werkzeugmaschinen) bilden moderne Sechsachs-Knickarmroboter die flexiblere Alternative zu klassischen Applikationen wie Taktbändern oder Portalladern. Mit ihren Freiheitsgraden können die unermüdlichen Arbeitsknechte sogar komplexe Werkstücke positionsgerecht in Aufspannungen einfuttern, ohne dass mechanische Anpassungen an Vorrichtungen oder Umbauten an Zuführeinrichtungen notwendig sind.

Seit 1994 entwickelt und baut die Stuttgarter Firma Handlingtech Lösungen für die Vollautomatisierung von industriellen Prozessabläufen mittels Handlingsystemen. Im Lauf dieser Zeit wurden für die unterschiedlichsten Fertigungsanlagen – von Härteöfen bis zu Bearbeitungsmaschinen wie Drehautomaten, Schleifmaschinen oder Tieflochbohrzentren – angepasste Lösungen realisiert. Alle hatten das Ziel, die Produktivität zu erhöhen und damit die Rentabilität der Investition zu verbessern.

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Mit dem Know-how aus mehr als 500 realisierten Anlagen hat das expandierende Stuttgarter Unternehmen nun standardisierte Roboterzellen entwickelt. Die im Kern mit einem Industrieroboter ausgestatteten Robax-Zellen lassen sich aufgrund der systemeigenen Steuerungseinheit und des modularen Aufbaus an jede kunden- und maschinenspezifische Anforderung anpassen. Die Zugängigkeit der Maschine (die erforderliche Reichweite und/oder die notwendige Tragkraft) definieren die Auswahl des geeigneten Roboters und darüber hinaus weitgehend auch die Größe der Zelle.

Ausführungen in mehreren Größen

Die Robax-Zellen werden heute in fünf Abmessungen angeboten, wobei jeweils zumeist zwei bis drei unterschiedliche Robotergrößen adaptierbar sind. Die kleinste Ausführung SRZ100 bietet als Low-cost-Variante ohne Palettenwechsler die Möglichkeit, ein bis zwei Werkstückträgerpaletten manuell einzustellen. Bereits mit automatischer Speicherlösung ist die SRZ200 quasi die Einsteiger-Version. Mit einer Grundfläche von 1,50 mal 1,30 Metern stellt sie eine Platz sparende Lösung dar für kleine Werkstücke und präzise Werkzeugmaschinen. Für komplexere beziehungsweise kleine bis mittlere Werkstücke ist eine SRZ400 die universelle Wahl. Sie lässt sich mit projektspezifischer Ausrüstung an alle Produktionserfordernisse anpassen. Ausreichend Raum bietet die optionale Möglichkeit, in der Peripherie des Roboters Zusatzoperationen wie Montage-, Bearbeitungs- oder Prüfaufgaben zu installieren, um den Automatisierungseffekt weiter zu erhöhen. Im höheren Traglastbereich ist die SRZ600 angesiedelt. Zur Abrundung der Standardbaureihe gibt es noch die SRZ800, in der ein Roboter mit 165 Kilogramm Traglast die schweren Fälle löst.

Allen gemeinsam ist das modulare Gehäusekonzept in geschweißter Ausführung, in das optimierte Speicher- oder Transportsysteme integriert werden können. Eine häufig gewählte Werkstück-Zuführung ist der Handlingtech-Palettierer in Form eines Zwei- oder Mehrfach-Palettenwechslers. Bis zu zwölf Paletten lassen sich stapelweise vollautomatisch abarbeiten. Andere Varianten sind Drehtische, Förderbänder oder Fördertöpfe, mit denen der Be- und Entladepunkt des Roboters an unterschiedliche Transport- und Teilespeichersituationen anzubinden ist.

Einschließlich Gehäuse und Palettierer werden die Robax-Zellen heute in Serie gefertigt. In über 80 Prozent der Anwendungen sind lediglich Werkstück bezogene Modifikationen an der Roboterhand erforderlich, also die Greiferauswahl und Anpassung der Greiferfinger. Jörg Hutzel

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