Roboter

Kollaborative Roboter

Bedienerunterstützung durch umfassende Robotikfunktionen und unmittelbare Programmierbarkeit. Mitsubishi Electric hat einen kollaborativen Roboter vorgestellt, der ohne Schutzabsperrung mit einem Bediener zusammenarbeitet.

Mitsubishi Electric hat sein Roboterportfolio um einem kollaborativen Melfa Roboter erweitert. (Bild: Mitsubishi Electric)

Im Gegensatz zu den schnellen und kräftigen, aber unsensiblen Industrierobotern, die aus Sicherheitsgründen in Zellen und hinter Schutzzäunen eingesperrt werden müssen, besteht die Aufgabe der kollaborativen Roboter darin, dem Menschen ergonomisch zuzuarbeiten. Weil auf eine räumliche Absperrung verzichtet werden kann, ist dieser Typus zudem flexibel an beliebiger Stelle in der Fertigung einsetzbar.

Anders als sonst in der kollaborativen Robotik üblich, entspricht das Modell von Mitsubishi Electric jedoch in seinen Leistungseigenschaften den bekannten autonomen Industrierobotern des Unternehmens. So erreicht der neue Roboter – trotz der sensiblen Kraft-Momenten-Sensorik – eine Wiederholgenauigkeit von plus/minus 0,02 Millimeter. Die Traglast des gezeigten Robotermodells liegt im Bereich von fünf bis sechs Kilogramm, die Reichweite zwischen 800 und 1.000 Millimeter.

Ein weiteres Merkmal des neuen Roboters ist die Steuerungs- und Programmiermöglichkeit. Mit einem am Roboter ansteckbaren Bedienterminal mit Touch-Display kann der Roboter intuitiv ohne spezielle Programmierkenntnisse in seine neue Aufgabe eingelernt werden. Das Verfahren des Roboters wird durch den „Direct Control“-Mode unterstützt, bei dem der Bediener den neuen Roboter kraftgeregelt per Hand auf die Position verschiebt. Ist die Einrichtung abgeschlossen, kann zur vollen Bewegungsfreiheit das Bedienterminal leicht wieder abgenommen und der kollaborierende Roboter direkt am Arm gesteuert werden.

Anzeige

Die Präsentation des neuen kollaborativen Melfa-Roboters erfolgte zeitgleich mit der offiziellen Premiere auf der International Robot Exhibition (iREX) in Tokio. Es handelt sich hierbei um den ersten Roboter von Mitsubishi Electric, mit dem der japanische Konzern konkret in das Thema Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) einsteigt. sw

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

FORobotics

Trends der Robotik

Mobile ad-hoc kooperierende Roboterteams in der Fabrik der Zukunft. Der Forschungsverbund „FORobotics“ untersucht die Einsatzmöglichkeiten und Potenziale von autonomen, mobilen Robotern in der Produktion.

mehr...
Anzeige
Zur Startseite