Produktionsautomatisierung

Fenster für Roboter

Bereits seit einiger Zeit verwendet der Beschlagproduzent Maco für die Produktion in manchen Bereichen Roboter. Bis vor wenigen Jahren war deren Einsatz jedoch auf wenige Gebiete beschränkt. Der gesamte Aufbau der Roboterzellen inklusive der Greifer und anderer benötigter Vorrichtungen wurde bei Maco im Haus konstruiert und hergestellt, ebenso die Programmierung durchgeführt. „Das ist keine triviale Aufgabe, immerhin fährt der Sechsachs-Roboter in einem Durchlauf 48 Positionen an“, sagt Maco-Ingenieur Hubert Weißenbacher. „Nach einer kurzen Gewöhnungsphase lernten unsere Softwareentwickler dabei die komfortable Programmierung mit der Entwicklungsumgebung Stäubli Robotics Studio zu schätzen. Auch das halten wir für ein wesentliches Kriterium.“ Seit Mitte 2008 sind die beiden Roboter nun im Einsatz und brachten einen sofort spürbaren Gewinn an Produktivität und Prozesssicherheit.

Noch davor startete das nächste Projekt zum automatischen Kalibrieren und Gewindeschneiden in Ecklagerbändern mit einem Sechsachsroboter TX60L. Mit der aus dem Erstprojekt gewonnenen Erfahrung war der kompakte, schnelle und präzise Sechsachs-Roboter mit 515 Millimeter Reichweite in sehr kurzer Zeit in Betrieb genommen. Aktuell vor der Inbetriebnahme steht ein drittes, größeres Projekt. Dabei geht es um die Montage der Scheren für den oberen Bereich von Dreh-/Kippfenstern. Dieser wesentliche Produktionsschritt – das Zusammenführen der kleinen Einzelteilen für die Montage der fertigen Einheiten – war bis dahin mit linear wirkenden, anwendungsspezifisch angefertigten pneumatischen Handhabungsapparaturen automatisiert worden. Die notwendige Ausweitung der Kapazität anlässlich einer Produktumstellung gab für Maco den Anlass, auf Robotik umzusteigen. Im Herbst dieses Jahres wird die neue vollautomatische Linie, bestehend aus acht Scara-Robotern des Stäubli-Typs RS40B und einem Sechsachs-Roboter TX90L, im Werk Trieben die Produktion aufnehmen. bw

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