Robotik

Fokus auf den Reinraum

Handling Tech hat die Standardzelle neu definiert. Bei der Neukonzeption der Standardroboterzellen gab es keine Restriktionen, wie Dipl.-Ing. Jörg Hutzel, geschäftsführender Gesellschafter der Handling Tech Automations-Systeme GmbH betont: "Ziel war es, unsere bekannten Robax-Zellen völlig neu zu definieren. Dazu haben wir die ruhigere Zeit genutzt und unsere eigenen Entwicklungskapazitäten in Kooperation mit einem Industriedesigner auf die Konzeption von Standardzellen fokussiert, die sowohl ästhetisch als auch technologisch Maßstäbe setzen sollten. Mit den neuen Robax-Zellen haben wir dieses Ziel erreicht."

Seitenansicht des Bedienpults der neuen Robax-Zelle.

Das unverwechselbare Design der Standardzellen mit weichen, runden Linien und großzügigen Glasflächen charakterisiert die neue Generation und geht einher mit signifikanten Veränderungen wie minimalen Umrüstzeiten, einfachem Zugang und hohem Bedienkomfort. Darüber hinaus besteht der Rahmen der Zelle aus massiven Stahlprofilen, die nicht verschraubt, sondern verschweißt werden. Die so entstandene Stabilität dieser Konstruktion erlaubt es, die komplette Zelle verschiebbar oder fest auf dem Hallenboden zu fixieren und den Roboter bei Bedarf auch über Kopf an der Decke zu montieren. Weiteres Plus: Der Rahmen dient gleichzeitig als Kabelkanal und löst das Problem der Kabelführung perfekt und unsichtbar. Selbstverständlich findet auch das Programmierhandgerät seinen festen Platz am Rahmen, die Steuerung selbst ist im unteren Teil der Zelle platzsparend integriert.

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"Kein störendes Kabelwirrwarr, keine Stolperfalle stattdessen Ästhetik und Design - das zeichnet unsere Zellen aus. Da wir mit diesen Zellen erstmals auch auf Applikationen in der Reinraum- und Medizintechnik fokussieren, mussten wir für diese Einsätze nur noch den perfekten Roboter finden. Nach eingehender Analyse machte für diese Einsatzfälle eine Roboterbaureihe klar das Rennen: die TX-Robotergeneration von Stäubli, die in der Medizintechnik ohnehin die Nummer eins ist und sich zudem perfekt für die Integration in unsere Zellen eignet", so Jörg Hutzel.

Entscheidung für funktionales Design

Die TX-Generation setzt passend zur Robax-Zelle SRZ 200 ebenfalls auf stimmiges, funktionales Design, bei dem die Kabelführung der Sechsachser komplett in den Arm integriert wurde. Was für die Zelle gilt, gilt also auch für den Roboter: keine störende, außen liegende Verkabelung, die Defekte und Anlagenstillstände hervorrufen könnte. Außerdem lässt sich die TX-Baureihe durch ihre kompakte Bauweise und die schlanke Linie gerade unter beengten Platzverhältnissen innerhalb einer Zelle perfekt integrieren.

"Was uns an den Robotern gefällt ist die gelungene Kombination aus Design und Performance. Die hohe Steifigkeit des gekapselten, mechanischen Aufbaus und die direktangetriebenen Getriebemotoren führen zu einer unglaublichen Dynamik", lobt Jörg Hutzel. Weitere Vorteile der TX-Generation sieht der Anlagenbauer in der standardmäßigen Reinraumtauglichkeit sowie in der Ausführung in Schutzart IP 65, wobei das Handgelenk gar in IP 67 gehalten ist und der Roboter damit auch unter Wasser greifen kann. "Für uns ist es entscheidend, dass der Roboter ein wahres Multitalent ist und sich praktisch für alle erdenklichen Aufgaben einsetzen lässt. Nur so bringen wir maximale Flexibilität in unsere kompakten Standardzellen, die heute weit mehr können müssen als bloßes Be- und Entladen."

Auch Dipl.-Ing. Manfred Hübschmann, Stäubli Robotics Geschäftsführer, sieht die Integration der TX-Roboter in die Robax-Zellen als echten Mehrwert für Automatisierer: "Durch die Standardzellen von Handling Tech in Kombination mit unserer TX-Robotergeneration erhält der Anwender hier eine flexible Automatisierungslösung auf höchstem Niveau, die auch in anspruchsvollem Umfeld wie der Medizin- oder Reinraumtechnik voll ins Schwarze trifft."

Standardzellen für ein breites Aufgabenspektrum

Die Robax-Zellen gibt es angefangen von der SRZ 200 bis zur SRZ 600 in fünf unterschiedlichen Größen. Die kleine SRZ 200 eignet sich für Werkstückgewichte bis 3,0 Kilogramm und findet bei einer minimalen Fläche von ca. 1.000 mal 1.400 Millimeter auch unter beengten Verhältnissen überall ein Plätzchen. Die größte Zelle im Bunde, die SRZ 600, kommt auf einer Fläche von 2,5 mal 3,5 Meter zum Stehen und kann mit Werkstückgewichten bis 120 Kilogramm auch groß dimensionierte und schwere Teile handhaben. Damit deckt die neue SRZ-Generation Handhabungsgewichte von wenigen Gramm bis hin zu 120 Kilogramm ab. Darüber hinaus werden Applikationen von Handling Tech in konventioneller Bauart realisiert.

Durch die Integration verschiedenster Prozesse in die Zellen lässt sich ein breit gefächertes Aufgabenspektrum bewältigen. "In den meisten Fällen integrieren wir heute eine Reihe weiterführender Prozesse angefangen von Bearbeitungs- und Messaufgaben bis hin zu Identifikations- und QS-Aufgaben in die Zellen. So ist jede Standardzelle gleichzeitig auch eine Sonderlösung", so Jörg Hutzel.

Das Konzept der Standardisierung mache trotz hohem Individualisierungsgrad Sinn. Beim Bau jeder neuen Zelle könne man auf hundertfach bewährte Standards zurückgreifen und muss nur die anwendungsspezifischen Aufgabenstellungen individuell lösen. "Mit dieser Arbeitsweise sparen wir Zeit und Geld. Das Ergebnis sind hochproduktive Zellen, die wir in kürzester Zeit realisieren können", freut sich Jörg Hutzel. bw

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