Robotertechnik

Kollege Roboter

Sicherheitskonzept macht Schutzmaßnahmen überflüssig
Ein spezieller Greifarm ermöglicht die direkte Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine ohne Abschrankung. Damit werden Prozessabläufe möglich, die bislang wegen der Gefährdung des Menschen durch die Maschine unmöglich schienen.

Unter dem Namen „Katana“ hat Neuronics in den letzten Jahren einen Leichtbau-Greifarm entwickelt, der als prinzipiell ungefährlich bezeichnet werden kann. Er erlaubt es, viele Handlings- und Manipulationsaufgaben in verschiedenen Branchen auf einfache Art zu automatisieren. Das ermöglicht eine direkte Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter und bringt wichtige Vorteile: Bei mehrstufigen Prozessen kann das Handlingsgerät einen oder mehrere Arbeitsschritte in Ablaufketten ausführen, in der auch Menschen beteiligt sind. Der Katana-Arm kann auch von Hand geführt werden, was einfaches Einprogrammieren von Positionen und manuelles Bewegen im gesamten Wirkungsbereich erlaubt. Die Software „Katana4D“ ermöglicht sowohl die einfache Erstellung von Programmen per Software-Assistent als auch die Realisierung von komplexen Lösungen. Dank seiner minimalen Anforderung an Raum und Energie ist Katana an fast allen Orten fest oder mobil montiert einsetzbar. Eine Schutzabschrankung ist grundsätzlich nicht erforderlich.

Das Handlingsgerät verfügt über zwei Dreh- und bis zu drei Knickgelenke sowie einen zusätzlichen Motor für den Greifer-Antrieb, der bei Anwendungen mit einem Sauggreifer auch als zusätzliches Gelenk eingesetzt werden kann. Je nach Anwendung wird die Greifer-Basis entlang des Vorderarmes oder senkrecht dazu montiert, was den Wirkungsraum und die Anfahrtsmöglichkeiten wesentlich erweitert. Die gesamte Leistungselektronik ist im Innern des Roboters integriert. Die Kommunikation erfolgt intern durch ein SPI-Bussystem. Mit externen Rechnern wird über die seriellen Schnittstellen (RS232 oder USB) kommuniziert. Echtzeitberechnungen wie Geschwindigkeits- und Positionsregelung laufen auf den Prozessoren im Katana-Arm ab. Komplexe Berechnungen wie inverse Kinematik und neuronale Netzwerk-Algorithmen werden dagegen auf einer separaten Recheneinheit wie einem Industrie-PC umgesetzt. Gleiches gilt für Datenbankfunktionen und die Berechnungen für die Benutzeroberfläche.

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Standardmässig wird ein Winkelgreifer geliefert, dessen Finger mit Sensoren verschiedener Modalitäten versehen sind: Infrarotsensoren, piezoresistive Kraftsensoren, Leitfähigkeitssensoren und Encoder für die Greiferöffnung. Optional sind weitere oder andere Sensoren verfügbar, zum Beispiel Farbsensoren. Ein Kabel für Videoanschluss ist im Arm verfügbar. Neben den erwähnten Standardkomponenten liefert Neuronics weiteres Zubehör sowie verschiedene Software-Module, mit denen Anwender eigenständig Automatisierungslösungen realisieren können. Zusätzlich zu den Funktionen für das Teach-in und die automatische Skript-Generierung für Programmabläufe ist auch ein automatisiertes Lernen zur Objektkategorisierung möglich. Dadurch können viele Lösungen vom Anwender selbst konzipiert und programmiert werden.(ho)

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