Robotertechnik

Roboterschweißen wo‘s eng wird

Der Einsatz von Schweißrobotern bringt viele Vorteile, aber oft können herkömmliche Roboter aus Platzmangel nicht eingesetzt werden. OTC hat mit seiner AX-Kompaktklasse eine Knickarm-Roboterserie entwickelt, die für alle Schweißverfahren geeignet ist und auch auf engstem Raum oder innerhalb großer Bauteile eingesetzt werden kann.

Beim Modell AX-MH3 handelt es sich um einen robusten Hochgeschwindigkeitsroboter, der durch seine hohe Arbeitsgeschwindigkeit die Produktivität verbessert. Die einfache Überkopf- und Wandmontage erleichtert die Integration in Produktionslinien, eine spezielle Kinematik erweitert den Arbeitsbereich bei Überkopfmontage.

Die Ultraleichtroboter der Reihe AX-MS3 wiegen lediglich 29 Kilogramm und können in beliebig großen Bauteilen zum automatischen Schweißen eingesetzt werden. Dass der Roboter über eine einzige Leitung mit der Steuerung verbunden ist, erleichtert den mobilen Einsatz zusätzlich. Durch die Kombination mit einem separaten Ausleger ist es möglich, tief in Bauteile wie Tanks oder Container einzudringen und auch in engen Räumen präzise zu schweißen. Für Arbeiten an besonders langen Bauteilen wie Schiffskörper oder Waggons gibt es auch eine Ausführung mit Fahrschlitten, durch den das Abschweißen langer Bauteile möglich wird. Der Schlitten wird über die jeweils 1,5 Meter langen Schienen bewegt, die bis zu einer Länge von 50 Metern an­einandergereiht werden können. Manipulator und Fahrschlitten sind einfach zu transportieren, und wenn zwei Roboter auf Fahrschlitten montiert werden, lassen sich auch lange Bauteile effizient und an allen erforderlichen Schweißpositionen verschweißen.

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Für mobile Einsätze gibt es eine fahrbare Schweißstation, bei der Roboter, Steuerung und Schweißausrüstung in einem Fahrwagen integriert sind. Ein Teil des Fahrwagens wird als Arbeitsfläche für kleine Bauteile genutzt, so dass sich an praktisch jedem Ort sehr schnell eine kleine Roboterschweißstation einrichten lässt.

Angesteuert werden die Roboter von der PC-basierenden AX-C-Steuerung. Sie ist einfach zu bedienen und bietet neben einer visuellen Unterstützung auch die Anleitung durch ein integriertes Expertensystem. Anstelle der bewährten Programmiermethode der bisherigen OTC-Robotersteuerungen kann nun auch eine vereinfachte Methode verwendet werden, die Piktogramme nutzt und damit das intuitive Programmieren für ungeübte Anwender erleichtert. Die Steuerung erweitert durch eine neue Prozessortechnologie und durch verbesserte Bewegungsalgorithmen die Roboterperformance und reduziert die Zykluszeiten um bis zu 20 Prozent gegenüber herkömmlichen Robotermodellen. Da die Speicherkapazität für maximal 160.000 Raumpunkte ausreicht und sich bis zu 54 Achsen vollsynchron verwalten lassen, können vielfältige Anlagenkonzepte realisiert werden.ho

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