MRK

Einmal geteacht, immer poliert

MRK. Für den Werkzeugbauer Siegfried Hofmann hat Boll eine Lösung zum automatischen Polieren der Spritzgusswerkzeuge entwickelt. Nach einem manuellen Teachingvorgang einer Roboterbahn führt ein Roboter nun den Prozess durch.

Manueller Teachingvorgang und selbstständige Durchführung des Prozesses durch den Roboter. © Boll

Der Werkzeugbauer Siegfried Hofmann, mit Sitz in Lichtenfels, hat sich auf die Herstellung von Hochleistungswerkzeugen spezialisiert. Gesucht war eine Lösung zum automatischen Polieren der Spritzgusswerkzeuge. Die besondere Herausforderung an die gewünschte Lösung war es, ein System zu entwickeln, welches auch bei einer Stückzahl 1 wirtschaftlich einsetzbar ist. Zudem sollten die Mitarbeiter von der manuell und sehr zeitaufwändigen Polierarbeit entlastet werden.

„Mit dem flexiblen Poliersystem von Boll konnten wir den Innovationsgrad unserer Fertigung noch weiter ausbauen“, so Markus Gräf, Leiter Prozessentwicklung von Hofmann. Boll ist Spezialist im Bereich der Mensch-Roboter-Kollaboration und entwickelt Systeme, die Automation auch für kleine Losgrößen und hohe Variantenvielfalt ermöglichen. Für den Werkzeugbauer Hofmann haben die Ingenieure aus Kleinwallstadt ein flexibles Poliersystem entwickelt, in welchem der Mitarbeiter direkt mit dem Roboter gemeinsam interagiert.

Das Poliersystem funktioniert in zwei Schritten: Schritt 1: Manueller Teachingvorgang einer Roboterbahn, Schritt 2: Selbstständige Durchführung des Prozesses durch den Roboter. Für eine schnelle und einfache Einrichtung der Prozessabläufe wird der Roboter direkt vom Bediener in die Hand genommen und die gewünschten Roboterbewegungen einfach vorgemacht („Teaching by Demonstration“). Hierfür muss der Bediener keinerlei Programmierkenntnisse haben. Durch das einfache Einlernen der Roboterbahn kann das System innerhalb kürzester Zeit an neue Aufgaben angepasst werden. Diese Anpassungen können vom Anwender jederzeit selbst durchgeführt werden. Zeit-, kosten- und wissensintensive Roboterprogrammierung entfällt vollständig.

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„Unsere Mitarbeiter sind von der einfachen Bedienung des neuen Systems begeistert. Innerhalb von wenigen Minuten können neue Prozesse eingelernt werden. Diese Funktion war für uns besonders wichtig, denn oftmals haben wir bei unseren Spritzgussformen sehr kleine Stückzahlen, die eine Automation zuvor nahezu unmöglich gemacht haben“, so Gräf.

Für die anschließende Automation des zuvor eingerichteten Prozesses, kommen intelligente Sicherheits- und Materiallogistikkonzepte zum Einsatz. Die adaptive Prozessführung ist eine der Kernkompetenzen von Boll. Der Prozess wird nicht nur starr reproduziert, sondern sensorisch überwacht und geregelt. Dies ermöglicht stets gleichbleibende Ergebnisse trotz variierender Ausgangssituationen. Für ein Höchstmaß an Flexibilität ist der Roboter auf einem mobilen Wagen montiert und kann dadurch beliebig verschoben werden. as

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