Transportroboter

Omron-Roboter düst durch Škoda-Werk

Der autonome Roboter von Omron soll dazu beitragen, die Arbeitssicherheit im Škoda-Werk in Vrchlabí kontinuierlich zu steigern und Arbeitsrisiken zu minimieren. Er erkennt Menschen, die seinen Weg kreuzen, ebenso wie andere Fahrzeuge oder feststehende Hindernisse.

Škoda Auto setzt im Werk Vrchlabí vollautonomen Transportroboter vom Omron ein. © Omron

Škoda treibt die Digitalisierung seiner Fertigung als zentralen Eckpfeiler seiner Strategie 2025 konsequent voran. Im Komponentenwerk Vrchlabí setzt der tschechische Automobilhersteller ab sofort einen vollautonomen, selbstlernenden Transportroboter ein. Dieser ist in der Lage, auf seinem Weg durch das Werk Hindernisse zu erkennen und in Echtzeit weitere Informationen aus der Umgebung in seine Streckenplanung einzubeziehen. Wenn nötig ändert er seine Route, um jederzeit schnellstmöglich ans Ziel zu gelangen. Auf diese Weise trägt er dazu bei, die Arbeitssicherheit sowie die Effizienz der Transportabläufe im Werk weiter zu steigern.

„Der erste vollautonome Roboter bei Škoda Auto kommt ganz bewusst im Werk Vrchlabí zum Einsatz. Damit unterstreichen wir einmal mehr die zentrale Bedeutung dieses Werkes als topmoderner Hightech-Standort“, sagt der Škoda-Vorstand für Produktion und Logistik, Michael Oeljeklaus. „Mit dem neuen Transportsystem setzen wir die Einführung technologischer Innovationen in unseren Werken im Sinne der Industrie 4.0 konsequent fort“, so Oeljeklaus weiter.

Ohne Spurführung, Magnetstreifen oder Reflektoren
Der Transportroboter transportiert bis zu 130 Kilogramm Fracht auf einmal und wählt die richtigen Wege voll autonom. Anders als herkömmliche fahrerlose Transportsysteme benötigt er keine Spurführung durch Induktionsschleifen, Magnetstreifen oder Reflektoren. Zum Erlernen der Route wird das Fahrzeug per Tablet oder Joystick lediglich einmal die Strecke zwischen den Stationen entlanggeführt. Dabei erfasst es Umgebung sowie Veränderungen in seinem Umfeld eigenständig und ändert bei Bedarf seine Route.

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Der Transportroboter erkennt Menschen, die seinen Weg kreuzen, ebenso wie andere Fahrzeuge oder feststehende Hindernisse. © Omron

Moderne Technik ermöglicht es dem Roboter, sich zu orientieren: Mithilfe von Sensoren und Laserscannern erkennt er Fahrzeuge und feststehende Hindernisse ebenso wie Personen, die seinen Weg kreuzen. Das Steuerungssystem ermittelt die Annäherungsgeschwindigkeit und erkennt, ob eine Kollision droht. In diesem Fall hält der Roboter selbstständig an oder umfährt das Hindernis.

Im Gegensatz zu anderen Systemen, die bei Škoda zum Einsatz kommen, passt er seine Route auf Grundlage der Informationen aus seiner Umgebung sofort an, ohne dass er dabei anhalten muss. Falls der vollautonome Roboter feststellt, dass er auf seiner Route an einer bestimmten Stelle regelmäßig auf Hindernisse trifft, ändert er seine Route dauerhaft. Je nach Bedarf ist das elektrisch betriebene System in der Lage, sämtliche Ziele auf dem 16 000 Quadratmeter großen Areal des Werkes Vrchlabí anzusteuern.

120 Fahrten täglich
Täglich absolviert der Roboter rund 120 Fahrten und legt auf seiner Route zwischen mechanischem Messzentrum und Bearbeitungsmaschinen eine Distanz von insgesamt 35 Kilometern zurück. Testphase und Pilotbetrieb sind bereits abgeschlossen, der reguläre Einsatz im Betrieb seit ab Juni 2018.

Steigende Produktionszahlen bei Škoda bedeuten eine höhere Auslastung der Werke sowie ein höheres Verkehrsaufkommen in der Fabrik. Der autonome Roboter trägt dazu bei, die Arbeitssicherheit in Vrchlabí kontinuierlich weiter zu steigern und Arbeitsrisiken zu minimieren. Škoda setzt in der Produktion systematisch auf Technologien aus dem Bereich der Industrie 4.0, zum Beispiel auf kooperierende Roboter. Sie werden bei der Fertigung der Direktschaltgetriebe im Werk Vrchlabí eingesetzt und unterstützen die Mitarbeiter bei einer der sensibelsten Tätigkeiten in der Getriebefertigung – dem Einlegen des Schaltkolbens. Ein Handling-Roboter versorgt außerdem Dutzende von Maschinen mit Teilen und bringt leere Behälter zurück ins Lager. Ein Teil des Betriebs ist zudem das umfangreiche IT-System „Transparente Fabrik“. as

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