Robotertechnik

Arbeitstaktbeschleuniger

Palettierroboter (nicht nur) für die Druckindustrie
Die Erleichterung des Menschen von körperlicher Schwerarbeit ist eine der wichtigsten Aufgaben der Automatisierung. Der Palettierroboter von Make erweist sich hierbei nicht nur als flinker, sondern auch intelligenter Helfer. Seine Software hilft, die zeitminimale Palettierstrategie zu finden. Auch ohne spezielle Steuerungskenntnisse kann man den Roboter schnell auf neue Produktformate umstellen.

Make steht für Maschinen, Komponenten, Engineering. Das bisher hauptsächlich in der grafischen Industrie tätige Unternehmen entwickelte einen Portalroboter, der minimale Taktzeiten ermöglicht und wenig Platz erfordert. In der Standard-Konfiguration enthält er neben der eigentlichen Palettierzelle einen Stautaktförderer mit Übergabestation. Für optimalen Materialfluss gibt es Zuführbänder in unterschiedlichen Varianten. Die Pakete werden vom Stautaktförderer übernommen, getaktet und an die Übernahmestation geführt, wo sie ein Greifer übernimmt und nach einem programmierbaren Palettenschema auf den Paletten absetzt. Mit der Software „Multipack“ kann man vor Ort Palettiermuster erstellen und an den Palettierer übertragen – für alle Produktformate, die innerhalb der Spezifikation des Greifers liegen. So lässt sich der Roboter – auch ohne spezielle Steuerungskenntnisse – schnell auf neue Formate umstellen.

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Für die Optimierung der Roboterleistung berechnet die Software zu jedem Lagenmuster die zeitminimale Palettierstrategie. Die Zahl der Arbeitstakte je Packstücklage lässt sich – je nach Greifer – minimieren, wenn mehrere Packstücke gleichzeitig aufgenommen und gemeinsam (oder vereinzelt) abgesetzt werden können. Zur Kontrolle kann man den Ablauf der Palettierung dreidimensional auf dem Touch Screen visualisieren. Synchron zur Arbeit des Palettierers wird der aktuelle Sollzustand der Palette angezeigt.

Branchenlösung für Druck und Papier

Speziell für die Anforderungen der grafischen Industrie entwickelten die Wassenberger eine Bedieneroberfläche, die folgende Merkmale unterstützt: Die Paketmaße werden aus Format, Seitenzahl und Stück je Bündel und Materialstärke berechnet. Die Position der Heftnaht bei der Paketaufnahme lässt sich vorgeben. Die Möglichkeit des Greifers, zwei Packstücke aufzunehmen und einzeln oder mit einer Lücke abzusetzen, wird unterstützt, um durch eine zeitminimale Palettierstrategie die Leistung des Roboters zu optimieren.

Lagenmuster kann man interaktiv verändern und in einer Datenbank speichern. Für die Restmengenpalette eines Auftrags wird eine obere Lage mit reduzierter Packstückanzahl automatisch angepasst. Dabei liegen die Packstücke entweder in den Ecken und am Rand der Palettenfläche (um eine weitere Palette darauf stapeln zu können) oder werden in der Mitte zentriert angeordnet. Der Ablauf der Palettierung kann zur Kontrolle dreidimensional auf dem Touch Screen visualisiert werden. Synchron zur Arbeit des Palettierers wird der aktuelle Sollzustand der Palette angezeigt.

Standard sind drei und vier Achsen. Auf Wunsch ist eine fünfte Achse möglich (Paletten-Hub). Im Gerät lässt sich ein Zwischenbogen-Anleger integrieren, womit zwischen den einzelnen Lagen ein Papierbogen oder ein starker Karton in Palettengröße automatisch zugelegt werden kann. Die Produktgröße beträgt in Laufrichtung 140 bis 315 Millimeter, quer zur Laufrichtung 180 bis 250 Millimeter. Die Pakethöhe kann zwischen 100 und 320 Millimeter liegen.

Pakete bis 25 Kilogramm Masse lassen sich verarbeiten. Sondergreifer sind möglich, ebenso eine automatische Greiferwechsel-Station, die nach dem Prinzip von NC-Werkzeugmaschinen arbeitet. Die maximale Palettierhöhe beträgt 1400, optional 1600 Millimeter. Es können sowohl Euro- oder Industriepaletten eingesetzt werden (weitere Formate auf Anfrage). Die maximale Leistung beträgt 650 Pakete in der Stunde, bei Einsatz des Doppel-Greifers doppelt so viele. Gunthart Mau

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