Robotertechnik, FA 1

Die Roboter kommen!

Bremen auf dem Weg zum Zentrum der Service-Robotik
Bremen ist eine Stadt in Bewegung – die traditionsreiche Seefahrt, DaimlerChrysler und die EADS stehen für Fortbewegung an Land, zu Wasser und in der Luft. Doch Globalisierung, Strukturwandel und der angespannte Arbeitsmarkt haben auch im kleinsten Bundesland ihre Spuren hinterlassen. Daher müssen zusätzlich neue Wege beschritten werden. Künftig will sich der Standort auch als Zentrum der Service-Robotik profilieren.

Wohin geht die Robotik-Entwicklung derzeit in Deutschland? Wie wird sich dieser Markt in den nächsten zehn bis 20 Jahren entwickeln? Kann er die von Fachleuten prognostizierte Dynamik entfalten? Nimmt die Entwicklung einen ähnlichen Verlauf wie die PC-Technik; gibt es gar ein Mooresches Gesetz für Roboter? Und welche Rolle spielen dabei kreative Dienstleister, beispielsweise die Industriedesigner?

Diesen allgemeinen, aber auch sehr speziellen Fragestellungen zur Robotik ging im Frühjahr die zweitägige Konferenz Robotics in Progress nach. Den Kristallisationspunkt für Diskussionen und Positionsbestimmungen bildeten 18 Vorträge und Veranstaltungen rund um das Thema Autonome Robotik. Das Veranstaltungskonzept sah vor, dass sich die Referenten und Konferenzteilnehmer von Robotics in Progress mit denen kurzschließen konnten, die in der Industrierobotik bereits etabliert sind: Zeitgleich – und bereits das dritte Jahr in Folge – fand die Konferenz Forum Robotic statt. Diese Veranstaltung informierte an zwei Tagen über Robotikanwendungen in Ausbildung und Forschung, im Maschinenbau und der industriellen Fertigung. Veranstalter waren der VDI (Landesvertretung Bremen) gemeinsam mit Daimler Chrysler, Mitsubishi Electric und Kuka als Partner aus der Industrie.

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Durch die Parallelveranstaltung beider Konferenzen am gleichen Ort war es möglich, ein breites Spektrum von der Industrierobotik bis zur Servicerobotik – also selbst lernenden autonomen Systemen – zu erleben. Ergänzend zu den Vorträgen und Workshops beider Veranstaltungen waren im Ausstellungsbereich Roboter für das Kleinteilehandling bis hin zu Großrobotern zu sehen, wie sie in der Automobilproduktion eingesetzt werden. Darüber hinaus konnten die Konferenzteilnehmer bei einer Besichtigung des DaimlerChrysler-Werkes Industrieroboter bei der Fertigung des CLK-Modells hautnah erlebten.

Am Abend des ersten Tages kamen die Teilnehmer beider Konferenzen zu einer Abendveranstaltung im historischen Speicher XI der Bremer Überseestadt zusammen. Dort tauschten sie ihre Erfahrungen aus und diskutierten über die Perspektiven der Robotik sowie die Rolle des Industriedesigns bei Produktentwicklung und -absatz.

Zum Abschluss der beiden Konferenztage fand ein Workshop statt, in dem die Ziele und Aufgaben der künftigen Robotik-Entwicklung in Deutschland skizziert wurden. Die Ergebnisse dieses Workshops werden als Orientierung für die Fortführung des Themas Robotik im Rahmen des Bremer Design Zyklus dienen. Das Design Zentrum Bremen versteht die Konferenz Robotic in Progress als Auftaktveranstaltung für die weitere Bearbeitung im Designlabor Bremerhaven. (Das Design Zentrum Bremen und das DesignLabor Bremerhaven sind Teil der Bremer Design GmbH, einer Tochter der Bremer Investitionsgesellschaft.) Hier werden Kreative gemeinsam mit anderen Disziplinen – und in Kooperation mit Wirtschaft und Wissenschaft – Anwendungsfelder für die autonome Robotik entwickeln. Gunthart Mau

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