Roboter-Dreh-Fräs-Zelle Robo-turn

Clever und kompakt

Voll integrierte Roboter-Dreh-Fräs-Zelle
Roboter inside – mit Zweifach-Palettensystem zum Be- und Entladen


Auf der Suche nach effizienten Produktionslösungen werden viele Unternehmen bei einer Kombination aus Werkzeugmaschine und Roboter fündig. Dem Anspruch nach einer wirtschaftlichen und kompakten Lösung wird die integrierte Variante am meisten gerecht. Hier befindet sich der Roboter innerhalb der Maschine und bildet mit ihr eine kompakte Einheit.




Als Systemhaus hat EGS viel Erfahrung bei der Roboter-Automatisierung von Fertigungsanlagen. Bereits vor Jahren entstand die Idee, ein eigenes, voll integriertes System zu entwickeln. Neben Standardsystemen entwickeln die Spezialisten aus Blumberg Automatisierungskonzepte, die den individuellen Wünschen ihrer Kunden angepasst werden. Für das neue Projekt Robo-turn musste zunächst die passende Maschine gefunden werden. Im benachbarten Schwenningen wurde Geschäftsführer Robert Eby fündig: „Als ich die müga-turn–Drehmaschinen zum ersten Mal auf einer Messe sah, war ich begeistert von diesem vielseitigen und kostengünstigen Maschinenkonzept“. Hierbei handelt es sich um eine Reihe innovativer CNC-Drehmaschinen der Firma Müga Werkzeugmaschinen. Sie hat an Stelle eines Werkzeug-Revolvers einen Werkzeugträger, der über drei Linearachsen exakt positioniert wird. Dieser Aufbau ermöglicht eine kurze Span-zu-Span-Zeit von nur 0,5 Sekunden. Bis zu 27 Werkzeuge, neun davon angetrieben, stehen zur Bearbeitung zur Verfügung. Besonders flexibel wird die Maschine mit der integrierten Y-Achse und der als C-Achse ausgeführten Hauptspindel. Die müga-turn erfreuen sich einer stetig steigenden Nachfrage. Besonders kleine und mittlere Betriebe setzen beim Maschinenkauf auf das gute Preis-Leistungsverhältnis.

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EGS orderte die müga-turn GT3 und integrierte einen Roboter HP3L von Motoman in schutzdichter Ausführung, der sich bereits in vielen anderen Anwendungen bewährt hat. Eine speziell entwickelte Späne- und Kühlmittelschutztür ermöglicht es dem Roboter, bereits während der Bearbeitung ein Rohteil aufzunehmen beziehungsweise ein Fertigteil abzulegen. Damit war eine kompakte, sehr Platz sparende Maschinenzelle geschaffen. Den nächsten Schritt bildete die Platzierung des eigenentwickelten Zweifach-Palettensystems direkt an der Maschine. Während die erste Palette automatisch abgearbeitet wird, kann die zweite bereits wieder bestückt werden. Ein zusätzlicher Teilefänger mit Transportband ermöglicht eine noch kürzere Entladung der Hauptspindel bei weniger empfindlichen Werkstücken. Die Roboter-Programme werden über die Maschinensteuerung aufgerufen. Eine separate Bedieneinheit ist damit nicht erforderlich. Die Programm-Auswahl erfolgt über die einzige Steuereinheit. Das Öffnen und Schließen der Maschinentür und die damit verbundene Überprüfung der Sicherheit entfällt ebenfalls beim integrierten System.

Besonders bei kurzen Taktzeiten erreicht die Robo-turn eine hohe Zeitersparnis. So verkürzt sich die Gesamttaktzeit bei einer Bearbeitungsdauer von unter 15 Sekunden um bis zu 45 Prozent. Die Robo-turn sorgt für höchste Flexibilität beim Teilespektrum. So ist sie ideal für mittlere Serien. Aber auch kleinere Serien lassen sich durch einfaches Umrüsten wirtschaftlich bearbeiten. Selbst die Fertigung von Kleinstserien und Musterteilen ist kein Problem, da auch das manuelle Be- und Entladen der Maschine als auch das Programmeinfahren ohne weitere Umbauten möglich ist. PR/gm

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