Ein- und Doppelarmroboter IA20/DA20

Automatisierungs-Golem

Roboter für Montage und Handling
Der Doppelarmroboter DA20 hat pro Arm sechs Achsen. Er eignet sich für Montage- und Handhabungsaufgaben, die bisher nur vom Menschen gelöst werden konnten.
Der Sage nach wurde im alten Prag der Golem geschaffen, ein künstliches Wesen mit menschenähnlicher Gestalt, das besondere Kräfte besitzt. Durch Zauberkraft soll ihn Rabbi Löw zum Leben erweckt und zum Dienerroboter entwickelt haben. 400 Jahre später entwickelte Yaskawa Electric eine Generation von Industrierobotern, die auf einem technologisch völlig neuen Konzept basieren: Auch bei den Ein- und Doppelarmrobotern IA20 und DA20 stand der Mensch Pate.

Der Industrieroboter Motoman-DA20 hat zwei Arme mit jeweils sechs Achsen und je 20 Kilogramm Tragkraft, die auf einem gemeinsamen Grundkörper mit einer Drehachse montiert sind. In seiner Form gleicht er einem menschlichen Oberkörper. Er hat die Körpergröße eines erwachsenen Mannes und kann aufgrund der ultraleichten Servomotoren menschenähnliche (sprich kooperierende) Bewegungen mit seinen beiden Armen ausführen.

Die Ähnlichkeit zur menschlichen Kinematik prädestiniert ihn für Montage- und Handhabungsaufgaben, die bisher nur vom Menschen gelöst werden konnten. Durch die hohe Tragkraft je Arm sind jedoch auch Anwendungen möglich, die den Menschen überfordern. In Verbindung mit dem geringen Platzbedarf des Roboters kann man völlig neue Anwendungsgebiete der robotergestützten Montage- und Handhabungstechnik erschließen.

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Schlangenartig gewandt

Der siebenachsige Roboter Motoman-IA20 hat seinen Beinamen „Snake“ (Schlange) nicht von ungefähr: Seine Form basiert auf einem Menschenarm, die Gesamthöhe beträgt 160 Zentimeter. Aufgrund seiner kompakten Bauweise und hohen Beweglichkeit kann er die Bewegungen eines menschlichen Arms imitieren und damit Tätigkeiten übernehmen, die bisher dem Menschen vorbehalten waren.

Die kompakte Bauweise ermöglicht Bewegungsfreiheit auf engsten Raum. Durch seine spezielle Kinematik kann er „um die Ecke“ greifen und somit zum Beispiel in Montage- und Handhabungsprozessen an Werkstücken eingesetzt werden, die mehrere schwer zugängliche Seiten haben. Außerdem erlaubt er die Beschickung von Maschinen, ohne dass er direkt vor der Bedieneröffnung stehen muss. Somit sind zwischenzeitliche manuelle Tätigkeiten an der automatisierten Maschine wesentlich einfacher möglich. Gunthart Mau

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