Robotertechnik

Unfallverhütungs-Vorschrift

Robotersteuerung mit Schutzfunktionen

Stillstehende Roboter sind der Albtraum für jeden Betreiber einer Fertigungslinie. Neben hohen Kosten für die Instandsetzung im Schadensfall wirken sich Ausfallzeiten auch negativ auf das Betriebsergebnis aus. Daher entwickelt Mitsubishi Electric für seine neueste Generation von Knickarmrobotern ein ausgereiftes Sicherheitskonzept. Es schützt Roboter, Werkstücke und Anlagen zuverlässig vor Zerstörung und Ausfällen. Zur Serienausstattung gehören leistungsstarke Sicherheitssysteme wie eine sensorlose Kollisionserkennung.

Fachleute wissen, dass die Kollision eines Roboters mit Anlagenteilen zu langen und teuren Stillstandszeiten führen kann. Dank der sensorlosen Kollisionserkennung (Crashdetektierung) reagiert die Robotersteuerung äußerst feinfühlig auf alle abweichenden Kräfte, die nicht zum normalen Ablaufprogramm des Roboters gehören. Ist es dem Roboter beispielsweise nicht möglich, ein Werkstück in eine Form abzulegen (weil ein vorheriges Teil noch nicht entnommen ist) erkennt die Steuerung frühzeitig die daraus resultierende Kollision. Greifer, Werkstückträger und Roboter bleiben somit unbeschädigt. Und eine gezielte Aktion wie die Anforderung eines neuen Werkstückträgers, ermöglicht einen reibungslosen Ablauf.

Selbst Roboter mit einer Handhabungsmasse bis zwölf Kilogramm sind in der Lage, kurzzeitig Kräfte bis 1.500 Newton und mehr aufzubringen. Die sensorlose Kollisionserkennung gehört bei den Knickarmrobotern der Serie RV-S von Mitsubishi Electric zur Standardfunktion. Im gesamten Verfahrprogramm des Roboters kann diese an beliebiger Stelle ein- und ausgeschaltet beziehungsweise die Erkennungsschwelle angepasst werden. Durch die Möglichkeit der beliebigen Parametrierung jeder einzelnen Achse lassen sich zum Beispiel nur das Handgelenk respektive die Handdrehung auf Kollision oder eine erhöhte Kraft überwachen. Treten im Automatik- oder im Teach-Betrieb höhere Kräfte auf als erwartet, schaltet die Robotersteuerung die weitere Bewegung ab oder reagiert entsprechend eines zuvor definierten Ablaufs auf das Ereignis. Die Erkennungsschwelle kann so feinfühlig eingestellt werden, dass ein leichter Druck mit dem Zeigefinger gegen den Roboterhandflansch ausreicht, um diesen in der Bewegung zu stoppen. Rainer Hänel (gm)

Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige

xetto® transportiert, hebt, verlädt und fährt mit

Die von HOERBIGER entwickelte mobile Ladehilfe xetto® klettert nach der Fahrzeugbeladung aus eigener Kraft auf die Ladefläche. Somit kann eine Person schwere Lasten am Einsatzort allein entladen und bewegen. Neu: xetto® wird als Arbeitsmittel für körperlich beeinträchtigte Menschen vom Integrationsamt gefördert.

mehr...
Anzeige

Feinplanung

Detailiert Planen

Mit der Feinplanung als neue, webbasierte Komponente des Produktes add*ONE Simultanplanung komplettiert Softwareanbieter Inform sein Verfahren der Produktionsplanung. Die Add-on Software für ERP-Systeme generiert pünktliche und kostenoptimierte...

mehr...

Kabeldurchführung

Ab durch die Führung

RSP hat den Ciro - Circular Rotator vorgestellt, eine Kabeldurchführung für mehr Flexibilität des Roboters. Der Ciro sitzt an der sechsten Achse des Industrieroboters. Die Kabel und Schläuche, die häufig eine Störkontur darstellen und einen Roboter...

mehr...

Kommissionierung

Der Roboter bringt Entlastung

Kommissionierung von Plattenwerkstoffen. Der Fertighausexperte Fingerhaus hat die Kommissionierung und Sortierung von Plattenwerkstoffen automatisiert. Hier ist ein ABB IRB 6650S mit einer speziellen Vakuumlastaufnahme im Einsatz.

mehr...
Zur Startseite