MRK-Greifer

Der Anpassbare aus dem Drucker

MRK-Greifer aus additiver Fertigung. Zusammen mit Kuka hat Röhm den ersten MRK-fähigen Robotergreifer entwickelt, der in additiver Fertigung hergestellt wird. Ein Vorteil dieses Herstellungsverfahrens ist die Abbildbarkeit unterschiedlichster Werkstückformen.

Röhm hat in Kooperation mit Kuka den ersten MRK-fähigen Greifer aus generativer Fertigung entwickelt. (Bild: Kuka)

Der Spann- und Greiftechnikspezialist Röhm präsentiert den weltweit ersten MRK-fähigen Robotergreifer, der auf Basis einer Produktplattform in generativer Fertigung hergestellt wird. Damit will sich das Unternehmen im Segment der Mensch-Roboter-Kollaboration positionieren. Der Fokus liegt auf der Arbeitsentlastung bei körperlich anstrengenden, monotonen und ergonomisch ungünstigen Arbeiten. Die Montagekollegen können helfen, die Arbeitsbedingungen gesund und die Arbeitsatmosphäre angenehm zu gestalten. Wirtschafts- und Arbeitsmarktexperten seien sich zudem einig, dass die Beschäftigungssicherung in Hochlohnländern oft erst durch den Beitrag von Robotern ermöglicht werde, da diese eine wirtschaftliche Produktion bei gleichzeitig hohen Löhnen erlauben, erklärte das Unternehmen.

Die stark steigende Nachfrage nach Komponenten für die Mensch-Roboter-Kollaboration führte zu der Entwicklung, die Röhm gemeinsam mit Kuka realisierte. Die Greifer erfüllen dabei besonders strenge Anforderungen an die Sicherheit: Die neuesten Standards ISO 10218 und ISO/TS 15066 werden beispielsweise durch Abrundung von Kanten und Ecken, einen speziell abgestimmten Flansch und raffiniert gestaltete Schutzschilde erfüllt. Die zusätzliche Nachgiebigkeit garantiert den Schutz des Arbeiters vor Verletzungen.

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Flexible Greiferfinger
Röhm kann mit dem RRMG-MRK flexibel auf unterschiedliche Anforderungen reagieren und passende Lösungen anbieten. Daniel Rauch, Leiter Produktmanagement bei Röhm: „Der große Vorteil unseres additiven Herstellungsverfahrens ist die Abbildbarkeit aller denkbaren Werkstückformen. Egal, ob die Kunden Anforderungen ans Außen- oder Innengreifen stellen. So können beispielsweise runde, ovale oder fast beliebig-förmige Werkstücke an der Innenkontur gegriffen werden. Sogar verschiedene Werkstückdurchmesser werden durch die hohe Flexibilität der Greiferfinger mit ein und demselben Greifer sicher und zuverlässig gepackt“.

Ein weiterer Vorteil sei, dass Materialbeschädigungen durch die Oberflächenbeschaffenheit des Werkstoffes Polyamid PA12 so gut wie unmöglich seien. „PA12 ist zusätzlich besonders resistent gegen Medien wie Kühlschmierstoffe oder Öle und zudem lebensmitteltauglich, was neue Einsatzgebiete erschließt. Diese Flexibilität in Verbindung mit Robustheit, Widerstandsfähigkeit und gewichtsoptimiertem Design sind unseren Kunden und uns extrem wichtig“, ergänzt Rauch.

In der Tat ist das Eigengewicht mit 300 Gramm (je nach Kontur der Greiferfinger) gering. Der Greifer ist außerdem wartungsfrei bis zu zehn Millionen Greifzyklen, bei bis zu 100 Zyklen pro Minute. Je nach Greifstrategie und Kontur des Werkstücks können mit 120 Newton Greifkraft selbst größere Bauteile sicher gegriffen werden. Die Abfrage der Spannstellung erfolgt komfortabel über integrierte Sensoren. Daniel Rauch: „Zusätzlich kann mit dem speziell für den Kuka LBR iiwa entwickelten Flansch die Greifposition um 90 Grad verstellt werden – je nachdem, ob ein Bauteil horizontal oder vertikal gegriffen werden soll. Der Greifer lässt sich dank Schnellverstellung einfach um 90 Grad schwenken.“ as

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